Wie kann ich mir selber einen günstigen Gartenweg anlegen?

Marie Carstens Marie Carstens
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Unser Garten ist unser ganz persönliches Paradies. Gartenliebhaber haben mit Gartenarbeit ein ausgleichendes Hobby zum stressigen Arbeitsalltag gefunden. Die entspannende Wirkung der Natur und die frische Luft sind eine Wohltat für Körper und Geist und zaubern uns, besonders im Frühling, Sommer und Herbst, ein wenig Farbe ins Gesicht. Zudem erledigen wir die Arbeit mit den Händen, was nicht nur unseren Körper fit hält, sondern direkte, sichtbare Ergebnisse hervorbringt. Diese Ergebnisse werden von unserer Psyche als gelungene Arbeit aufgenommen, die mit der Ausschüttung von Glückshormonen belohnt wird – Gartenarbeit macht also glücklich! 

Eine Sitzecke im sonnigsten Teil des Gartens sowie eine schöne Terrasse laden dazu ein, mit Freunden und Familie die ersten Sonnenstrahlen zu genießen, einen leckeren Kaffee zu trinken und den Vögeln beim Singen zuzuhören. Das Frühlingserwachen des Gartens, die wunderschöne und farbenfrohe Pracht der Frühblüher sowie die langsam keimenden Knospen an Büschen und Bäumen sind der erste Vorbote des Sommers, und bereiten unser Gemüt auf lange Tage im Freien vor. Wer sich jetzt dafür entscheidet, seinen Garten etwas mehr zu strukturieren oder umzugestalten, ist in diesem Ideenbuch genau richtig. Wir wollen euch heute erklären, wie ihr günstige Gartenwege anlegen könnt und was ihr dabei beachten solltet.

Warum ein Gartenweg?

Wer sich dafür entscheidet, seinen Garten mit einem Gartenweg auszustatten, kann von vielen Vorteilen profitieren. Egal, wie groß ein Garten ist, durch die Wege wird man zum einen durch die verschiedenen Bereiche geführt, zum anderen kann man bei Wind und Wetter einen befestigten Weg nutzen und muss nicht über rutschiges, nasses Gras marschieren. Des Weiteren ist der Gartenweg ein schönes Stilmittel, mit dem wir dem Außenbereich nicht nur Struktur verleihen können, wir können ihn an unseren Geschmack anpassen und den Stil des Gartens unterstreichen. Während ein moderner Garten durch eine ausdrucksreiche Formensprache und Geradlinigkeit geprägt ist, finden wir in wilden Naturgärten geschwungene und lockere Formen. Ein Zuweg zum Haus, ein Weg zur Terrasse, der seitlich am Haus vorbei führt sowie ein Gartenweg zum Schuppen und Kompost sind nicht nur praktisch, sie spielen auch eine große Rolle für die visuelle Schönheit des Gartens. Wer andauernd über den Rasen geht, hinterlässt Spuren. Unschöne Trampelpfade und rasenlose, braune Stellen sind die Folgen, die sich negativ auf das Gesamtbild auswirken und den Garten ungepflegt erscheinen lassen.

Günstige Materialien für euren Gartenweg

Viele unterschätzen die laufenden Kosten eines Gartens, geschweige denn die Kosten für einen Gartenweg. Schöne Naturstein- oder Granitplatten sehen nicht nur sehr edel aus, sie lassen sich durch unterschiedliche Farben und Formen an die verschiedenen Gartenstile anpassen. Der große Nachteil ist jedoch, dass Gartenwege dieser Art die meisten Budgets sprengen und vorerst nicht umgesetzt werden können. Alle die ihren Garten mit viel Liebe in ein kleines Paradies verwandeln möchten, müssen jedoch nicht ihre Köpfe hängen lassen. Es gibt viele Materialien die durchaus günstiger sind, toll aussehen und sich hervorragend für die Gestaltung von Gartenwegen nutzen lassen. In Kombination mit wunderschön angelegten Beeten, tollen Pflanzen und einer traumhaften Blütenpracht könnt ihr euren Garten so in eine preiswerte Oase verwandeln, die (fast) das ganze Jahr zum Genießen der frischen Luft einlädt. Folgend möchten wir euch zwei Materialien vorstellen, die statt einer großen Rechnung eine große Wirkung erzielen.

Kies

Kies ist ein mittelhochdeutsches Wort und bedeutet sinngemäß grobkörniger, steiniger Sand. Die kleinen Steinchen sind in Deutschland als schönes Gestaltungsmittel für Gärten und Parks bekannt, da sie zum einen relativ preiswert sind und zum anderen sehr naturnah und idyllisch wirken. Eine Alternative zu Kies ist gebrochener Splitt. Dieser sieht zwar nicht so schön aus, ist jedoch etwas haltbarer als die kleinen, schönen Steinchen. Im Durchschnitt kann man mit Kosten zwischen 10 und 15 Euro pro Quadratmeter rechnen. Zum Vergleich: Günstige Pflaster- oder Betonsteine sind ab etwa 20 Euro pro Quadratmeter erhältlich.

Rindenmulch

Egal ob im Gemüse- oder Ziergarten – Rindenmulch eignet sich hervorragend als Belag für Gartenwege. Das weiche, natürliche Material besteht aus Baumrinde und ist als weicher Untergrund auf Spielplätzen beliebt. Die schöne Farbe, die schadstofffreie Zusammensetzung sowie die bodentemperaturregulierende Eigenschaft machen Rindenmulch zu einem geeigneten Gartenbaustoff. Um das Schimmeln des Mulches zu vermeiden sollte eine dünne Kiesschicht unter der Deckschicht ausgelegt werden, damit das Wasser anständig versickern kann. Wer mag, kann zwischen Kies und Mulchschicht ein wasserdurchlässiges Wurzelflies verlegen, um das Ergebnis zu perfektionieren. Ein 60 Liter Sack Rindenmulch kostet circa 3 Euro. Hiermit könnt ihr etwa einen Quadratmeter Weg bestücken. Hinzu kommt jedoch noch eine dünne Schicht Kies und, bei Bedarf, eine Rasenkante, die das Verteilen des Materials im Garten verhindert.

Wie lege ich einen Gartenweg an?

Im Grunde genommen ist es kein Hexenwerk, sich selber einen Gartenweg anzulegen. Es müssen lediglich ein paar Aspekte berücksichtigt werden, die den optimalen Erhalt, ein schönes Aussehen und eine praktische Nutzung des Weges garantieren. Der wichtigste Punkt bei der Anlegung eines Weges ist die Entwässerung. Um zu verhindern, dass der Weg bei Regen komplett unter Wasser steht und somit unbenutzbar wird, muss der Weg etwas höher als der Rasen und leicht abfällig angelegt werden. Ein Gefälle von 1-2% sowie 1-2 cm Höhenunterschied sind bereits vollkommen ausreichend. Das Wasser kann so optimal ablaufen und im Rasen versickern (wichtig: Achtet unbedingt darauf, dass das Wasser nicht in Richtung Haus abläuft!). Entfernt den Rasen oder die Bepflanzung mit einer geraden Kante und formt so die gewünschte Wegführung. Ob diese geradlinig oder geschwungen verläuft, ist dabei natürlich euch überlassen. Gleicht den Untergrund mit Erde oder Schotter aus und bringt eine etwa 2 cm dicke Kiesschicht oder eine 5 cm dicke Mulchschicht auf. Da sich der Untergrund durch die Nutzung des Weges mit der Zeit verdichtet, könnt ihr Anfangs immer etwas Material zur Hand haben, dass bei Bedarf nachgeschüttet werden kann.

Ein schöner Weg erzielt große Wirkung

Ein Gartenweg sieht umso schöner aus, wenn er zu etwas hinführt. Eine kleine Sitzecke im hinteren Teil des Gartens kann auf dieselbe Art und Weise einfach selber gebaut werden. Mit einer gemütlichen Gartenbank oder einen Sonnenliege ausgestattet, macht dieses Arrangement euren Garten zum Highlight. Natürlich könnt ihr auch einen Experten beauftragen, der die Arbeit für euch übernimmt und den Gartenweg professionell anlegt.

Würdest du einen Gartenweg aus Kies oder aus Rindenmulch in deinen Garten integrieren?
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