In 6 Schritten zum eigenen Springbrunnen

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Während wir uns in der kalten Jahreszeit gerne in den eigenen vier Wänden verkriechen, treibt es uns bei steigender Temperaturen sofort nach draußen – der eigene Garten ruft. Doch je nachdem wie die Witterungsverhältnisse der letzten Monate waren, muss die heimische Grünanlage erst einmal fit für den Frühling gemacht werden. Um dass festzustellen hilft schon ein kleiner Blick durch das Fenster: altes Laub, ein leicht ramponiertes Beet – es wird Zeit, daran etwas zu ändern…

In diesem Moment fällt uns jedoch noch etwas anderes auf: Wollten wir nicht schon lange einmal über eine Neuanschaffung nachdenken, die unseren Garten sinnvoll aufwertet, ihm einen neuen Look verpasst, ein Örtchen zum Verweilen schafft? Ein mögliches Objekt ist schnell gefunden: ein eigener Springbrunnen im Garten! Was früher meist nur in Parkanlagen und als dekoratives Element auf öffentlichen Plätzen anzutreffen war, hat seinen Weg schon längst in die Vorgärten unserer Nation geschafft. Weshalb also auch nicht in unseren! Ein Springbrunnen ist schliesslich mehr als bloße Zierde, es ist mit seinem sanften Plätschern ein erholsamer Ort der Ruhe und Entspannung. Also los geht die Arbeit, doch einige Faktoren gibt es schon zu beachten!

1. Der optimale Ort

klassischer Garten von Unique Landscapes
Unique Landscapes

Stone Water Fountain

Unique Landscapes

Ganz am Anfang der Agenda steht natürlich die Suche nach dem perfekten Plätzchen für unser kleines Wasserspiel. Hier spielen logischerweise ästhetische Faktoren eine große Rolle, denn unsere Neuanschaffung soll den Garten sinnvoll aufwerten und nicht so platziert sein, dass der Brunnen uns in unserer Bewegungsfreiheit einschränkt oder sogar ständig behindert.  Wohin wir unser neues Dekorationselement stellen ist natürlich uns überlassen, doch von großer Begrünung sollte ein gewisser Mindestabstand eingehalten werden: Was von der Szenerie bestimmt schön und atmosphärisch rüberkommt, bedarf in solchen Fällen auch besonderer Pflege, da der Brunnen durch Bäume oder hohes Buschwerk regelmäßig mit Laub verdreckt wird und deshalb auch regelmäßig gereinigt werden muss. Verstopfungen machen einem da weniger Sorgen, Brunnenabflüsse sind normalerweise durch ein Sieb geschützt, so dass es nicht ständig durch Fremdkörper zu Störungen kommen kann. 

Auch das Thema Wasserversorgung ist zu bedenken: Moderne Springbrunnen sind zwar oftmals autark von einer stetigen Versorgung mit Frischwasser, ältere Objekte wiederum nicht immer – hier müssen möglicherweise extra Leitungen verlegt werden. Zum Glück gibt es Experten wie den Landschaftsarchitekten, er kann bei solchen Fragen sicherlich weiterhelfen!

2. Der Kauf

Ist der perfekte Platz für den Springbrunnen gefunden, dann geht es an die Auswahl des passenden Materials. Brunnen für den heimischen Garten sind in einer Vielzahl an Variationen erhältlich: Ob aus glänzendem Metall, naturbelassenem Stein oder robustem Kunststoff – für den Außenbereich deklarierte Springbrunnen sollten vor allem den Faktor der Witterungsbeständigkeit erfüllen, sonst wird aus dem Projekt schnell ein Albtraum, sollten ständige Reparaturkosten anfallen.

Kommen wir zum Kauf: Nicht jeder Springbrunnen ist gleich als komplettes Set mit allen wichtigen Bauteilen erhältlich, je nach Produkt und Händler müssen Pumpe, Reservoir & Co. extra dazu erstanden werden. Wer es also lieber individuell mag und die verschiedenen Komponenten verstärkt anhand der späteren Nutzung ausrichten will, der sollte sich ausgiebig informieren und beraten lassen: annähernd jedes Bauteil des Brunnens ist in mehreren Variationen erhältlich.

Überhaupt die Technik: Gerade durch das Wasser ist auch ein Gefahrenherd geboten – besonders in der Nähe von solchen Wasserspielen muss sehr behutsam mit elektrischen Leitungen umgegangen werden. 

3. Eine gerade Fläche schaffen

Kommen wir zum passenden Untergrund! Grundsätzlich ist es egal, ob ein Brunnen auf Stein oder Erde platziert wird. Bei sehr unbeständigem und weichem Erdreich wird jedoch eine entsprechende Unterkonstruktion – zum Beispiel durch eine Schicht massiver und robuster Steinplatten – empfohlen. Dabei sollte sollte sowohl beim Unterbau als auch dem Brunnen selbst auf die waagerechte Ausrichtung geachtet werden: Einen Springbrunnen auf einer unebenen Fläche zu platzieren macht nunmal wenig Sinn, denn Wasser gehorcht bekanntermaßen physikalischen Gesetzen und sucht sich immer den kürzesten Weg in Richtung Boden, was unter Umständen bei ungerade platzierten Objekten unschön wirkt. 

Bei ungeradem Untergrund kann die Wirkung des sprudelnden Wassers also an Flair verlieren und der Brunnen büßt einiges von seiner beruhigenden Optik ein. Zudem muss im Untergrund noch je nach Bauart des Brunnens Platz für die Technik, also Wasserreservoir und Pumpe, geschaffen werden, beides wichtige Komponenten, auf die wir am besten sofort eingehen.

4. Den Platz für den Wasserbehälter nicht vergessen!

Quellsteine: mediterraner Garten von MM NATURSTEIN GMBH

So ein Brunnen muss ja dementsprechend auch mit Wasser gespeist werden, deshalb verfügen er für gewöhnlich über einen Wasserbehälter, der sich unter dem dekorativen Objekt verbirgt. Moderne Brunnen benötigen keinen externen Wasserzulauf mehr, ihren durch Spritzer und Verdampfung schwindenden Inhalt können wir einfach mit einem regelmäßigen Eimer frischen Wassers konstant halten. Oder wir warten einfach auf den nächsten Regen, der den Behälter wieder füllt.

Doch natürlich verbraucht das Auffangbecken auch Platz, der bei der Planung nicht vergessen werden darf und beim Bau beachtet werden sollte. Hinfällig wird der Kauf eines solchen Beckens jedoch bei einer Fontäne, die in einem bereits bestehenden Gewässer wie einem Teich installiert wird. Zudem erfüllen sie hier vielfältige Aufgaben, denn sie sorgen nicht nur für eine stetige Wasserbewegung und -Umwälzung des stehenden Gewässers, sie führen dem Wasser auch wichtigen Sauerstoff zu, der den Pflanzen sowie dem Tier- und Insektenreich bei der Erhaltung der Wasserqualität hilft.

5. Die passende Pumpe

Gartenbrunnen von Gauger-Design: landhausstil Garten von Gauger-Design
Gauger-Design

Gartenbrunnen von Gauger-Design

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Je nach Höhe des Elementes und Funktion des Springbrunnens muss eine entsprechend starke Pumpe angeschafft werden. Natürlich benötigt diese Elektrizität, um überhaupt das Wasser aus den Düsen des Brunnens zu pumpen. Neben einem festen Stromanschluss gibt es im Handel inzwischen auch mit Akkus betriebene Modelle und sogar Varianten mit Solarpaneel, die ihre Akkus durch das einfallende Sonnenlicht speisen. Diese sind zwar äußerst stromsparend und umweltbewusst, jedoch ist ihre Funktion gerade an sonnenschwachen Tagen nicht garantiert. Deshalb sollten sonnengespeiste Pumpen auch nur in sehr warmen, wetterbeständigen Gebieten zum Eisatz kommen, damit eine konstante Leistung garantiert werden kann.

Gerade billige Pumpsysteme können zudem viel von der geplanten Atmosphäre verlieren, sind sie doch für gewöhnlich sehr laut bei der Arbeit und wir wollen unseren neuen Wohlfühlort ohne störende Nebengeräusche geniessen. Deswegen gilt hier: Die Arbeitsweise des Brunnens sowie das spätere Wohlbefinden hängt maßgeblich von der Qualität der eingesetzten Bauteile ab.

6. Der Aufbau

Sind Pumpe und Wasserreservoir fest und sicher vor Verrutschen eingebaut kann schlussendlich das dekorative Element aufgesetzt werden. Je nach Größe und verwendetem Material sollte das nicht ohne Hilfe geschehen, sondern auf jeden Fall eine weitere Person als Unterstützung anwesend sein – Sicherheit geht nunmal vor. Ein fester Stand ist selbstverständlich das Ziel, wackelnde oder rutschende Elemente können wir durch den Einsatz von Unterlagen entsprechend ausgleichen und so auch den Brunnen in die perfekte Waagerechte bringen.

Jetzt ist die perfekte Zeit für einen Testlauf, es sollte sowohl die ersten optischen Eindrücke und die entstehenden Geräusche beachtet werden. Spritzt die Fontäne zu inkonstant und verteilt das Wasser mehr auf die umliegende Natur als gewünscht, dann ist der Pumpdruck zu hoch eingestellt. Gegenteilig ist er mit Sicherheit zu niedrig, wenn nur ein Gluckern zu hören ist und/oder kaum Wasser aus den Düsen gepresst wird. Gerade bei neuen Springbrunnen sollte die ersten Tage verstärkt beobachtet werden, wie sie sich unter der stetigen Belastung verhalten.

7. Das passende Ambiente

Was ganz am Anfang kurz angerissen wurde, kommt hier noch einmal ausführlicher zur Sprache – das Ambiente. Ein Springbrunnen kann ein wirklich wundervolles Stilelement im Garten sein und wird zudem ein Anzugspunkt für das Tierreich - gibt es etwas Schöneres, als den heimischen Vögeln beim Trinken zuzusehen? Doch bei dem Objekt selbst muss ja nicht Schluss sein mit der Runderneuerung des Gartens. Gerade in englischen Parkanlagen dienen diese Brunnen ja oft als Mittelpunkt einer wunderschön gestalteten Landschaft.

Ein Zustand, der sich mit ein wenig naturellem Geschick als Gärtner und den entsprechenden Pflanzen aus dem Fachhandel sicher auch auf unserem Gelände umsetzen lässt – eine entsprechend kreative Ader vorausgesetzt. Doch das Ergebnis entschädigt doch für alles, ein Springbrunnen ist und bleibt einfach ein atmosphärisch enorm dichtes Stilelement. Viel Spaß beim Planen!

Plant ihr die Anschaffung eines Brunnens oder besitzt schon einen?
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