Spülmaschine oder Abwasch per Hand? 6 Fakten im Check

Nora Heinz Nora Heinz
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Wenn es um hilfreiche Küchengeräte geht, ist die moderne Spülmaschine für viele sicher die tollste Entwicklung des vergangenen Jahrhunderts. Schmutziges Geschirr und sogar Töpfe oder Backformen verschwinden in der Maschine und kommen wieder blitzblank heraus. Eine Spülmaschine in der Küche ist für viele einfach ein Muss. Es gibt aber auch so einige Fans des Abwasches per Hand. Manche finden die Tätigkeit entspannend und sie freuen sich über das sofort sichtbare Ergebnis der Arbeit. Welche Methode jeder persönlich bevorzugt, das hängt sicher stark vom Typ ab.

Wir waren neugierig und haben sechs Fakten gecheckt, um herauszufinden, was wirklich besser ist – die Spülmaschine oder der Abwasch per Hand? Stimmt es zum Beispiel, dass die Maschine immer wassersparender ist oder das Geschirr besser von Keimen befreit wird? Lest selbst!

1. Die Spülmaschine spart Wasser

Es ist wahr, dass die Spülmaschine Wasser spart. – Den meisten ist bekannt, dass der Abwasch mit der Spülmaschine Wasser spart – vorausgesetzt, die Maschine ist voll und richtig beladen. Aber auch beim Kauf der Spülmaschine lohnt sich ein Blick auf die Leistung der verschiedenen Modelle. Einige moderne Geräte benötigen im Schnitt nur 9 Liter Wasser für einen Spülgang, andere benötigen bis zu 18 Litern. Aber auch die Maschinen mit dem höheren Verbrauch sparen gegenüber der Handwäsche noch enorm. Eine Füllung des Spülbeckens fasst mindestens 20 Liter Wasser und für den Abwasch, den eine Spülmaschine schafft, benötigen wir etwa zwei Füllungen, d. h. mehr als 40 Liter! Im Check schneiden die Spülmaschinen wirklich um einiges besser ab. Nur wer sehr sparsam abwäscht, kommt an die Werte der Maschinen heran.

Aber ein Nachteil der Geräte wird oft vergessen: Die Spülmittel, die dort verwendet werden, sind aggressiver, als die Mittel für das Spülen per Hand. Die Umweltbelastung durch Tenside, chlorhaltige Desinfektions- und Bleichmittel, Phosphate und Silikate aus dem Spülmaschinenwasser ist nicht unerheblich. Wer mit der Maschine wirklich rundum ökologisch spülen will, sollte Öko-Geschirrspültabs verwenden.

2. Die Spülmaschine spart Zeit

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Wahr, aber auch nicht so viel, wie oft angenommen. – Spülmaschinen ersparen uns täglich viele Minuten Abwasch, aber auch sie erledigen nicht alles allein. Bevor die Teller in die Maschine kommen, müssen sie per Hand von grobem Schmutz befreit werden. Die Maschine muss korrekt beladen werden, damit wirklich alles sauber wird und das Befüllen als auch Entladen nimmt uns leider noch keine Technik ab. Aber auch wenn wir das Gefühl haben, mit der Spülmaschine noch viel mehr Zeit zu sparen, als es tatsächlich der Fall ist, dann ist das doch auch eine Menge Wert! Bevor jedoch starke Verschmutzungen in Pfannen und Töpfen antrocknen, während sie in der Maschine auf den nächsten Spülgang warten, sollten sie lieber gleich per Hand gewaschen oder zumindest eingeweicht werden.

3. Die Spülmaschine entfernt Keime besser

Wahr, aber nicht unbedingt notwendig. – Die meisten Spülprogramme von Spülmaschinen reinigen das Geschirr bei heißen Temperaturen um die 60°Celsius. Bei diesen Temperaturen werden die meisten Keime abgetötet. In der Bedienungsanleitung findet ihr übrigens die Programme eurer Machine mit Temperaturangaben. Beim Abwasch per Hand bekommt man die gleiche Keimfreiheit selten hin, denn für unsere Hände ist diese Temperatur zu hoch. Für das meiste Geschirr ist es allerdings egal, wenn es um die Reduktion von Keimen geht, ob es per Hand oder mit der Maschine gespült wird. Auch per Hand wird das Geschirr im Normalfall hygienisch gesehen ausreichend sauber. Die Keimreduktion der Handwäsche ist etwa mit der eines Spülmaschinenprogramms bei 40°Celsius vergleichbar. Normal verschmutztes Geschirr kann auch im Spüler ruhig bei niedrigeren Temperaturen gewaschen werden.

Geschirr, das mit rohem Fleisch oder Fisch in Kontakt war oder aus anderen Gründen besonders gut gereinigt werden muss, sollte im Spüler bei 60°Celsius gewaschen oder extra gründlich per Hand gereinigt werden. Beim Abwasch per Hand sollte besonders gut und lange mit heißem Wasser geschrubbt werden, denn die mechanische Reinigung ist zur Entfernung von Keimen viel wichtiger als eine Große Menge an Spülmittel.

Schwämme und Bürsten können selbst sehr stark mit Keimen beladen sein und sollten regelmäßig ausgetauscht oder desinfiziert werden. Was noch alles beim Frühjahrsputz gereinigt werden sollte, lest ihr in diesem Ideenbuch.

4. Die Spülmaschine entfernt Schmutz nicht ausreichend

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Falsch, außer die Maschine wurde nicht richtig bedient. – Es ist ärgerlich, wenn wir die Spülmaschine öffnen und feststellen, dass einige Dinge immer noch verschmutzt sind. Bei korrektem Gebrauch der Haushaltsgeräte kommt dies allerdings nicht vor. Sind Pfannen und Töpfe zu stark verkrustet gewesen, dann werden wir selbst per Hand nachschrubben müssen. Damit alles sauber wird, muss die Maschine auch korrekt beladen werden und jedes Geschirr gehört an den richtigen Platz. Bleiben dennoch Verschmutzungen zurück, dann solltet ihr prüfen, ob Reinigungssalz nachgefüllt werden muss. Ist das Salz alle, kann es zu einer unvollständigen Reinigung kommen.

5. Das Besteck muss man mit dem Griff nach unten spülen

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Wahr und falsch. – Wie viel man diesen Fakt auch checkt, man findet immer wieder andere Meinungen dazu. Viel wichtiger für die gründliche Reinigung des Bestecks in der Spülmaschine ist es, dass der Besteckkorb nicht überladen wird. Dann ist es auch egal, ob der Griff nach unten oder oben zeigt.

In vielen Bedienungsanleitungen ist beschrieben, dass der Griff nach unten zeigen soll. Wer allerdings beim Einräumen des Spülers schon einmal aus Versehen in eine Messerklinge gefasst hat und danach Pflaster oder Verband benötigte, oder wer kleine Kinder im Haushalt hat, die nicht immer vom Spüler fernzuhalten sind, der sollte doch ruhig aus praktischen Gründen den Griff nach oben drehen!

6. Spülmaschinen sind laut

Es kommt vor allem auf das Modell an. – Es gibt laute und leise Spülmaschinen, neuere Modelle sind auf jeden Fall leiser als alte Maschinen. In der Bedienungsanleitung befinden sich Angaben in Dezibel und beim Kauf könnt ihr auf jeden Fall nachfragen, welche Modelle zu den leisen gehören.

Wird eure Spülmaschine nach einiger Zeit immer lauter, dann kann das verschiedene Ursachen haben. Ist der Spüler nicht korrekt eingeräumt, kann es zu lauten, scheppernden Geräuschen kommen. Achtet beim nächsten Durchgang auf eine korrekte Beladung. Hört ihr oft ein lautes Gluckern, dann kann das auf eine Verstopfung hinweisen. Eine regelmäßige Reinigung des Siebs und des Abflussrohrs kann das Problem beheben. Ein weiteres Problem stellen Kalkablagerungen dar. Ist Kalk in den Leitungen, braucht der Motor mehr Kraft und wird lauter. Eine regelmäßige Entkalkung kann euer Gerät leiser machen und zudem Strom sparen. Übrigens kann es auch helfen, eine freistehende Spülmaschine zu verhüllen. Das Material von Einbaugeräten dämmt den Schall und lässt die Maschinen leiser erscheinen, als wenn sie freistehen würden.

Wer ist euer Gewinner – Spülmaschine oder der Abwasch per Hand – und warum? Wir sind gespannt! 
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