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Welche verschiedenen Fenstertypen gibt es?

Sabine Neumann Sabine Neumann
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Was wäre ein Haus ohne Fenster? Unvorstellbar, oder? Sie spielen eine enorm wichtige Rolle bei der Gestaltung eines jeden Gebäudes, sowohl im öffentlichen als auch im privaten Bereich. Doch Fenster ist nicht gleich Fenster. Es gibt zahlreiche verschiedene Typen, die sich sowohl in der Art ihres Öffnungsmechanismus als auch im Ort des Einbaus und nicht zuletzt in Optik und Preis voneinander unterscheiden. Auch die Art des Rahmens bildet ein Unterscheidungskriterium, auf das wir allerdings in unserem heutigen Artikel nicht näher eingehen werden. Alle Informationen zum Thema Fensterrahmen findet ihr hier.

Fenstertypen: Unterschiede beim Öffnen

Panoramafenster mit Lesebank: moderne Wohnzimmer von KitzlingerHaus GmbH & Co. KG
KitzlingerHaus GmbH & Co. KG

Panoramafenster mit Lesebank

KitzlingerHaus GmbH & Co. KG

Ein wichtiger Punkt bei der Suche nach dem perfekten Fenster ist die Frage, wie es sich öffnen lassen soll. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten, die wir im Folgenden kurz auflisten: 

- Festverglasung: Bei festverglasten Fenstern besteht keine Möglichkeit, sie zu öffnen. Diese Art eignet sich überall dort, wo man sein Fenster nicht unbedingt aufmachen will oder bei schwer zugänglichen Fenstern, zum Beispiel im Treppenhaus, im Keller, direkt neben Türen oder auch an Dachschrägen oder als Ober- und Unterlichter.

- Drehfenster: Bei Drehfenstern öffnet sich der Fensterflügel bis zu 90 Grad entweder nach links oder nach rechts. Wichtig hierbei ist es, die Öffnungsrichtung zu beachten.

- Drehkippfenster: Das Drehkippfenster ist das gängigste Fenster hierzulande. Es lässt sich sowohl zu einer Seite öffnen als auch aufkippen.

- Kippfenster: Kippfenster lassen sich nur oben aufkippen, nicht komplett öffnen.

- Klappfenster: Auch Klappfenster lassen sich nicht vollständig öffnen, sondern nur auf der unteren Rahmenseite aufklappen.

- Faltschiebefenster: Dabei handelt es sich meist um bodentiefe Terrassenfenster, welche sich über Schienen im Boden und der Decke zu einer Seite zusammenklappen lassen.

- Schwingfenster: In der Mitte des Schwingfensters befindet sich eine waagerechte Drehachse, über welche es um etwa 180 Grad geschwungen werden kann. Dieser Fenstertyp kommt vorrangig an schrägen Dachflächen zum Einsatz.

Fenstertypen: Unterschiede beim Ort des Einbaus

Badezimmer mit Panoramafenster: moderne Badezimmer von Lecke Architekten
Lecke Architekten

Badezimmer mit Panoramafenster

Lecke Architekten

Neben der Art der Öffnung ist auch der Ort des Einbaus ein wesentliches Merkmal zur Unterscheidung von Fenstertypen. Hierbei können die unterschiedlichen Fenster in drei Kategorien unterteilt werden: 

- Fassadenfenster: Wie der Name schon sagt, wird diese Art von Fenster in die Fassade integriert. Es handelt sich also um den am weitesten verbreiteten Fenstertyp.

- Dachfenster: Hier ist ebenfalls der Name Programm. Dachfenster kommen im Dach eines Hauses zum Einsatz, wobei die Art des Dachs (Flachdach, Satteldach, Pultdach etc. keine Rolle spielt). Unterschieden wird hier zwischen Dachflächenfenstern, Oberlichtern und Gaubenfenstern.

- Kellerfenster: Wie der Name bereits vermuten lässt, handelt es sich hierbei um Fenster, die im Keller installiert werden. Diese sind in der Regel kleiner, einfacher gehalten und lassen sich oft nicht öffnen.

Fenstertypen: Unterschiede in der Optik

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Wohnbereich

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Nicht nur die Art des Öffnungsmechanismus und der Ort des Einbaus spielen eine wichtige Rolle beim Thema Fenstertypen, sondern auch Unterschiede in der Optik. Einige der gängigsten und beliebtesten Fenster sind folgende:

- Bodentiefe Fenster: Bei dieser Art von Fassadenfenstern reicht die Verglasung bis zum Boden. Sie kommen oft im Erdgeschoss neben Terrassentüren zum Einsatz, aber immer öfter auch im Obergeschoss – dann mit einer Absturzsicherung versehen. Bodentiefe Fenster gibt es sowohl fest verglast als auch als Dreh-/Kippfenster oder mit Schiebefunktion. Je nach Größe und Ausstattung sind diese Fenster ab 800 Euro zu haben.

- Panoramafenster: Als Panoramafenster bezeichnet man Fassadenfenster mit einer besonders großen Fensterfläche. Diese ersetzen zum Teil ganze Wände ohne jegliche Unterbrechungen durch Quer- oder Längsstreben und bieten so einen besonders eindrucksvollen Ausblick und lichtdurchflutete Innenräume. Panoramafenster beginnen in der Regel bei einem Preis von etwa 2000 Euro.

- Rundbogenfenster: Hierbei handelt es sich um Fassadenfenster, die im oberen Bereich über einen Rundbogen verfügen. Aufgrund ihrer besonderen Bauweise waren sie früher sehr teuer und daher nur in entsprechenden historischen Gebäuden zu finden. Heute sind sie nur noch etwas kostenintensiver als herkömmliche Fassadenfenster und bereits ab 1000 Euro zu bekommen.

- Sprossenfenster: Fassadenfenster, die durch echte oder unechte Sprossen optisch unterteilt werden, nennt man Sprossenfenster. Sie vermitteln ein besonders gemütliches Ambiente und kosten in der Regel ab 800 Euro aufwärts.

- Lamellenfenster: Zu den selteneren Fenstertypen gehören Lamellenfenster. Diese bestehen aus Lamellen, die einzeln geöffnet werden können. So besteht keine Gefahr, herauszufallen. Auch hier beginnen die Preise bei 800 Euro.

- Schiebefenster: Schiebefenster, die horizontal oder vertikal verschoben werden können, sind recht preisintensiv und ab 1500 Euro zu haben.

- Dachflächenfenster: Dachflächenfenster bringen die Möglichkeit, den Innenraum über das Dach zu belüften und mit Licht zu versorgen. Je nach Größe muss man dabei pro Fenster mit ab 1200 Euro rechnen.

- Gaubenfenster: Auch Gaubenfenster werden im Dach installiert, allerdings senkrecht in der Gaube, nicht direkt in der Schräge. Dadurch sind sie in der Anschaffung günstiger (etwa ab 600 Euro).

- Dreiecksfenster: Eine besondere Optik bringen Dreiecksfenster mit sich, die ebenfalls in Gauben oder in Dachgiebeln zum Einsatz kommen und aufgrund ihrer speziellen Form ein wenig teurer sind. 1000 Euro sollte man dabei pro Fenster einkalkulieren.

- Kellerfenster: Kellerfenster sind häufig kleiner gehalten und festverglast, weshalb sie sich preislich mit um die 400 Euro eher im unteren Rahmen bewegen.

Wenn ihr gerade auf der Suche nach neuen Fenstern und den entsprechenden Fachbetrieben in diesem Bereich seid, schaut unbedingt einmal in unsere Expertenliste zum Thema.

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VIO 302 - Terrasse:  Terrasse von FingerHaus GmbH

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