Was kann ich gegen eine hässliche Aussicht tun?

Jonas Sudberg Jonas Sudberg
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Selbst, wenn die eigene Wohnung oder das eigene Haus perfekt eingerichtet ist, kann eine hässliche Aussicht die Lebensqualität massiv einschränken: Das Wohngefühl wird durch den steten Blick auf unschöne Fassaden mitunter stark beeinträchtigt. Dieser Faktor wirkt sich deshalb nicht selten auch auf die Kauf- oder Mietpreise für Immobilien aus: Man zahlt nicht nur für die genutzte Fläche, sondern auch für die Aussicht, die sich den Bewohnern bietet.

Glücklicherweise gibt es einige Tricks, mit deren Hilfe sich eine hässliche Aussicht verschönern lässt. Attraktive Vorhänge oder bedruckte Jalousien erzeugen nicht nur im Schlafzimmer ein angenehmes Raumklima; Pflanzen lenken ebenfalls von einer unschönen Umgebung ab. Außerdem gibt es teilweise die Möglichkeit, die Umgebung der eigenen Wohnung aktiv zu gestalten: etwa durch Graffitis oder wetterfeste Poster. In diesem Artikel werden die unterschiedlichen Optionen vorgestellt.

Vorhänge anbringen

Eine der einfachsten Möglichkeiten, etwas gegen eine hässliche Aussicht zu tun, ist das Anbringen von Vorhängen. Gerade halbtransparente Stoffe lassen immer noch genügend Licht in das jeweilige Zimmer, ohne dass man permanent auf die hässlichen Häuserfassaden der Umgebung blicken muss.

Zusätzlich sind Vorhänge exzellente Mittel, um einen Raum dauerhaft zu verschönern. Kein Wunder also, dass Vorhänge schon lange nicht mehr nur im Schlafzimmer zu Hause sind: Im Wohnzimmer etwa bilden sie schöne Deko-Ergänzungen zu Teppichen, Sofas und anderen Wohntextilien. Ob klassisch-elegant, leicht-modern oder extravagant: Mit verschiedenen Materialien, Farben und Dekoren können Interior Designer ihrem Gestaltungswillen freien Lauf lassen. Legt man besonderen Wert auf Individualität, kann man übrigens auf dem Stoffmarkt nach seinen Lieblingsdekoren Ausschau halten – und sich seine ganz persönlichen Vorhänge nähen lassen.

Dekorationen für das Fenster

Wenn die Aussicht aus dem Fenster grau und trist erscheint, kann es helfen, das Bild aufzulockern: durch kleine Deko-Elemente, die den trüben Blick verschönern und ihm neues Leben einhauchen.

Ein typisches Deko-Element ist die Girlande. Aus Stoff oder Papier gefertigt, bringt sie Farbe ins Fenster – und erfreut Bewohner und Besucher durch verspielte Schönheit. Wer mag, kann solche Girlanden auch selber basteln: Im Internet werden entsprechende Bastelsets angeboten, die gerade für Familien mit Kindern interessant sind. Auch Fensterbilder erleben in jüngster Zeit eine Renaissance: Fernab von altbacken wirkenden Dekorationen bieten verschiedene Hersteller zum Beispiel moderne Scherenschnitte an, die sich perfekt in moderne Wohndesign-Konzepte eingliedern.

Auch verschiedene Aufkleber empfehlen sich für den Einsatz am Fenster: Folien oder selbstklebende Textilien ermöglichen individuelle Dekorationen für eine schönere Aussicht.

Pflanzen nutzen

Pflanzen gelten vielen Menschen als unverzichtbar, wenn es um die Wohnungseinrichtung geht: Sie bringen Natürlichkeit in die eigenen vier Wände und sorgen für ein gutes Raumklima.

Gerade, wenn man in der Wohnung oder im Haus ein Zimmer mit einer hässlichen Aussicht hat, kann die Dekoration mit Pflanzen besonders hilfreich sein. Um die Fenster und Türen drapiert, setzen Pflanzen deutliche Akzente und lenken so von der unattraktiven Außenwelt ab. Dabei wirkt die enorme Vielfalt, in der Zimmerpflanzen erhältlich sind, vorteilhaft: Für jeden Einrichtungsstil findet sich die passende Lösung.

Übrigens: Wer sich nicht zutraut, Zimmerpflanzen zu pflegen, sollte stattdessen über Kunstblumen nachdenken. In Einrichtungshäusern sind beispielsweise Kunststoffprodukte erhältlich, die einen ähnlichen Charme wie echte Blumen versprühen, aber deutlich pflegeleichter sind.

Sichtschutz durch Milchglasfolie

Ist die Aussicht so hässlich, dass man sich ihr am liebsten komplett entziehen möchte, hilft oft nur noch eins: die Milchglasfolie. Ihre opake Oberfläche sorgt dafür, dass das gewünschte Licht ins Zimmer gelangt, man aber zugleich nicht mehr von innen nach außen gucken kann – die hässliche Aussicht bleibt Bewohnern damit erspart.

Eine Milchglasfolie kann man über verschiedene Online-Händler beziehen – individuell angepasst an die konkreten Maße der betroffenen Fenster. Die Anbringung ist recht einfach, wenn man zu zweit arbeitet: Zunächst wird die Folie ausgebreitet, um sicherzustellen, dass keine Knicke vorhanden sind; anschließend entfernt man die erste Trägerfolie. Nun wird die Milchglasfolie von innen ans Fenster angebracht. Der Rakel, ein kleines Werkzeug, das mitgeliefert wird, hilft dabei, dass keine lästigen Blasen entstehen. Abschließend wird die zweite Trägerfolie entfernt.

Wer die Folie nicht selbst anbringen möchte, sollte einen lokalen Dienstleister beauftragen.

Bedruckte Rollos

Rollos sind schon seit langer Zeit eine beliebte Alternative zu Gardinen. Denn dank Digitaldruck gibt es unbegrenzte Möglichkeiten, sie zu gestalten. So hat man mittlerweile die Qual der Wahl: Neben den hunderten Designs, die im Handel erhältlich sind, kann man auch eigene Fotos und Grafiken auf sein Rollo drucken lassen. Eine hässliche Aussicht lässt sich so ganz einfach durch eine schöne Aussicht ersetzen – etwa eine Foto-Aufnahme aus dem letzten Urlaub.

Neben dem ästhetischen Mehrwert bieten Rollos eine Reihe weiterer Vorzüge. So lassen sie sich mit Blick auf die Materialien an ihre jeweilige Verwendung anpassen. Bei einer hässlichen Aussicht sind insbesondere die lichtdurchlässigen Rollos interessant: Sie lassen stimmungsvolles Sonnenlicht in den Raum, bieten aber zugleich einen effektiven Sichtschutz – nach innen und außen.

Mehr Leben durch Graffitis

Nachdem Graffitis und Street Art lange Zeit als Ausdruck von Vandalismus galten, sind sie heute in der Hochkultur angelangt: Vielen Menschen gelten sie als moderne Form der Gestaltung öffentlicher Plätze.

Wer aus seiner Wohnung auf eine graue Fassade blicken muss, kann sich deshalb überlegen, einen Graffiti- oder Street-Art-Künstler zu engagieren, um mehr Farbe in die Umgebung zu bringen. Die Möglichkeiten sind hier vielfältig: Sie reichen von abstrakten Formen über comic-artige Bilder bis hin zu fotorealistischen Darstellungen komplexer Szenen.

Wenn man nicht selbst Eigentümer der betroffenen Fassade ist, gilt es natürlich, sich mit der entsprechenden Partei abzusprechen. Andernfalls handelt es sich um Sachbeschädigung, die für den haftenden Auftraggeber sehr teuer werden kann.

Poster für Wände und Fassaden

Eine andere Variante, um Fassaden zu verschönern, sind wetterfeste Outdoor-Poster. Der Vorteil im Vergleich zum Graffiti liegt auf der Hand: Poster sind leichter zu entfernen als Wandmalereien; gefällt ein Motiv nicht mehr, kann man es außerdem ohne größeren Aufwand austauschen.

Mittlerweile gibt es diverse Anbieter, die sich auf die Herstellung von individuellen Outdoor-Postern spezialisiert haben. Hierbei sind auch sehr große Formate von bis zu fünf Metern Breite möglich. Dank spezieller Materialien und Druckverfahren bleiben die Farben über mehrere Jahre erhalten. Zumeist werden Vorrichtungen zur Anbringung der Poster mitgeliefert, so dass sie auch von Laien aufgehängt werden können. Wie bei den bedruckten Rollos, ist es auch hier möglich, Poster mit eigenen Motiven produzieren zu lassen.

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