Gärten gestalten, die neidisch machen? So geht's!

Heiner Bauer Heiner Bauer
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Es heißt, jeder Garten sei die Zierde des Hauses. Doch allzu häufig wird er leider einfach nur lieblos mit Pflanzen und Gartenmöbeln überfrachtet. Dabei gibt es wenige und schlichte Regeln, wie ihr auch einen kleinen und offensichtlich unscheinbaren Garten in eine Oase der natürlichen Harmonie verwandeln könnt. Gartengestaltung ist dabei nichts weiter als sich wie ein Architekt im Grünen zu betätigen und hierbei jeweils die verfügbaren Pflanzen, die Regeln der Symmetrie und Farben, die Gartenmöbel und die Mauern sowie die Teiche und Brunnen, geschickt zu nutzen und einzusetzen.

Die besondere Faszination der Wasserelemente

Besereits seit alter Zeit her ist es bekannt, dass Wasserelemente im Garten stets eine ganz besondere Faszination ausüben. Sie bereichern die Struktur eines Gartens und werten diesen deutlich auf. Andere Zeitgenossen schwören jedoch wiederum auf die beruhigende Wirkung, die das Plätschern des Wassers ausmacht, wodurch jeder Garten in ein wahrhaftiges Refugium für die Seele verwandelt wird. In unserem Beispiel wird so ein japanischer Themengarten durch den natürlich wirkenden Teich zu einem besonderen Höhepunkt des Grundstücks. Gelingt es, wie hier, den Teich oder den Brunnen wie natürlich entstanden wirken zu lassen, so erhält der Garten dadurch eine geradezu organische und parkähnliche Wirkung. Er wird zu einem besonders gern genutzten Rückzugsort.

Gärten gestalten durch klassische Symmetrie

Die symmetrische Anordnung von Pflanzen, Rasenflächen, Mauern und Springbrunnen zählt seit je her zu den beliebtesten Gestaltungsmitteln für den Garten. Dass dies nicht nur bei opulenten Gartenanlagen in Barockschlössern funktioniert, sondern beispielsweise auch beim eher bescheiden dimensionierten Privatgarten, demonstriert uns hier Walter Schmitz Garten. Ganz bewusst wird die Symmetrie genutzt, von der Grundanlage bis hin zur optisch wirkungsvollen Drapierung der verschiedenen Gartenmöbel. Als natürliche Bühne fungieren dabei ein durch Garten- und Landschaftsbauer aus italienischen Porphyrkieseln angelegtes Hegagramm, zwischen dessen Spitzen eine Rasenfläche in Tropfenform angelegt wurde. Klassisch, schlicht und elegant, umrahmt durch niedrige und bepflanzte Umfassungsmauern aus Naturstein. Ein Ensemble, geradezu wie auf einem Herrensitz. 

Themengarten oder Gliederung

Hier lüftet Bodin Pflanzliche Raumgestaltung GmbH nun ein weiteres Geheimnis für das erfolgreiche Gärten gestalten. Man kann seinen Garten entweder als Themengarten anlegen oder man muss ihn zumindest gliedern. Beim Themengarten zieht sich ein einziges zentrales Leitmotiv durch den gesamten Garten. Beliebt sind beispielsweise japanische Gärten, Steingärten oder barocke Gärten. 

Wer sich jedoch beim Gärten gestalten nicht auf ein einziges Thema beschränken möchte, der sollte seinen Garten gliedern und strukturieren. Durch einfache geometrische Formen, wie beispielsweise Vierecke oder Kreise, werden dabei einzelne Gartenflächen strukturiert. 

In unserem Beispiel gibt es die große Rasenfläche mit den wellenförmig fließenden Umfassungssteinen, die sich von den Strauch- und Bauminseln zur Linken und zur Rechten abhebt und die im oberen Bereich in die gepflasterte Sitzecke mit den Gartenmöbeln mündet. Eine klare und übersichtliche Binnenstruktur für einen gepflegten Garten.

Stauden und Halbsträucher einbinden

Eindrucksvolle Gärten gestalten, das heißt heute nicht nur, Blumenbeete anzulegen und Rasen zu säen. Kirchner Garten + Teich GmbH zeigen uns hier, wie ein Garten durch die Nutzung von Stauden und Halbsträuchern deutlich an Kontur und Profil gewinnt. Stauden und Halbsträucher sorgen für die klare natürliche Linienführung im Garten und werden zu jenem gestalterischen Element, welches dem Garten seine Individualität verleiht. Besonders empfehlen sich hierfür die so genannten langblühenden Stauden und Halbsträucher wie Lavendel, Rhododendron oder auch der so genannte Storchenschnabel. Mit Bepflanzung dieser Art entsteht ein lebendiges Wohnzimmer im Grünen.

Harmonie zwischen Größe und Materialien

Viele Gartenbesitzer betrachten ihr Refugium zu Recht als Wohnung im Grünen. Doch machen sie beim Gärten gestaltung zu oft den selben Fehler wie bei der Einrichtung von Haus und Wohnung. Der Garten wird schlicht überladen. Aber, ebensowenig wie die Wohnung, bringt das Motto viel hilft viel auch den Garten nicht weiter. Gärten für die Seele – Harald Lebender formuliert daher hier einen ganz wesentlichen Grundsatz für das erfolgreiche Gärten gestalten: Die Größe des jeweiligen Gartens und die Anzahl der zu seiner Ausgestaltung verwendeten Materialien müssen jeweils miteinander harmonieren. 

Je kleiner also der Garten, desto weniger Pflanzen und Materialien sollte er beherbergen. In unserem Beispiel wurde ein kleiner, aber dafür umso wirkungsvollerer Zen-Garten mit sehr wenigen Pflanzen und Materialien eingerichtet.

Die Ton-in-Ton-Struktur auch im Garten

Der Garten ist ein Stück Natur, welches dem Geschmack und den Bedürfnissen des Menschen angepasst wurde. Er ist gezähmte Natur, die sich dem menschlichen Schönheitssinn unterwerfen muss. Hierzu gehört nicht nur die Harmonie der Formen, sondern vor allem auch die Harmonie der Farben im Garten. Von den Klinkern im Vordergrund, über den gepflasterten Weg, bis hin zu den niedrigen Natursteinwänden: Die wenigen gestalterischen Elemente dieses Gartens tragen eine schlichte und deutliche, ja geradezu mediterrane Linienführung, die mit der Bepflanzung der Anlage sehr gut zusammenpasst. 

Dieser Garten wirkt dadurch nicht als buntes Sammelsurium diverser Pflanzengattungen, sondern als harmonisches Ganzes. Behutsamkeit und Eintracht gelten daher für die Farbwahl des Mobiliars und der Pflanzen. Der Garten sollte Ton in Ton gehalten sein und nur sehr wenige, dafür dann allerdings starke Kontraste setzen.

Sitzmöbel und Skulpturen

Zu denjenigen gestalterischen Elementen des Gartens, die nicht natürlichen Ursprungs sind, zählen die Sitzmöbel und die Skulpturen. Doch kommt ihnen beim Gärten gestalten eine ganz erhebliche Bedeutung zu, da sie den Garten erst von einem Stück gestalteter Natur zu einem nutzbaren Lebensraum machen. Die Gartenmöbel bilden das Mobiliar, die Skulpturen hingegen den bildlichen Schmuck des Gartens. Auch hierbei gilt, dass die Sitzmöbel und Skulpturen mit dem Charakter der gesamten Anlage des Gartens harmonieren müssen. Für kleine, schlichte und naturbelassene Gärten empfehlen sich daher eher rustikale oder minimalistische Sitzmöbel aus natürlichen Materialien. Wer es extravaganter mag, dem gefallen bestimmt diese ausgefallenen Gartenmöbel.

Gebäudewände, Mauern und Dächer integrieren

Zu den Grundregeln beim erfolgreichen Gärten gestalten gehört auch ganz besonders, vorhandene Giebel und Gebäudewände, Mauern und Dächer durch Gestaltung und entsprechende Bepflanzung möglichst optimal in den Garten zu integrieren. Sie sollen dabei nicht wirken, als seien sie bauliche Schandflecke, die es zu verstecken gilt, sondern viel eher können sie, durch geschickte Bepflanzung, zu einer den Garten entscheidend prägenden Bereicherung werden. In unserem Beispiel, realisiert durch Nagelschmitz-Garten- Landschaftsgestaltung GmbH, trägt die effektvolle Dachbegrünung dazu bei, das Ambiente des historischen Ziegelwand-Giebels eindrucksvoll in Szene zu setzen und in den Garten zu integrieren. Alle baulichen Relikte sollen im Garten nicht als künstlich wirken, sondern möglichst effektvoll durch Bepflanzung inszeniert werden.

Pergolas und andere Rankhilfen

Die Pergola und diverse andere Rankhilfen empfehlen sich als nützliche Hilfsmittel zum Gärten gestalten. Besonders eignen sie sich für eher kleine Gärten, für Hinterhöfe oder auch Dachbegrünungen. Ob freistehend, wie in unserem Beispiel oder an eine Mauer angelehnt, die Pergola eignet sich, um regelrechte Lauben oder Wandelgänge, beispielsweise aus wildem Wein, entstehen zu lassen und erfreut sich bereits seit der Antike hoher Wertschätzung bei der Anlage von Ziergärten. Auch Efeu oder Prachtwinde sind Pflanzen, die die Pergola und andere Rankhilfen gern annehmen.

Blickpunkte und Durchgänge

Besonders wenn man einen größer dimensionierten Garten besitzt, so kann man nach dem Vorbild der Renaissance beim Gärten gestalten effektvolle Blickpunkte setzen und Durchgänge anlegen. Auch hier liegt jedoch der Reiz nicht nur in der Symmetrie, sondern viel eher in der klaren und schlichten Linienführung. Imposante Blickpunkte und Durchgänge dienen dabei der optischen Aufwertung eines größeren Gartens, indem sie ihn harmonisieren und als eine Einheit wirken lassen. In unserem Falle wird diese Wirkung bereits durch den von jungen Bäumen gesäumten Weg erzielt. 

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