Kompaktes Haus mit bezauberndem Charme

Mandy Markwordt – homify Mandy Markwordt – homify
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In Japan ist freie Fläche bekannterweise sehr begrenzt. Ein Grundstück zu bekommen, auf dem man bauen kann, ist schon ein wahrer Glücksgriff. Hat man eine Fläche ergattert, geht es darum, diese möglichst effektiv zu bebauen. Wie man ein Wohnhaus selbst auf kleiner Fläche überaus stylish und familienfreundlich gestalten kann, hat uns das Urase Architect Design Office bewiesen. Die Architekten errichteten ein Einfamilienhaus, das keine Wünsche mehr offen lässt. Hier finden die Kinder ausreichend Platz zum Toben im Garten und am Esstisch werden dann die gemeinsamen Mahlzeiten eingenommen. Doch wir wollen nicht zu viel verraten und sehen uns lieber jeden Raum einzeln an…

Die Fassade

Zuerst einmal sehen wir uns das Haus von außen an. Auf der Fotografie wird bereits deutlich, wie eingeschränkt das Grundstück von vornherein war. Die Experten entschieden sich daher für einen Bau, der in die Höhe ragt. Die Fassade wurde mit weißen, horizontalen Lamellen verkleidet. Dadurch wird das Gebäude optisch in die Breite gestreckt und das Weiß lässt es noch größer wirken. 

Allgemein ist das Design der Fassade schlicht und minimalistisch gehalten. Lediglich die Eingangstür und ein Fenster durchbrechen die Fassade und lockern das Weiß auf. Einziges herausstechendes Element ist das Vordach oberhalb der grauen Haustür. 

Die Gartenansicht

Die Bewohner scheinen die Dekoration mit Steinen zu mögen, denn sowohl im Vorgarten als auch im Garten hinter dem Haus wurden sie zur Gestaltung von Beeten und Wegen genutzt. Ein halbrunder Rasen bringt etwas frisches Grün in die Gartengestaltung, wenn auch in sehr reduzierter Form. 

Von hinten zeigt sich das Haus deutlich offener und lässt durch ein großes, bodentiefes Fenster bereits Einblicke ins Innere zu. Auf einer schmalen, an den Wohnraum anschließenden Terrasse kann man es sich dank einer Überdachung bei Sonne und Regen gemütlich machen.

Minimalistischer Wohnraum

Nun wechseln wir die Perspektive und werfen von innen einen Blick nach draußen in den Garten. Doch wer denkt schon an den Garten, wenn er diese imposante Decke sieht? Entgegen der modernen Erscheinung der Fassade richtete man den Innenraum äußerst rustikal ein. So kommt es, dass die Decke von massiven Holzbalken dominiert wird. In das Holz integrierte LEDs lassen die Balken auf charmante Weise erstrahlen und sorgen für eine behagliche Beleuchtung. 

An kälteren Tagen bleiben die raumhohen Schiebetüren mit Holzrahmen geschlossen und man nutzt den Ofen, um die Zimmer aufzuwärmen. Die Sitzmöbel wie Sofa und Sessel samt Fußablage wurden vor dem Ofen platziert, damit man die Wärme gleich direkt genießen kann.

Küche und Essbereich

Auf dieser Aufnahme befinden wir uns immer noch im gleichen Raum, denn das Wohnzimmer geht fließend in Essbereich und Küche über. Sehen wir uns hier einmal um, wird besonders deutlich, wie sehr Holz das Interieur dominiert. Sämtliches Mobiliar ist aus dem natürlichen Material gefertigt, wodurch ein einheitlicher und harmonischer Look geschaffen wird. Ein faszinierendes Detail ist das halbhohe Regalbrett auf der rechten Seite , das bereits an der Balkontür began und sich bis zur Küchenzeile zieht und mit ihr eine Einheit bildet.

Damit der rustikale Stil nicht zu altbacken wirkt, setzt man mit industriellen Elementen Highlights. Dazu zählen beispielsweise die Hängeleuchten im Industrial Style, die über dem Esstisch angebracht wurden und das Treppengeländer auf der linken Seite des Bildes.

Liebevolle Details

Die eben erwähnte Treppe hat einmal unsere genauere Aufmerksamkeit verdient. Die Holzstufen werden von schwarzen Stahlwänden eingefasst. Das Treppengeländer wurde aus dem gleichen Material gefertigt und überrascht mit einem sehr filigranen Design.  

Seitlich von der Treppe wurde ein simples Bretterregal hingestellt. Damit auch das höchste Brett problemlos erreicht werden kann, wurde eine Gleitschiene an der Decke angebracht. So kann man mit einer Leiter bequem jede gewünschte Stelle erreichen.

Materialmix in der Küche

Begeben wir uns zurück in Richtung Küche und sehen uns diese Konstruktion genauer an. Die Arbeitsfläche wurde statt mit Holz mit Edelstahl ausgestattet und ist dadurch wasserabweisender und leichter zu reinigen. Zwei schlichte Regale können zur Platzierung kleinerer Accessoires und Dekorationen genutzt werden, während man in den großen Schubladen und Fächern ausreichend Stauraum für sämtliches Küchenzubehör findet.

Außergewöhnlicher Boden

Von dem oberen Geschoss liegt uns diese eine Aufnahme vor, in der wir vom Schlafzimmer aus in den Flur blicken können. Dass es sich hierbei nicht um einen gewöhnlichen Flur handelt, erkennt man, wenn man sich den Bodenbelag etwas genauer ansieht. Der Boden wurde nämlich teilweise mit Tatami, einer Matte aus Reisstroh, ausgelegt. Da die Oberfläche sehr empfindlich ist, betritt man sie für gewöhnlich nur mit Socken oder barfuß. Tatami dient in traditionellen Haushalten als Schlafunterlage und ist häufig in Schlafzimmern zu finden. Nachts wird dann lediglich ein Futon darauf platziert und fertig ist die Schlafgelegenheit. 

Wie ihr euch zu Hause ein Schlafzimmer im japanischen Stil selbst gestalten könnt, zeigen wir euch in einem weiteren Ideenbuch.

Genau richtig oder zuviel Holz - was haltet ihr von der Einrichtung?
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