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Günstig, aber genial: Mit dem richtigen Material beim Hausbau sparen

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Ob Neubau oder Renovierung eines bestehenden Objektes: Gerade für private Auftraggeber gibt es eine Sache, die man immer im Blick behalten sollte: die laufenden Kosten des Bauvorhabens, verbunden mit den eigenen finanziellen Möglichkeiten. Das ist auch notwendig, ist doch gerade im Hausbau die Kostenfalle ein oft auftretendes Problem. Zum Glück gibt es den Architekten, er plant den Neu- bzw. Umbau des Objektes zuverlässig und nach den Wünschen des Bauherren, betreut die Baustelle von Anfang bis zum Schluss und weiß natürlich – egal ob außen oder im Innenausbau – welche Materialien am sinnvollsten mit dem bestehenden Budget in Einklang zu bringen sind. 

Natürlich sollten die verwendeten Materialien immer den Qualitätsstandards entsprechen – trotzdem gibt es gerade hier enormes Einsparpotential! Dabei kommen natürlich auch jede Menge Fragen auf, die beantwortet werden wollen: Muss es denn wirklich der tolle Dielenboden sein, der zwar fulminant aussieht, aber auch einer der teuersten Punkte auf der Agenda ist? Reicht hier nicht auch ein Betonboden aus, der weitaus billiger ist und zudem durch seinen minimalistischen Look ein absolutes Highlight der Küche werden wird? Fragen über Fragen, die wir aus der Ferne kaum beantworten können – gerade was die Kosten angeht. Also, was machen wir jetzt? Genau, wir nennen euch einfach mal sechs Materialien, die zwar günstig in der Anschaffung sind, mit denen sich aber fast immer genauso tolle Ergebnisse erzielen lassen wie mit teuren Werkstoffen.

Zink als Dachmaterial

Fangen wir gleich oben am Haus an – dem Dach! Normalerweise denken wir jetzt an die alltäglichen Dachdeckungen wie Tonziegel oder Schindeln aus Bitumen, doch auch Metall, beispielsweise Zink, wird als Dachmaterial immer beliebter. Im Gegensatz zu klassischen Materialien leiten Metalldächer das Regenwasser nicht einfach nur ab, durch die fugenlose und teilweise verschweißte bzw. gelötete Verarbeitung der auf dem Dach verwendeten Metallbahnen sind sie absolut wasserdicht und bestechen durch ihre enorme Robustheit: Zink wird schon seit langer Zeit für Legierungen genutzt, da es einen sehr hohen Korrosionsschutz bietet, also nahezu rostfrei ist. Deshalb wird es zum Beispiel auch oftmals als Material für den Regenablauf eingesetzt: Am Haus befestigte Regenrinnen und Fallrohre sind meist aus diesem Werkstoff produziert.

Im Dachbau wird insbesondere Titanzink eingesetzt, dessen herausragendste Eigenschaft die lange Haltbarkeit und somit Witterungsbeständigkeit ist. Ein weiterer positiver Aspekt besteht in der Struktur des Materials: Zinkdächer halten viele Jahrzehnte ohne Reparaturen aus, da im Gegensatz zu mit Ziegeln oder Schindeln gedeckten Dächern ein Bruch der Elemente nahezu auszuschließen ist. In punkto Kosten sind Dachdeckungen aus Zink also an all jenen Orten von Vorteil, bei denen mit hohen Witterungsbelastungen gerechnet werden muss.

Eine Fassade aus Lehm

Einer der verbreitetsten und ältesten Baustoffe besteht aus nichts anderem als einer Mischung aus Sand, Ton und Schluff: Lehm wird schon seit Jahrtausenden für den Hausbau verwendet, in feuchtem Aggregatzustand geformt und verbaut, schafft er im getrockneten Zustand eine überaus natürliche Optik, gerade als Fassadenmaterial. Zudem ist er leicht formbar, was vor allem bei Rundungen perfekt zur Geltung kommt. Lehmfassaden haben viele Vorteile, zum Beispiel speichert Lehm die eingehende Sonnenstrahlung, hält also das Gebäude länger warm. Gleichzeitig hat er auch einen sehr vorteilhaften Einfluss auf das im Gebäude herrschende Klima – er reguliert die Luftfeuchtigkeit auf ein sehr erträgliches Maß.

Kommen wir aber zum eigentlichen Grund, weshalb Lehm in dieser Liste erscheint: die Kosten. Im Gegensatz zu Stein- oder Holzfassaden ist Lehm sehr kostengünstig, kann aber gleichzeitig bei falscher Verwendung zur Kostenfalle werden. Er ist nämlich sehr beeinflussbar durch die Witterung, sollte also deshalb nicht an wetterunbeständigen Orten zum Einsatz kommen. Zwar kann er leicht repariert werden, jedoch zehrt es schon an den Nerven, sollten diese Arbeiten jährlich durchgeführt werden müssen. Deshalb treffen wir Lehmfassaden auch mehr in südlichen, warmen Gefilden an, wo sie einen perfekten Schutz vor der heißen Sonne bieten.

Ein Boden aus poliertem Beton

Wir verkleiden uns gerne und nichts anderes machen wir auch in unserem Eigenheim. Auf den Fußboden beispielsweise verlegen wir gerne Fliesen und Parkett, Dielen oder Steinplatten, und dass obwohl der darunter liegende Beton eine genauso nutzbare Oberfläche bieten würde. Zementestrich beispielsweise besteht aus nichts anderem als Beton und einer Mischung aus Sand und Kies. Durch seine verdichtete Struktur ist er enorm belastbar und robust, gleichzeitig jedoch auch sehr pflegeleicht. Zudem lässt er sich nach der Aushärtung problemlos streichen und polieren, bei Verwendung bestimmter Lacke sollte vorher allerdings eine entsprechende Grundierung aufgetragen werden.

Das Resultat kann sich dann sehen lassen: Böden aus Beton sind vor allem bei minimalistisch designten Häusern sehr gefragt, sie kommen besonders bei modernen Bauprojekten zum Einsatz. Doch der Guss eines Betonboden will gelernt sein, sonst macht man haarstäubende Fehler. Deswegen sollte für diese Arbeit auf jeden Fall ein Bodenleger zum Einsatz kommen, er weiß was für ein optimales Ergebnis zu tun ist. Das Beste an Betonböden sind aber die Kosten: teure Bodenbeläge fallen bei dieser Bauart weg, wir haben wieder bares Geld gespart!

Trockenbauwände im Innenausbau

Nachher :   von homify
homify

Nachher

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Trockenbauwände kommt ausschließlich im Innenausbau zur Anwendung und, wie der Name schon sagt, werden sie vom Handwerker ohne den Einsatz von nassen Materialien wie zum Beispiel Mörtel verarbeitet. Erst später, wenn sie bereits eingebaut sind, werden ihre Schnittstellen verputzt und im Anschluss gestrichen. Was sie wohl einzigartig macht, ist die Vielzahl an Anwendungsmöglichkeiten: als raumtrennende Elemente, zur Verkleidung von Wänden, als abgehängte Decke oder auch für spätere Einbauten – die modulare Bauweise bietet jede Menge Freiraum und Gestaltungsoptionen.

Je nach Bearbeitung und Verwendung ist Trockenbau teilweise sogar sinnvoller als klassische Materialien wie Holz oder Stein: So sind Trockenbauelemente für gewöhnlich in sehr hohem Maße brandsicher, mit einer entsprechend verbauten Dämmschicht bieten sie auch als Wandverkleidung eine wesentlich höhere Isolation vor Kälte. Perfekt sind sie bei der Umgestaltung der Raumaufteilung in bestehenden Objekten: Wände aus Trockenbauelementen lassen sich einfach errichten und ebenso einfach wieder demontieren. Kommen wir zum Kostenfaktor, gerade hier ist das Einsparpotential im Gegensatz zu massiven Bauten enorm, denn natürlich ist zum einen das Material wesentlich billiger als Stein oder Holz, zum anderen benötigt der Handwerker wesentlich weniger Zeit für die Errichtung – wieder haben wir eine schöne Stange Geld gespart.

Der Allrounder: Spanplatten

Neubau Doppeleinfamilienhaus :  Flur & Diele von Gut Deubelbeiss Architekten AG
Gut Deubelbeiss Architekten AG

Neubau Doppeleinfamilienhaus

Gut Deubelbeiss Architekten AG

Kommen wir zum absoluten Allrounder unter den Baumaterialien, sein Name lautet OSB. Was, ihr habt den Begriff noch nie gehört? Dabei ist es so einfach! Das Oriented Structural Board ist im deutschen Sprachgebrauch nichts anderes als die allgegenwärtige und uns wohlbekannte Spanplatte! Sie ist trotz ihrer billigen Anschaffung sehr belastbar, nur vor stetiger Feuchtigkeit sollte sie geschützt werden.

Diese Platten sind – womit wir wieder bei dem Thema Kosteneinsparung wären – nicht nur in jedem Baumarkt problemlos erhältlich, sie sind zudem auch relativ billig und lassen sich trotzdem in vielfältiger Weise anwenden.Gerade im Innenausbau werden die durch Pressung von Holzspänen produzierten Platten gerne verwendet: Spanplatten kommen beim Dachausbau oder als Wandverkleidungen zum Einsatz, sind aber auch bei Verlegearbeiten praktisch, zum Beispiel wenn zum Ausgleich eine weitere Schicht zwischen dem Estrich und dem späteren Fußboden benötigt wird. Doch Vorsicht falls eine Fußbodenheizung vorhanden ist – hier sollte man lieber auf spezielle Verlegematerialien zurückgreifen.

Stahlträger geben Halt

Erweiterung eines Einfamilienhauses in Ratingen:  Küche von Oliver Keuper Architekt BDA
Oliver Keuper Architekt BDA

Erweiterung eines Einfamilienhauses in Ratingen

Oliver Keuper Architekt BDA

Kommen wir zum Schluss zu einem weiteren Baustoff, den man wohl nicht unter seiner Fachbezeichnung kennt: UPN. Dabei handelt es sich um nichts anderes als die uns wohl bekannten einfachen Stahlträger, die insbesondere in Industrieobjekten, dem Hallenbau oder in Brückenkonstruktionen vielfach anzutreffen sind. Sie sind nicht nur kostengünstig, sie haben auch eine heraussagende Eigenschaft: Stahlträger werden zum größten Teil aus Metallschrott, zum Beispiel Alteisen, produziert, schonen also schon in der Herstellung Ressourcen und schützen somit auch die Umwelt. Stahl ist somit der weltweit am meisten wiederverwendete Industriewerkstoff!

Dabei sind sie universal einsetzbar und halten auch starken Belastungen stand. In von industrieller Nutzung zu Wohnraum umfunktionierten Gebäuden sind sie zudem oft als Sichtelement verbaut und geben dem Raum eine ganz spezielle Note. Weshalb auch nicht, durch ihren klar strukturierten Look machen sie sich atmosphärisch einfach gut als Designelement.

Das waren sie, unsere sechs günstigen Materialien für den Ausbau des Hauses. Unzählige Einsatzmöglichkeiten bei geringen Anschaffungskosten – für das eingesparte Geld habt ihr sicherlich eine bessere Verwendung!

Wo seht ihr sinnvolles Einsparpotential beim Hausbau?
VIO 302 - Terrasse:  Terrasse von FingerHaus GmbH

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