So abgefahren ist es, unter der Erde zu wohnen

Sophie Pussehl Sophie Pussehl
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Huch, was ist denn das? Das fragt ihr euch auch? Gar nicht so leicht zu erkennen auf dem ersten Blick, doch dieses spannende Projekt aus Korea gibt der Redewendung im Einklang mit der Natur leben eine neue Bedeutung. 

Die Architekten von JUST-IN HOUSE schaffen technologie-orientierte und umweltfreundliche Häuser, die unter Verwendung der Vorteile von naturwissenschaftlichen und technischen Erkenntnissen wohnen mit der Natur ermöglichen. Damit bieten die Experten eine neue, andersartige Perspektive des Bauens an, die durchaus interessant und für den ein oder anderen von euch vielleicht ja auch in seiner Umsetzung überlegenswert ist. Seid gespannt!

Veranda im Außenbereich

 Terrasse von Just-In House(져스틴 하우스)
Just-In House(져스틴 하우스)

외부에서 본 온실 베란다

Just-In House(져스틴 하우스)

Bei Betrachtung des Bildes fällt zunächst der aus zwei Etagen bestehende Glaskasten auf, der von zwei Erdhügeln eingefasst wird. Ein eher ungewöhnlicher, wenngleich auch Neugier weckender Anblick. Dieses Haus, was es wirklich ist wie wir noch sehen werden, befindet sich in Seosan, einer Stadt in Südkorea. Das Wochenendhaus, als das es genutzt wird, ist nicht in seinem vollen Ausmaß erkennbar, da ein Teil des Baus unter den Erdhügeln liegt. 

Nach oben hin stellt der Glaskasten eine kleine Veranda im Außenbereich zur Verfügung. Diese ist über den aus Steinplatten bestehenden Trittstufen zu erreichen und bietet damit vom höchsten Punkt des Hauses aus einen tollen Ausblick in die Umgebung. Gleichzeitig bietet der Glaskasten Zutritt zu den Räumlichkeiten. Des Weiteren kann dieser als Gewächshaus in den Sommermonaten genutzt werden, wodurch der Eigenanbau zur Selbstversorgung möglich ist.

Grundstücksbegehung

Hier fällt zunächst der dominierende Glaskasten mit seinen schwarzen Streben auf. Die Gesamtgröße von diesem Projekt beträgt 22 Quadratmeter und ist damit recht beschaulich. Je nach Lage kann die Größe variiert werden. 

Auch nicht unwichtig ist die Frage danach, wie für ein wohnliches Klima in den Innenräumen gesorgt wird. Dafür wurden die Wände mit einer Isolierung von 245 mm und der Boden mit einer Schicht von 30 cm versehen. Dadurch kann die Wärme im Winter gehalten werden und im Sommer wird es nicht wärmer als 25 Grad Celsius. Als natürliche Heizung im Winter fungiert zusätzlich der Glaskasten. Damit nutzt das Haus die natürlichen Gegebenheiten für ein angenehmes Wohnklima und spart gleichzeitig Energie für ein harmonisches Miteinander von Mensch, Wohnen und Natur. Für warmes Heizwasser und Warmwasser sorgt ein Ölkessel.

Blick auf die Küche

Von der Küche ist nach außen hin lediglich das Fenster zu sehen. Dass sich unter diesem Erdhügel tatsächlich die Küche befindet, davon überzeugt vielmehr der daneben liegende gläserne Vorsprung, der mit einem Abzugsrohr versehen ist. Die Kochdämpfe können somit nach außen treten, was vor allem beim unterirdischen Bauen unerlässlich ist. Der Hügel kann auch überlaufen werden. Die Steinstufen geben von hier aus den Weg zur freiliegenden Veranda vor. Um die natürliche Gestaltung abzurunden, wurden die Erdhügel mit Gras besät und vereinzelt bepflanzt. 

Zweite Etage im Glaskasten

Dieses Bild ermöglicht uns den Blick in den Glaskasten, genauer gesagt in die zweite Etage dessen. Durch die nähere Ansicht wird deutlich, dass der Glaskasten aus mehreren, unterschiedlich großen Fenstern in Patchwork-Technik zusammengesetzt worden ist. Dadurch bekommt der Baukörper seinen besonderen Charakter. Über der Treppe, die vom ebenerdigen Boden auf den Hügel führt, sorgen die Energiesparlampen für Helligkeit auch zur späten Stunde. 

Wohnzimmer mit Gewölbe

Das Wohnzimmer greift die geologische Form des Hügels auf, indem die Decke auch hier rund gestaltet worden ist. Durch den kompletten Ausbau aus Holz konnte auf eine lokale sowie nachhaltige Produktion zurückgegriffen werden, die Teil des Konzeptes ist. Die aus dem Erdhügel herauszeigende Fensterfront sorgt für die nötige Helligkeit in dem ansonsten sehr dunklen Raum, und nimmt zugleich das bedrängende Gefühl, das bei so manchem Gast entstehen mag. Der schwarze Farbanstrich der Decke dient wohl vorrangig zur Dekoration und setzt zugleich die Deckenleuchte in Szene. 

Gästezimmer im Wohnraum

Von diesem Blickwinkel aus betrachtet, sehen wir den Wohnraum mit integriertem Gästebett. Dafür wurde ebenfalls eine Konstruktion aus Holz vorgesehen, die zusätzlich Schränke für Stauraum und Platz für die Waschmaschine bietet. Eine eher gewöhnungsbedürftige Kombination, aber der wenige Platz wurde dadurch bestmöglich genutzt. Zudem toppt dieses Haus, das Know-How und Technologie auf eindrucksvolle Weise miteinander verbindet, an sich schon alles, sodass solche Dinge zur Nebensache werden. 

Wenn ihr wissen wollt, wie man eine kleine Wohnung auch einrichten kann, dann haben wir diese Tricks für euch!

Könnt ihr euch vorstellen, so zu wohnen? 
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