WESTFASSADE:  Häuser von ARCHITEKTEN GECKELER

Wie berechne ich die Wohnfläche eines Hauses?

Sabine Neumann Sabine Neumann
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Habt ihr eigentlich mal nachgemessen, ob eure Wohnung wirklich so groß ist, wie im Miet- oder Kaufvertrag angegeben? Nochmal den Zollstock anzusetzen, kann sich durchaus lohnen, denn es kommt gar nicht so selten vor, dass Wohnflächen falsch berechnet werden. Welche Methoden es dafür gibt und welche Möglichkeiten ihr als Käufer beziehungsweise Mieter bei einer Falschberechnung habt, erklären wir in diesem Artikel.

Wohnraumberechnung: Mit welcher Methode?

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Zunächst einmal sei gesagt, dass es bei uns in Deutschland nicht die eine einzige allgemeingültige Berechnungsmethode zur Wohnflächenberechnung gibt. Grundsätzlich dürfen dafür verschiedene Methoden herangezogen werden, deren Ergebnisse durchaus unterschiedlich ausfallen können. Die beiden gängigsten und aktuellsten Arten sind die Berechnung der Wohnflächenverordnung (WoFlV), die seit Januar 2004 gilt, sowie die DIN-Norm 277. Beide stellen wir im Folgenden in einem kurzen Vergleich vor.

1. Wohnfläche berechnen nach DIN-Norm 277

VILLA FERCH:  Häuser von Müllers Büro
Müllers Büro

VILLA FERCH

Müllers Büro

Die Wohnflächenberechnung nach DIN-Norm 277 wird besonders gerne von Vermietern und Eigentümern angewendet, denn sie erzielt das größtmögliche Flächenergebnis. Dabei werden zum Beispiel Keller- und Abstellräume sowie Balkone und Dachschrägen vollständig miteinbezogen und voll zur Wohnfläche gezählt. Im Vergleich mit anderen Berechnungsmethoden können sich auf diese Weise vor allem für Dachgeschosswohnungen schnell deutlich mehr Quadratmeter Fläche ergeben.

2. Wohnfläche berechnen nach der Wohnflächenverordnung WoFlV

Wohnzimmer unter der Dachschräge:  Wohnzimmer von Select Living Interiors
Select Living Interiors

Wohnzimmer unter der Dachschräge

Select Living Interiors

Seit 2004 gilt die Wohnflächenverordnung (WoFlV) als Berechnungsmethode Nummer eins, auch wenn sie strenggenommen nur für den sozialen Wohnungsbau verpflichtend ist. Bei anderen Immobilien sollte stets im Kauf- beziehungsweise Mietvertrag festgehalten werden, nach welcher Methode die Wohnfläche berechnet wird. Wurde vertraglich nichts dergleichen vereinbart, nehmen Gerichte in der Regel die WoFlV als Grundlage an. Diese unterscheidet sich von der DIN-Norm 277 dadurch, dass es Sonderregelungen für Räume gibt, die nicht als Wohnraum gelten, wie zum Beispiel Wintergärten, Balkone, Dachterrassen sowie Garagen, Keller- und Abstellräume. Diese gelten dann nicht oder nur zum Teil als Wohnfläche und fließen somit auch nicht oder eben nur teilweise in die Berechnung ein. Als Sonderfall gelten auch Dachschrägen, die laut dieser Methode erst ab einer Höhe von zwei Metern vollständig in die Berechnung eingehen. Sind sie niedriger als ein Meter, werden sie gar nicht berechnet, bei allen Werten dazwischen werden 50% zur Wohnfläche dazugerechnet.

Wohnfläche falsch berechnet: Was passiert jetzt?

Grundsriss Beispiel A mit 61 m2 Wohnfläche:   von Casaplaner Modulhaus Schweiz
Casaplaner Modulhaus Schweiz

Grundsriss Beispiel A mit 61 m2 Wohnfläche

Casaplaner Modulhaus Schweiz

Egal, ob Miet- oder Kaufvertrag: Misst der Mieter beziehungsweise Käufer die Quadratmeterzahl einer Immobilie nach und sie stimmt nicht mit den Angaben im Vertrag überein, hat das rechtliche Folgen. Der Käufer kann in diesem Fall einen Teil des Kaufpreises vom Verkäufer zurückverlangen. Mieter haben (allerdings nur bei einer Abweichung von mehr als zehn Prozent) die Möglichkeit, die Miete zu mindern und auch den Betrag zurückzufordern, der in den vergangenen drei Jahren zu viel bezahlt wurde. Das Gleiche gilt für die Nebenkosten, die sich an der Größe der Wohnfläche orientieren. Auch haben Mieter das Recht, bei einer solch großen Abweichung fristlos zu kündigen. Umgekehrt dürfen Vermieter allerdings nicht nachträglich mehr Miete einfordern, wenn sich herausstellt, dass die Wohnfläche in Wirklichkeit größer ist, als im Mietvertrag festgehalten.

Habt ihr euer Zuhause schon mal nachgemessen?
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