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Sonnige Momente mit einem selbstgebauten Terrassendach

Isabel Herwig Isabel Herwig
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Das Projekt Terrassendach selbst bauen ist selbst für erfahrene Heimwerker eine echte Herausforderung. Aber genau das macht die Sache doch so spannend, oder? Wichtige Fragen zum Fundament, Tragwerk und Dach liegen zwischen euch und eurer neuen, selbstgebauten Terrassenüberdachung.

Doch was bringt euch ein Terrassendach überhaupt? Lohnt sich der Aufwand? Aber hallo! Stellt euch nur einmal vor, wie ärgerlich es wäre, eine wunderschöne Terrasse vor der Tür zu haben, die aber wirklich nur bei strahlender Sonne und Wärme genutzt werden kann. Mit einem Dach schützt ihr euren Außensitzbereich vor Wind und Regen, aber auch vor sengender Hitze und Kälte. So macht ihr ihn fast ganzjährig nutzbar. 

Die einfachste Variante zum Selbstbauen besteht in einem Tragwerk aus Holz und einem Kunststoffdach. Für kompliziertere Konstruktionen aus Metall und Glas sollte man handwerklich einiges auf dem Kasten haben, oder aber einen Fachmann holen. Entscheidet ihr euch für die Do-it-Yourself-Variante haben wir hier mal zusammengefasst, was unbedingt beachtet werden muss. 

Genehmigung einholen

Entscheidend für die bauamtliche Genehmigung sind das Bundesland, in dem man lebt, ebenso das Baugebiet und die Größe des geplanten Terrassendachs. Baurechtliche Vorgaben variieren von Bundesland zu Bundesland. Erkundigt euch also am besten bei eurem zuständigen Bauamt nach den jeweiligen Regelungen. 

Dort kann man dann auch gleich herausbekommen, ob es einen räumlichen Freibetrag für das Terrassendach gibt. In Städten wie München und Berlin sind das zum Beispiel 30 m² Fläche und drei Meter Tiefe. Bleibt man beim Bau seiner Terrassenüberdachung innerhalb dieser Maße, muss man keine Genehmigung einholen. In anderen Bundesländern bzw. Baugebieten kann das aber schon wieder ganz anders aussehen. 

Auch wenn man genehmigungsfrei bauen darf, sollte man sich mit dem Bauamt in Verbindung setzen. Es gelten nämlich auch für genehmigungsfreie Bauten die öffentlich-rechtlichen Vorschriften der jeweiligen Gemeinde. Brandschutz, Gestaltungssatzung, Bebauungsplan, Schneelastgrenzen oder Denkmalrecht müssen auch berücksichtigt werden. Und auch auf den Mindestabstand zu den Nachbarn – meist drei Meter – müsst ihr achten. 

Für euer Bauvorhaben braucht ihr definitiv eine Genehmigung? Dann muss ein Antrag für eine Baugenehmigung gestellt werden. Notwendig dafür ist ein qualifizierter Entwurfsverfasser mit einer Bauvorlageberechtigung für das jeweilige Bundesland. 

Welches Fundament kommt in Frage?

Damit das Terrassendach auch wirklich Wind und Wetter trotzen kann, sollte es bombensicher stehen. Dafür braucht man das passende Fundament. 

Ein Streifenfundament überträgt die Lasten aus den aufstehenden Wänden oder Pfeilern ins Erdreich, ist aber für ein Terrassendach kaum notwendig. 

Wer eine kleine, leichte Konstruktion plant, braucht in der Regel nur einen Betonfuß. Den kann man sogar als Fertigteil im Baustoffhandel kaufen. Den Klotz kann man einfach im Boden versenken. Das kriegt jeder hin. 

Am Übergang zum Tragwerk, das meistens aus Holz ist, sind verzinkte Pfostenträger anzubringen. Die stabilisieren es und verhindern, dass das Holz mit dem Boden in Berührung kommt. Das hat einen einfachen Grund: Schutz vor Feuchtigkeit. 

Wie führe ich das Tragwerk aus?

Terrasse:  Terrasse von Visions Haus

Der erste Schritt ist schon erledigt. Euer Fundament sitzt. Jetzt muss das Tragwerk her. Dazu muss in den Betonfuß der Pfostenträger verankert werden. Zwischen Balken und Querträger sollte ein Zentimeter Luft bleiben, um wie zuvor schon beschrieben, Feuchtigkeit zu vermeiden. Achtet darauf die Pfostenträger alle in gleicher Höhe einzubetonieren.

Im Anschluss müssen die Holzpfosten eingesetzt werden. Dazu setzt man die Pfosten in den Träger und richtet sie aus. Nur noch mit Schrauben fixieren und schon steht das ganze Konstrukt erst einmal.

Da das Terrassendach ein geringes Gefälle von etwa zehn Grad benötigt, müssen die Balken jetzt an der Hauswand positioniert werden. Holz und Wand unbedingt auf einmal durchbohren.

Im Anschluss werden weitere Balken verschraubt und ausgerichtet. Zunächst muss der vordere Querbalken mit Winkeln an den Stützen angebracht werden, dann kommen die Auflegerbalken für mehr Stabilität dazu und zum Schluss wird alles mit Holzschutzlasur versehen. 

Welche Werkzeuge brauche ich?

Damit der Plan, eine Terrassenüberdachung selbst zu bauen auch in die Tat umgesetzt werden kann, müssen einige Grundvoraussetzungen erfüllt werden. 

Ein paar haben wir in diesem Ideenbuch schon genannt, andere zwar noch nicht, aber auch die liegen klar auf der Hand: Man braucht das richtige Werkzeug. 

Dazu gehören neben den Klassikern Zollstock, Wasserwaage und Winkel auch Bohrmaschinen für Holz und Beton. Ebenso sollte man als Heimwerker eine große Handkreissäge zum Schneiden der Balken zur Hand haben. Zum Setzen der Stützfüße benötigt man Maurerschnur. Hat man das alles zur Hand, kann das Abenteuer Terrassendach selbst bauen starten. 

Welche Materialien werden benötigt?

Terrassenüberdachung Ancona:  Terrasse von homify
homify

Terrassenüberdachung Ancona

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Grundsätzlich braucht man für ein klassisches Terrassendach vor allem Beton als Fundament, Holzbalken als Tragwerk und Polyester-Wellpappe oder Polycarbonat-Hohlkammerplatten für das Dach. 

Natürlich sind auch andere Konstruktionen aus Metall oder mit Glas möglich. Sie sind aber bei weitem schwerer zu errichten und sollten nur in die Hände wirklicher Fachmänner gegeben werden. 

Zusätzlich braucht man natürlich noch Holzschrauben und Winkelverbinder aus rostfreiem Edelstahl, aber auch verzinkte Pfostenträger, um die Stützbalken vom Boden zu separieren. 

Wer sich für ein Dach aus Polycarbonat-Hohlkammerplatten entscheidet, muss Mehraufwand in Kauf nehmen und die einzelnen Platten mit Dichtlippen und Unter- und Oberprofilen verbinden. Eine Überdachung aus Polyester-Wellpappe ist die bei weitem einfachere Variante. 

Diese Extras gehören auch an ein Terrassendach

Solar-Glas-Terrassenüberdachung:  Balkon, Veranda & Terrasse von Solarterrassen & Carportwerk GmbH
Solarterrassen & Carportwerk GmbH

Solar-Glas-Terrassenüberdachung

Solarterrassen & Carportwerk GmbH

Steht das Terrassendach erst einmal, ist man schnell geneigt, die Arbeitsmoral an den Nagel zu hängen und sich einen schöne Zeit unter der neuen Konstruktion zu machen. Aber ganz fertig ist man dann leider doch noch nicht. Das Terrassendach benötigt noch eine Dachrinne mit Fallrohr. 

Auch das gibt es, wie die gesamte Terrassendach-Konstruktion aus Holz und Polyester-Wellpappendach, im leicht nachzuvollziehenden Montagesatz. Mit speziellen Haltern kann die Rinne am Wellendach befestigt und im Anschluss ausgerichtet werden. Die Vorderkante der Wellplatte sollte dabei zu einem Drittel in die Rinne hineinragen. Um ein sicheres Abfließen des Regenwassers zu garantieren, werden die Rinnenhalter mit zwei bis drei Zentimetern Gefälle auf zehn Metern montiert.

Wie sieht euer Traum-Terrassendach aus?
VIO 302 - Terrasse:  Terrasse von FingerHaus GmbH

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