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Künstlerloft in Barcelona

Jessica Labbadia – homify Jessica Labbadia – homify
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Auf den Blickwinkel kommt es an! Ein Fotograf sollte sich deshalb nicht nur mit Lichtverhältnissen und Perspektiven auskennen und im richtigen Moment bereit sein, den Auslöser zu drücken, sondern auch einen ausgeprägten Sinn für Ästhetik besitzen. Habt ihr euch schon mal gefragt, wie ein Künstler wohl wohnt… ? Wir haben die Antwort gefunden! Und zwar in Barcelona – genauer gesagt in dem multikulturellen Szene-Stadtteil Raval, dessen Straßen von Palmen und hübschen Cafés gesäumt sind. Hier hat der spanische Architekt Alex Gasca eine kleine Wohnung renoviert, die sich in einem Gebäude aus dem Jahr 1860 befindet. Klein, aber fein: Die Wohnung misst gerade mal 40 Quadratmeter und besteht aus einem einzigen Raum. Die alten Strukturen wurden mit den Wänden eingerissen und entstanden ist ein luftiges, lichtdurchflutetes Apartment, das zwar auf der einen Seite sehr modern ist, auf der anderen Seite aber den Charme versprüht, den nun mal nur eine Umgebung mit Geschichte haben kann. Hier gibt es keine dunklen Zimmer und keine toten Ecken – im Gegenteil: Das Apartment öffnet sich nicht nur räumlich, sondern auch visuell und die Materialien bringen sich gegenseitig zum Glänzen. Schon auf den ersten Blick spürt man den Zauber, der durch und durch kreativen Umgebung und kann sich gut vorstellen, wie der hier lebende Fotograf in diesen vier Wänden Inspiration findet:

Freiraum

Die beste Maßnahme dieses Umbaus war es, sämtliche Innenwände zu entfernen. Dadurch wirkt der Raum nicht nur um einiges größer, sondern gleichzeitig kann auch in jede einzelne Ecke Licht dringen. Und genau das ist eine der großen Besonderheiten dieses Projekts: die gleichmäßige, natürliche Beleuchtung. Wer hier lebt, gewinnt Freiraum – muss aber auch an Rückzugsmöglichkeiten einbüßen. Den einzigen leicht abgetrennten Bereich bilden die aus Glassteinen angedeuteten Umrisse eines Badezimmers.

Bettnische

Dieser Schlafbereich ist möbeltechnisch auf das Wesentliche reduziert: ein Bett. Dieses wurde in der Mitte der Nische platziert und ist auf der einen Seite von einem Fenster, auf der anderen Seite von der Glasbausteinwand umgeben – genug Helligkeit sollte also garantiert sein. Ein weiterer Vorteil: Das Badezimmer befindet sich in unmittelbarer Nähe und auch, wenn man sich nachts noch ein Glas Wasser in der Küche holen möchte, hat man es nicht weit. In Sachen Architektur und Design prallen hier verschiedene Materialien aufeinander: Glas, Stein und Holz. Die Decke hat eine andere Struktur als der Boden und jede einzelne der drei sichtbaren Wände – bei solch einem elektrisierenden Mix braucht es auch keine weiteren Möbel.

Lebensbereiche

Diese Perspektive zeigt die sinnvolle Aufteilung des Mini-Apartments nochmal ganz deutlich: Als optische Abgrenzung teilt der längliche Glaskasten die unterschiedlichen Bereiche in Essen und Schlafen ein – alles nebeneinander und praktisch in greifbarer Nähe. Auf der rechten Seite befindet sich eine gemütliche Nische für das Bett, beleuchtet durch zwei große Fenster, und auf der linken Seite eine Küchenzeile mit Marmor-Spritzschutz und dazugehörigem Block, auf dem man sowohl Gemüse schnippeln als auch ein schnelles Frühstück mit Espresso einnehmen kann. Durch diese Aufteilung entsteht eine Art Flur, der optisch Freiraum verschafft und an dessen Ende eine Bank zum Verweilen einlädt. Das Foto wurde aus der Ecke aufgenommen, in der vermutlich das Wohnzimmer liegt.

Glaswand

Typisch Sechziger/Siebziger Jahre war die Verwendung von Glasbausteinen – nicht nur im Badezimmer. Dass die quadratischen Bausteine gerade ihr Comeback erleben, liegt vor allem daran, dass sie einen enorm wichtigen Vorteil gegenüber Wänden aus Stein haben: Sie sind lichtdurchlässig. Und im Gegensatz zu einer Glasscheibe, lässt die milchig getrübte Substanz nur Silhouetten erkennen. Dadurch eignen sich Glasbausteine hervorragend als Raumteiler, erst recht für den Sanitärbereich. Durch die Lücke zwischen der Glasbox und der Holzdecke kann Wasserdampf zudem problemlos entweichen.

Reduziertheit

Ob Waschteller oder eckiges Becken – im Trend ist, wer die Keramikschale auf einem Waschtisch präsentiert. Das hat nicht nur den praktischen Vorteil, dass sich hier der Seifenspender oder die Zahnpastatube besser platzieren lassen, sondern es auch gleich viel wohnlicher aussieht. Mehr dazu könnt ihr in dem Ideenbuch ’Moderne Waschtische’ nachlesen. Generell herrschen hier sehr klare Formen vor, was dem Loft aufgrund der Tatsache, dass es hier keine Türen gibt – noch nicht einmal im Badezimmer – optisch zu Gute kommt. Die Wand hinter dem Waschbecken wurde mit lackiertem Zement-Mörtel beschichtet und bildet das Design-Highlight des sonst absolut schlicht gehaltenen Bad-Bereiches.

Inspirationsquelle

 Küche von Alex Gasca, architects.
Alex Gasca, architects.

ESCALERA ACCESO TERRAZA

Alex Gasca, architects.

Der Fußboden aus Eichenparkett, die Wände aus Backstein und die Decke mit Holzbalken verziert – in diesem Künstlerloft treffen historische Elemente auf zeitgenössisches Design und es entsteht eine Atmosphäre, die so besonders ist, dass sie einfach nur die Kreativität anregen kann. Wohin diese Wendeltreppe aus feuerverzinktem Stahl führt? Vielleicht auf eine Terrasse… Es ist aber auch gut möglich, dass sich hier oben das Atelier des Künstlers befindet – sicherlich genauso lichtdurchflutet und inspirierend wie der Wohnbereich.

Ihr wollt mehr zum Thema Loft-Design erfahren? Dann werft einen Blick in unser Ideenbuch ’Loftideen – und wie man darin Räume schafft’.

VIO 302 - Terrasse:  Terrasse von FingerHaus GmbH

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