Effizient heizen mit Elektroheizungen: Alles, was ihr wissen müsst

Sabine Neumann Sabine Neumann
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Wer es bei kühlen Temperaturen zu Hause wohlig warm haben möchte, muss dafür nicht immer eine teuer und aufwändig installierte Zentralheizung einbauen. Gerade in modernen, gut gedämmten Häusern kommt immer öfter eine spannende Alternative zum Einsatz: Die Elektroheizung, deren Wärme sich so angenehm verbreitet wie bei einem Kachelofen. Wir erklären euch heute, wie eine solche Heizung funktioniert, welche Vor- und Nachteile sie mitbringt, welche Kosten anfallen und was es zu beachten gibt, wenn man vorhat, elektrische Heizkörper zu installieren. Hier findet ihr weiterführende Informationen und jede Menge zusätzliche Inspiration zum Thema.

Welche Arten von Elektroheizungen gibt es?

Wie bei anderen Heizungsarten leitet sich auch bei der Elektroheizung die Bezeichnung vom Energieträger ab, der dabei zum Einsatz kommt. Die Elektroheizung wandelt elektrischen Strom in Wärme um, was auf indirektem oder direktem Wege passieren kann. Es gibt unterschiedliche Arten von Elektroheizungen, die verschiedene Vor- und Nachteile mit sich bringen und sich für verschiedene Zwecke am besten eignen. Wir schauen uns im Folgenden die Infrarotheizung, den Infrarot-Heizlüfter und die elektrische Fußbodenheizung ein wenig genauer an.

Wie funktioniert eine Infrarotheizung?

Wie der Name bereits vermuten lässt, heizt eine Infrarotheizung mit Infrarotstrahlen. Dabei handelt es sich um elektromagnetische Wellen, die aufgrund ihrer längeren Wellenlänge nicht vom menschlichen Auge wahrgenommen werden können. Das Besondere: Diese Wellen geben ihre Energie in Form von Wärme ab, was sich die Infrarotheizung zu Nutze macht. Die Erwärmung findet dabei nicht über die Luft statt, wie bei herkömmlichen Heizungen, sondern indem die angestrahlten Flächen erwärmt werden, die die Wärmestrahlung aufnehmen und anschließend wieder abgeben. Es findet ein Strahlungsaustausch statt, der dafür sorgt, dass sämtliche Körper in einem Raum gleichmäßig erwärmt werden. Wichtig: Die Strahlung, die von einer solchen Heizung ausgeht, ist nicht gesundheitsgefährdend.

Vor- und Nachteile einer Infrarotheizung

Wie jede Art des Heizens bringt auch die Infrarotheizung sowohl Vor- als auch Nachteile mit sich. Der größte Nachteil sind wohl die hohen Betriebskosten, da mit dem Betreiben einer solchen Elektroheizung Stromverbrauch einhergeht, was in der Regel teurer ist als ein Heizsystem, das mit Gas, Öl oder Pellets funktioniert. Wichtig ist auf jeden Fall ein guter Dämmzustand des Hauses. Für einen schlecht isolierten Altbau eignet sich eine Elektroheizung wie die Infrarotheizung also eher weniger. Die Vorteile einer solchen Heizung: Es entsteht keine Brandgefahr, es ergibt sich kein Wartungsaufwand und elektrische Heizkörper punkten mit einer langen Lebensdauer sowie niedrigen Anschaffungskosten. Beim Heizen entsteht weder Staub noch Schmutz und das Heizsystem kann über ökologischen Strom aus einer Solaranlage betrieben werden. Darüber hinaus sind Infrarotheizungen äußerst einfach zu installieren, platzsparend und können aufgrund ihres vielseitigen, modernen Designs als stylishe Deko Objekte dienen, die sich in jeden Einrichtungsstil nahtlos und unauffällig einfügen.

Was kostet eine Infrarotheizung?

Geht es um die Kosten einer Infrarotheizung oder einer Elektro Heizung im Allgemeinen, werden meist die vermeintlich hohen Heizkosten aufgeführt, die durch den Stromverbrauch entstehen. Bei einem schlecht gedämmten Altbau ist dies in vielen Fällen Fakt, aber bei modernen Neubauten, die über eine entsprechend gute Dämmung verfügen und zusätzlich vielleicht auch noch über eine eigene Photovoltaikanlage, kann sich der Einsatz einer Infrarotheizung durchaus finanziell lohnen, da keinerlei Wartungskosten anfallen und die Anschaffungskosten niedrig sind. Aber mit welchen Kosten muss man bei Infrarotheizungen denn konkret rechnen? Generell gilt, dass man pro Quadratmeter Raum in etwa 50 bis 100 Watt Heizleistung benötigt. In einer 50 qm großen Dreizimmerwohnung kommen in der Regel vier bis fünf Heizkörper à 1000 Watt zum Einsatz, die in der Anschaffung in etwa 2000 bis 4000 Euro kosten. Bei einer Heizleistung von 1440 kWh pro Jahr ergeben sich jährliche Heizkosten von etwa 300 Euro pro Heizkörper, also 1500 Euro insgesamt.

Wie funktioniert ein Infrarot-Heizstrahler?

Eine weitere Möglichkeit, elektrisch zu heizen, stellt der Infrarot-Heizstrahler dar, der aus einem Infrarot-Heizstab und einem Reflektorgehäuse besteht. Wie bei der Infrarotheizung wird auch hier Wärme in Form von Infrarotstrahlen erzeugt und somit nicht die Luft, sondern die Körper im Raum erwärmt. Gegenüber der Infrarotheizung besteht der Nachteil bei einem solchen Heizstrahler darin, dass er nicht als Designelement in die Einrichtung integriert werden kann, da er direkt als technisches Gerät zu erkennen ist. Darüber hinaus erzeugt er punktuell mehr Hitze und findet daher hauptsächlich als Zusatz- oder Bedarfsheizung Anwendung, zum Beispiel als Badstrahler oder Wärmequelle über dem Wickeltisch, aber auch auf Heizstrahler auf dem Balkon oder der Terrasse. Ein Infrarot-Heizstrahler kann entweder an der Wand oder an der Decke montiert werden oder mobil auf einem Stativ zum Einsatz kommen. Seine Vorteile gleichen – abgesehen vom Design – denen einer Infrarotheizung. Er liefert Wärme auf Knopfdruck, lässt sich per Thermostat flexibel regeln, sorgt für ein gesundes Raumklima, ist preisgünstig in der Anschaffung und platzsparend und lässt sich darüber hinaus einfach installieren.

Die elektrische Fußbodenheizung

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Eine weitere Version elektrischer Heizungen ist die Elektrofußbodenheizung, die für angenehme Fußwärme sorgt und als besonders komfortabel empfunden wird. Aus Kostengründen wird in vielen Fällen allerdings nicht die gesamte Wohnung mit einer elektrischen Fußbodenheizung beheizt, sondern nur Aufenthaltsbereiche wie das Wohn- und Esszimmer und das Bad, sodass sich die Stromkosten für diese Art der Komfort-Zusatzheizung in Grenzen halten. Der große Nachteil an Fußbodenheizungen ist der Aufwand des Einbaus. Es ist eine gute Unterdämmung und ein sorgfältiger Fußbodenaufbau notwendig, damit die erzeugte Wärme nicht nach unten entweichen kann.

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