Alternativ heizen: Diese Möglichkeiten solltest du kennen

Janin Istenits Janin Istenits
Loading admin actions …

Euer Haus wird modernisiert oder gerade steht der Hausbau und damit auch die Planung des Heizsystems an? Ganz egal, warum ihr euch mit dem Thema Heizung beschäftigt, wichtig ist es, dass ihr bei der Planung über alle möglichen Heizsysteme Bescheid wisst. Denn bei jedem System gibt es einiges zu beachten – gerade die Kosten unterscheiden sich zum Teil erheblich.

Wie achten wir am besten in Zukunft auf unseren Energieverbrauch? Bei welchem Heizsystem können wir Kosten einsparen? Gibt es Fördermittel beim Hausbau? Und wie sehen eigentlich die Kosten für Wartung und Instandhaltung bestimmter Heizsysteme aus? 

Eine ebenso große Rolle für die Wahl spielt in vielen Haushalten neben den Kosten auch die Umweltverträglichkeit. Heizen mit Holz, Gas oder Solarenergie? Wir haben für euch die wichtigsten Infos zu verschiedenen Heizsystemen gesammelt, damit ihr einen guten Überblick habt, wenn ihr euch entscheiden müsst!

Heizen mit Holz

Eckscheibe: moderne Wohnzimmer von Chiemsee Öfen
Chiemsee Öfen

Eckscheibe

Chiemsee Öfen

Holzheizungen sorgen für eine gemütliche Atmosphäre im Haus und obwohl diese Methode heutzutage eher ungewöhnlich ist, ist sie durchaus zu empfehlen. Denn Holz gehört als nachwachsender Rohstoff zu den Heizsystemen, die auf erneuerbare Energien zurückgreifen. Daher ist das Heizen mit Holz CO2-neutral, nachhaltig und zukunftsorientiert. Und es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, um das ganze Haus mit Holz einzuheizen. Neben kompletten Holzzentralheizungen begeistern sich natürlich immer noch viele Menschen für den klassischen Holzofen. Hier können ganz bequem Pellets oder auch Scheitholz verwendet werden, die für eine unvergleichliche Wärme im ganzen Haus sorgen. 

Zwar sind Pellets und Scheitholz im Gegensatz zu Heizöl sehr billig, aber dennoch gehört dieses Heizungssysteme zu den teuersten Möglichkeiten. Durch die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) und BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) werdet ihr gefördert, wenn ihr euch für ein Heizsystem mit beispielsweise einem Holzgasvergaserkessel entscheidet. Obwohl es sich bei dieser Heizart um ein sehr beliebtes System handelt, müsst ihr euch natürlich darüber im Klaren sein, dass ihr gerade im Winter einiges zu tun haben werdet. Für Scheite oder Pellets ist ein Lagerplatz nötig und zudem müsst ihr euch selbst um das regelmäßige Beschaffen eures nachhaltigen Rohstoffes kümmern. 

Heizen mit Solarenergie

Solartechnik : moderne Häuser von Hesselbach GmbH
Hesselbach GmbH

Solartechnik

Hesselbach GmbH

Auch, wer sich für ein Heizsystem entscheidet, das Solarenergie nutzt, wählt eine der nachhaltigsten Möglichkeiten überhaupt. Mit passenden Kollektoren auf dem Dach kann den ganzen Sommer über genügend Energie gespeichert werden, um das Haus voll zu beheizen. Oftmals ist es allerdings nötig, zusätzlich zu den Kollektoren eine weitere Energiequelle zu nutzen. Denn gerade im Winter wird die Solarenergie nicht ausreichen, um ein ganzes Haus zu beheizen. In Kombination mit einer weiteren Energiequelle schaltet das Heizsystem von selbst um, wenn nicht mehr genügend Sonnenenergie verfügbar ist. Meist sorgen Nutzer von Solarenergie in Kombination mit Gas, Pellets oder Öl für zusätzliche Wärmequellen im Winter. 

Wenn ihr ein Schräg- oder Flachdach besitzt, könnt ihr euch für diese CO2-neutrale Alternative entscheiden. Gemeinsam mit einem Profi könnt ihr klären, ob euer Dach für ein Heizsystem mit Solarkollektoren genutzt werden kann. Auch hier gibt es zahlreiche Förderprogramme und von KfW und BAFA gibt es eine Bezuschussung, da die Kollektoren gerade in der Anschaffung sehr teuer sind. In diesem Ideenbuch erfahrt ihr alles weitere zu der spannenden Möglichkeit, ein ganzes Haus mit Solarenergie zu heizen. 

Heizen mit Blockheizkraftwerk

Blockheizkraftwerk unseres Partners Vaillant:  Haushalt von Hesselbach GmbH
Hesselbach GmbH

Blockheizkraftwerk unseres Partners Vaillant

Hesselbach GmbH

Besonders hohe Kosten erwarten euch, wenn ihr euch für ein Blockheizkraftwerk (BHKW) entscheidet. Das BHKW übersteigt sogar noch die Kosten von Heizsystemen mit Holz oder Solarkollektoren, kann in der Anschaffung aber ebenso durch Fördermittel des KfW oder BAFA gefördert werden. Zuvor sollte aber bedacht werden, dass auch für Wartung und Instandhaltung extrem hohe Kosten anfallen können. Jedoch lohnt es sich für Menschen, die großen Wert auf eine hohe Energieeffizienz legen. Häufig sind es Besitzer von Mehrfamilienhäusern, die sich dafür entscheiden, denn je höher der Wärme- und Strombedarf ist, desto mehr zahlt sich das BHKW auf lange Sicht aus. Daher lohnt sich diese Möglichkeit eher weniger für ein Einfamilienhaus, da sich die Kombination aus Wärme & Strom auf lange Sicht für eine einzige Familie nicht auszahlt. 

Das BHKW ist aber für größere Häuser eine super Anlage, die CO2-Emissionen einspart und die Hausbesitzer unabhängig von Energieberatern und aktuellen Preisen macht. Die hochmoderne Anlage wird mit Holz, Diesel, Erdgas, Heizöl oder Rapsöl betrieben. 

Heizen mit Öl

klassischer Flur, Diele & Treppenhaus von Stelrad
Stelrad

Radiators

Stelrad

Das Heizen mit Öl ist eine sehr verbreitete Möglichkeit, um das Haus mit Wärme zu versorgen. Hier gibt es verschiedene Arten von Kesseln, die je nach Typ auch gleichzeitig warmes Wasser und Raumwärme erzeugen können. Die modernste Alternative sind die sogenannten Brennwertkessel. Diese sollten heutzutage in jedem Fall ausgetauscht werden, wenn sich in eurem Heim noch ein sehr alter Brennwertkessel befindet. Wenn das alte Gerät ausgetaucht wird, lohnt sich die Investition nach etwa 7 Jahren und auch hier gibt es unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit, Fördermittel von der BAFA oder dem KfW zu beantragen. 

Im Hinblick auf Heizsysteme mit Öl gibt es natürlich viele Nachteile, die die Umweltverträglichkeit betreffen. Der CO2-Ausstoß ist natürlich im Vergleich mit der Solar- und Holzenergie deutlich höher und zudem machen sich Besitzer einer Ölheizung auch stark von den aktuellen Ölpreisen abhängig. Dennoch ist die Wärmeerzeugung sehr effizient und durch eine moderne und sparsame Bauweise kann inzwischen auch bei diesem System ein großer Teil des Energieverbrauchs durch innovative Technologien gesenkt werden. Am besten fragt ihr bei erfahrenen Heizungsinstallateuren nach modernen Systemen, mit denen ihr sparen könnt.

Heizen mit Flüssiggas

Exklusive Sanierung einer Altbauwohnung im Stuttgarter Westen: klassische Wohnzimmer von Karl Kaffenberger Architektur | Einrichtung
Karl Kaffenberger Architektur | Einrichtung

Exklusive Sanierung einer Altbauwohnung im Stuttgarter Westen

Karl Kaffenberger Architektur | Einrichtung

Für eine Flüssiggasheizung können etwa die gleichen Kosten veranschlagt werden wie für eine Öl- oder Gasheizung. Die innovativen Heizkessel werden mit Flüssiggas oder Erdgas betrieben und durch die weite Verbreitung ist es sehr einfach, sich einem Erdgasnetz in der Stadt anzuschließen. Die Öltanks für das Flüssiggas sind besonders klein, deshalb lohnt sich dieses Heizsystem besonders für Personen, die auf der Suche nach einer platzsparenden Alternative sind. Hierfür ist auch kein Keller oder Abstellraum nötig, oft werden einfach der Garten oder Hinterhof genutzt, um die kleinen Tanks aufzustellen oder zu vergraben. Im Gegensatz zur Ölheizung wird hier weitaus weniger CO2 ausgestoßen, dafür müssen aber ein wenig höhere Preise eingerechnet werden. 

Heizen mit Strom

Raumtemperaturregler RTR 9000 von EBERLE Controls:: klassische Wohnzimmer von EBERLE Controls
EBERLE Controls

Raumtemperaturregler RTR 9000 von EBERLE Controls:

EBERLE Controls

Die letzte Möglichkeit ist innovativ und simpel: Die Elektroheizung bezieht den Strom direkt aus der Steckdose. Die bequemste Alternative also, weil hier kein zusätzlicher Heizkessel für Öl oder ein ganzes Heizkraftsystem angeschafft werden muss. Dennoch ergeben sich beim Heizen mit Strom einige Nachteile, allen voran die geringe Effizienz, die auch zu extrem hohen Stromrechnungen führen kann.

Zudem ist diese Möglichkeit auch bei weitem nicht so umweltverträglich, wie manchmal behauptet wird. Der Elektroheizung wird jedoch oft zugute gehalten, dass hier wenig Wartungs- und Instandhaltungskosten anfallen. Das ist richtig und für manche Haushalte kann sich die Elektroheizung wirklich lohnen, wenn genau auf den Verbrauch geachtet wird. Denn gerade kleine Räume profitieren von der Wärme der Elektroheizung, die sofort und schnell Wärme in den ganzen Raum abgibt. Dieses System wird auch gerne mit der Fußbodenheizung verbunden – hier können Bade- oder Schlafzimmer je nach Bedarf kurz aufgeheizt werden und dann hält die Wärme für einige Stunden an. 

Wie ihr seht, gibt es viele verschiedene Heizsysteme auf dem Markt, die alle mit ihren jeweiligen Vorteilen bestechen. Am wichtigsten ist es, dass ihr beim Hausbau oder der Modernisierung eures Heims einen groben Überblick über euren zukünftigen Energieverbrauch habt. So könnt ihr einschätzen, welches System sich am meisten lohnt, günstig und zudem umweltverträglich ist. 

Welches dieser Heizsysteme bevorzugt ihr?
VIO 302 - Terrasse:  Terrasse von FingerHaus GmbH

Sie suchen einen Architekten? Schreiben Sie uns! Wir helfen Ihnen gerne.

Nach passenden Wohnideen stöbern