Was ist ein Boxspringbett und was sollten Sie beim Kauf beachten?

Svenja Nehmet Svenja Nehmet
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Betten sind nicht nur eine Frage des Komforts, sondern in vielen Haushalten auch des Stils. Boxspringbetten bestehen aus einem variablen Gesamtkonzept und gelten als praktische und komfortable All-in-one-Systeme. Sie wirken massiver, nutzen den bodennahen Raum und versprühen das Ambiente einer gemütlichen Ruhestätte, die auch abseits der Schlafenszeit eine prima Gelegenheit zur Entspannung bietet. Außerdem lassen Boxspringbetten sich beim Kauf mit teils mit individuellen Materialien, Überzügen und Sonderausstattungen bestücken.


Boxspringbetten – was im Vergleich zum traditionellen Bett auszeichnet

Äußerlich unterscheidet sich das Boxspringbett vom traditionellen Bettgestell mit Lattenrost. Sie bestehen aus mehreren Lagen unterschiedlicher Materialien und wirken gesamtheitlich auf den Betrachter wie eine große Box – wie deren Bezeichnung es bereits andeutet. Das Konzept ist allerdings keinesfalls starr oder ästhetisch plump: Sie können bei der Auswahl entsprechend Ihrer Vorlieben jederzeit Anpassungen vornehmen. Ein eigenes Boxspringbett konfigurieren – das geht dank übersichtlicher Auswahlkriterien  kinderleicht von Hand und führt die variantenreichen Möglichkeiten nochmals kompakt und klar vor.


Doch worauf ist bei der Suche nach dem geeigneten Produkt überhaupt zu achten? Nur wenn Sie die Unterschiede, den Aufbau und Vorzüge gegenüber dem klassischen Bettgestell verinnerlichen, dann können Sie beim Kauf das Bett auf Ihre Bedürfnisse gezielt abstimmen. Folgende Vorteile bieten die Boxspringbetten allgemein:

- Kombination aus Boden und Matratze stützt Körper hervorragend

- Topper lassen individuelle Ausrichtung des Liegekomforts zu

- All-in-one-System passt zu jedem Schlaftyp

- viele Farbangebote

- robuste Bauart und lange Haltbarkeit

- atmungsaktiv und geeignet für schwitzende Personen

- zusätzlicher Stauraum je nach Modell

- flache oder verstellbare Varianten

- komfortable Einstiegshöhe

Das Untergestell als zentrale Basis

Das Untergestell bildet die Basis der kompletten Box. Holz oder Metall sind dabei Grundlage für den Rahmen, der im inneren mit Bonell- oder Tonnentaschenfedern ausgekleidet ist. Abhängig von dieser Grundausstattung passt sich das Bett später der darauf liegenden Person an. 

Tonnentaschenfedern – oder doch Bonellfedern?

Dieses Federkonstrukt besteht aus vielen kleinen und voneinander in Taschen isolierten Federn. Sie operieren unabhängig voneinander und reagieren auf lokale Druckstellen der Matratze. Bonellfedern bilden hingegen ein einheitlich agierendes Gesamtkonstrukt. Ein zusätzliches Drahtgerüst verbindet die einzelnen Elemente miteinander. Dadurch verteilt sich die Gewichtslast auf den Federn gleichmäßiger. Dies führt zu unterschiedlicher Wahrnehmung in Sachen Liegekomfort. Häufig liegen hochwertigere Tonnentaschenfedern in diesem Punkt klar vorn. Grund dafür ist ein allgemein verbesserter Auftrieb und die verbesserte Stabilität dieses Federtyps.

Motorisierte Varianten

Während viele Lattenroste bei normalen Betten über ein per Hand einstellbaren Kopfteil verfügen, verzichten viele Boxspringbetten auf eine solche Mechanik. Aus diesem Grund sind die meisten Betten dieser Familie flach gehalten. Auf Wunsch gibt es aber Ausstattungen mit Motor, um das gesamte Bett in eine völlig andere Lage zu heben. Kopf und Fußteil sind oft unabhängig voneinander einstellbar. Mit entsprechender Neuausrichtung lässt es sich gemütlicher Fernsehen oder Zeitschriften lesen – aber auch für Menschen mit körperlichen Beschwerden bleibt die Fähigkeit zur individuellen Anpassung eine bemerkenswerte und attraktive Eigenschaft.

Die richtige Höhe bestimmen

Zu hoch oder doch zu niedrig? Boxspringbetten sind Komplettsysteme und setzen sich aus mehreren aufeinander liegenden Bereichen zusammen. Die Höhe lässt sich im Nachhinein nicht verändern. Achten Sie daher beim Kauf auf eine geeignete Zusammenstellung bezüglich dieses Punktes. Eine dezente Möglichkeit der Anpassung bleibt der Austausch der tragenden Füße gegen größere oder kleinere Ersatzstücke.

Bettkasten – mehr Platz in beengten Räumlichkeiten

Betten nehmen in Schlafzimmer eine beträchtliche Fläche ein. Vor allem in kleinen Wohnungen ist Platz jedoch ein rares Gut. Boxspringbetten mit befüllbarem Bettkasten erlauben die Unterbringung zahlreicher Gegenstände und nutzen den vorhandenen Platz so optimal aus.

Die Matratze

Als zweite Schicht und mittiges Element eines Boxspringbettes gilt die Matratze. Üblicherweise stützen diese zusätzlich den Körper mithilfe von Taschenfederkernen und setzen darüber hinaus auf unterschiedliche Abdeckungen aus den gängigen Materialien wie Viscoschaum, Kaltschaumstoff aber auch Latex. Je nach Schlaftyp und Gewicht bringen diese unterschiedlichen Vorzüge mit sich:

- Latex gilt als sehr hygienische, punktelastische aber auch recht schwere Variante

- Kaltschaum ist stabil, leicht und zudem atmungsaktiv

- Viscoschaum passt sich optimal an, benötigt aber Zeit für diesen Prozess

Es existieren noch weitere Varianten bei der Matratzenauswahl – diese gehören nur zu den gängigsten Abdeckungen. Liegezonen optimieren Stützfunktion gezielt in bestimmten Regionen des Körpers und sind für unterschiedliche Schlaftypen ausgelegt. Bauch, Seite oder Rücken – jeder benötigt dafür eine besonders gestützte Liegezone für bestmöglichen Komfort. Dauerhaft schützen diese vor zu tiefem Einsacken und halten die Wirbelsäule in einer gesunden Position – damit morgens keine Verspannungen oder Rückenschmerzen entstehen. Oft sind diese kritischen Bereiche in fünf, sieben oder neun Bereiche eingeteilt. Achten Sie also genau auf etwaige Angaben und gleichen Sie ab, ob diese mit ihren Schlafgewohnheiten einhergehen.

Gewicht, Statur und Härtegrad berücksichtigen

Zwar kein Unterschied zum herkömmlichen Bett, aber dennoch beim Kauf ein extrem wichtiger Punkt: Der Härtegrad und das Eigengewicht des Anwenders. Zwar ist der Härtegrad ein teils individueller Faktor je nach bevorzugtem Schlafgefühl, doch eine Einteilung von H1 (weich) bis H5 (hart) abhängig vom Körpergewicht hilft Ihnen bei der groben Auswahl geeigneter Modelle. Wer auf dem Bauch ruht, liegt im Vergleich zu reinen Rückenschläfern auf einer härteren Matratze besser. Auch Körperform, Körpergröße sowie das Gewicht haben Einfluss auf diesen wichtigen Punkt – ein komplexes Thema. Am besten hilft hier in der Praxis das Probeliegen in örtlichen Geschäften, um ein Gefühl für die Härtegrade zu bekommen. 

Topper rundet das Konzept ab

Ein Topper ist deutlich dünner als die Hauptmatratze und dient als oberste Auflage des Boxspringbetts. Auf ihm ruht der Körper und hat stets direkten Kontakt zum Schlafenden. Außerdem schützt er das Boxsystem vor Verunreinigungen. Der Topper lässt sich beziehen und zudem deutlich leichter säubern als die darunter befindlichen Elemente. Je nach persönlicher Vorliebe stehen hier ebenfalls unterschiedliche Varianten zur Wahl: Taschenfedern, Naturlatex, Visco- oder Kaltschaum sind nur einige der verfügbaren Angebote. Übrigens: Verstellbare Betten benötigen einen sogenannten Split-Topper. Dieser verfügt über klar abgetrennte Zonen für Kopf, Körper und Fuß und passt sich auf diesem Weg einer neuen Ausrichtung stets optimal an.

Kopf- und Fußenden definieren den Stil

Die Enden zum Kopf und am Fuß dienen in erster Linie als Abschluss des Bettkastens und besitzen eine markante Wirkung in puncto Design. Deren Gestaltung besitzt maßgeblichen Einfluss den äußerlichen Eindruck und Stil. Moderne oder klassische Elemente, aber auch simple oder verspielte Ausführungen – für viele Geschmacksrichtungen bieten Hersteller unterschiedliche Konzepte an. Spezielle Fußteile sind nicht bei jedem Boxspringbett dabei und gehören zur optionalen Ausstattung. Diese können allerdings mit komfortablen Zusatzfunktionen wie eine Abstellfläche für kleinere TVs mit eingebautem TV-Lift punkten.

Fazit

Boxspringbetten sind mehr als nur leichte Variationen klassischer Bettgestelle. Sie erleichtern den Ein- und Ausstieg, gelten als besonders angenehm und bieten optisch einen großen Gestaltungsspielraum. Dank einer großen Auswahl an Farbüberzügen, Stoffen und Materialien lassen sie sich recht genau an die eigenen Wunschvorstellungen anpassen. Außerdem spricht für Sie eine erhöhte Lebensdauer und bei kleineren Wohnungen platzsparende Konzepte mit praktischen Bettkästen.

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