So sensationell hast du den Kolonialstil noch nie gesehen

Sophie Pussehl Sophie Pussehl
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In den 1980er Jahren in Jardim Europa, einem Viertel in der brasilianischen Stadt São Paulo, erbaut, wurden die Architekten von Prado Zogbi Tobar dazu beauftragt, das Haus in neuem Glanze erstrahlen zu lassen und um einen angrenzenden Bau zu erweitern. Die Bedingungen waren nahezu perfekt, denn das Wohnhaus im Kolonialstil brachte bereits eine Menge Charme mit. Während außen lediglich ein neuer Anstrich für Frische sorgte, wurde bei der Einrichtung der Innenräume auf einen modern interpretierten Kolonialstil gesetzt, der durchaus überzeugt. Doch seht selbst!

Welch schöne Begrüßung

Anmutend schön zeigt sich uns der Eingangsbereich des Hauses. Die leicht geöffnete Tür, die bereits einen ersten Blick in die Räumlichkeiten zu gewähren vermag, besticht durch ihre Transparenz mit verzierendem Muster, wobei sich diese durch ihr dunkles Holz in starkem Kontrast zu der hellen Fassade zeigt. Seinen Rahmen bekommt der Zugang durch die Früchte tragenden Kübelpflanzen in schwarzen Tongefäßen, wodurch der Eingangsbereich optimal in Szene gesetzt wird und Lust darauf macht, mehr sehen zu wollen, dem wir folgend nachkommen. 

Traumhafte Ansicht

Kneif mich mal! Das sind vermutlich die ersten Worte, die man bei diesem Anblick äußert oder überhaupt herausbekommt. Von der Rückseite offenbart sich das Haus eindrucksvoll, sodass einem nahezu der Mund offen stehen bleibt. Das Haus erstrahlt in seiner absoluten Schönheit, gezeichnet durch die liebliche Fassadengestaltung aus zwei Eingängen mit rundem Glasbogen, verspielten Wandlaternen sowie Fenstern mit Klappläden und einer Brüstung aus zierlich geschmiedetem Eisen, die die Außengestaltung maßgeblich prägen. Für Entzücken sorgt ebenso der einladende Pool sowie der angrenzende Sitzbereich, der durch seinen Kontrast aus hellen und dunklen Tönen sowie von massiven und feingliedrigen Formen besticht. Hier möchte man verweilen.

Eigenständiger Anbau

Im Gartenbereich des Hauses wurde ein zusätzlicher Bau vorgenommen, der eine freie Küche mit anschließendem Essbereich sowie einen Fitnessraum, den wir allerdings nicht zu Gesicht bekommen werden, beherbergt. Das lädt zu ausladenden Abenden mit Familie und Freunden ein, die sich zeitgleich im kühlen Nass verausgaben können, um anschließend in geselliger Runde und gemütlicher Atmosphäre die Stunden zu genießen und den Tag ausklingen zu lassen.

Blick in die offene Küche

Betrachten wir die offene Küche des Anbaus näher, fällt zunächst auf, dass diese durch Holz bestimmt wird. Holz, wenn auch in dunkler Ausführung, ist ein maßgeblicher Bestandteil des Kolonialstils. Da jedoch auf eine moderne Interpretation gesetzt wurde, entschied man sich hier wie auch im Inneren des Hauses für das natürliche Material in heller Ausführung. Dadurch wird zugleich eine leichte und freundliche Atmosphäre geschaffen, die das gesamte Erscheinungsbild des Anwesens prägt. 

Das Esszimmer

Das Esszimmer des Wohnhauses besticht durch seine stille Eleganz, der zudem überaus einladend wirkt. Im Mittelpunkt des Raumes zentriert sich der großflächige Tisch aus dunkelbraunem Holz, der für zehn Personen Platz bietet. Im Hintergrund sorgen zierliche Blumenarrangements sowie edles Kristallglas auf einer Anrichte aus feinstem Marmor für farbliche Akzente sowie für eine schöne Dekoration. Somit lässt es sich hier vornehm speisen. An das Esszimmer schließt unmittelbar das Wohnzimmer an, das durch Schiebetüren separiert werden kann. 

Klassisch-elegantes Wohnen

Kommen wir nun zum Wohnzimmer im klassisch-eleganten Stil, der vor allem durch helle Töne wie Creme und Beige besticht, was wir in dem Mobiliar, den Textilien sowie der Wandgestaltung wiederfinden. Dabei wird vorwiegend auf natürliche Materialien wie Leinen und Baumwolle gesetzt, die charakteristisch für den Kolonialstil sind. Abgerundet wird die Farbgebung durch Elemente aus dunkelbraunem Holz, die an Sessel und Hocker den Rahmen bilden. Vasen mit frischen Blumen sowie Karaffen, kleine Skulpturen und Gemälde runden die stilvolle Einrichtung ab. 

Das Schlafgemach

Das Schlafzimmer wurde so eingerichtet, wie es das Wort auch in seiner Grundbedeutung wiedergibt: ein Zimmer zum Schlafen. Das bedeutet, raumeinnehmende Kleiderschränke suchen wir hier vergebens, allein auf die Erholung kommt es an. Dafür wurde das Bett als elementares Mobiliar in die Mitte des Raumes platziert. Holz als Material wurde auch hier eingesetzt, wie wir es an der Rückwand des Bettes vorfinden. Im gleichen Farbton zeigt sich die Bettbank, die den farblich in Beige- und Cremetönen gehaltenen Liegebereich den optimalen Rahmen gibt. Besonders sind auch die Nachtlichter, die nicht wie gewohnt, auf dem Nachttisch stehen, sondern an die Decke angebracht worden sind. Mit dem flexiblen Stellsystem, können sie so nach Belieben Licht setzen. 

Weitere Ideen für cremefarbene Schlafzimmer findet ihr hier

Heimkino

Sogar mit einem Heimkino trumpft das Wohnhaus auf. Damit werden dieser Residenz eindeutig moderne Züge eingehaucht. Die Sofalandschaft lädt gerade dazu ein, es sich darauf bequem zu machen. Das Material Holz wurde auch hier in die Gestaltung einbezogen und als Wandverkleidung in Form von Lamellen verarbeitet, wodurch eine ruhige Umgebung für den Bildschirm geschaffen wird. Die indirekte Beleuchtung ist ein weiteres Merkmal, das den modernen Charakter dieser Räumlichkeit zusätzlich unterstreicht. 

Welcher Bereich des Hauses hat euch zum Schwärmen gebracht? Verratet es uns gerne in einem Kommentar!
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