Wohnungssuche: Unterschiede zwischen Stadt und Land

Christine Bauer Christine Bauer
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Eine passende Wohnung zu finden, kann eine knifflige Angelegenheit sein. Vor allem in größeren Städten oder beliebten (Urlaubs-) Regionen ist das sogar eine regelrechte Herausforderung. Demgegenüber gibt es noch Landstriche in Deutschland, wo ihr nicht nur schnell, sondern auch günstig eine Wohnung findet, vielleicht sogar ein ganzes Haus. Falls ihr also noch überlegt, ob ihr die nächste Wohnungssuche lieber in der Stadt oder auf dem Land startet – oder falls ihr grundsätzlich wissen wollt, welche Unterschiede es dabei gibt – hilft euch der folgende Vergleich weiter. 

Unterschiede im Wohnungsangebot 

Stadt oder Land? Bei dieser Frage handelt es sich um eine Grundsatzentscheidung, die jeder früher oder später treffen muss, vielleicht sogar mehrmals im Leben. Während jüngere Leute, beispielsweise Studierende, oft noch das aufregende Stadtleben bevorzugen, zieht es zahlreiche Personen mit steigendem Lebensalter auf das Land: Damit ihre Kinder dort aufwachsen können, aus finanziellen Gründen oder einfach der Ruhe wegen. Lange Zeit war ein solcher Umzug in eine ländliche Region aber mit einem großen Umbruch im Leben verbunden. Oft war ein Jobwechsel notwendig und die Suche nach einer Arbeitsstelle gestaltete sich je nach Branche schwierig. Mittlerweile lässt sich diesbezüglich aber ein Wandel erkennen, denn durch moderne Arbeitsmodelle wie das Homeoffice genießen Arbeitnehmer mehr Flexibilität bei der Wahl ihres Wohnortes, und zwar ohne den Arbeitgeber wechseln zu müssen. Immer mehr Leute können die Frage, ob sie lieber in der Stadt oder auf dem Land wohnen möchten, daher jetzt neu, eben unabhängiger, beantworten. 

Schlussendlich müsst ihr selbst entscheiden, was am besten zu euch, vielleicht auch eurem Partner oder eurer Partnerin und euren Kindern passt. Bei dieser Entscheidung spielen also viele verschiedene Faktoren eine Rolle und ein pauschales „Richtig“ oder „Falsch“ gibt es nicht. Wie bereits erwähnt, sind die finanziellen Punkte dabei aber für viele Menschen ein wichtiges Argument, denn Wohnraum wird in zahlreichen größeren Städten zunehmend knapp – vor allem bezahlbarer Wohnraum. Wenn ihr also nicht zu den Besserverdienern gehört, die überdurchschnittliche Preise für eine Miet- oder Eigentumswohnung zahlen können, ist das Land vielleicht die bessere Alternative. Das gilt ebenso, wenn ihr solche Preise schlichtweg nicht zahlen wollt oder euch im Allgemeinen mehr für das Landleben begeistert. 

Die steigenden Immobilienpreise, vor allem in Großstädten, hatten in den vergangenen Jahren mehrere Gründe. Einerseits hat die Nachfrage das Angebot überstiegen. Andererseits waren Immobilien eine beliebte Kapitalanlage in Niedrigzinszeiten. Je flexibler jedoch die Arbeitsmodelle werden, desto mehr Menschen entscheiden sich dafür, das städtische Umfeld zu verlassen. Eine Entspannung der Kauf- und Mietpreise für Immobilien könnte in einigen Regionen die Folge sein. Wirklich günstig wird es sich in der Stadt aber niemals leben lassen, zumindest nicht im Vergleich zum Land. Dafür bleibt die Nachfrage nach Wohnraum in der Stadt schlichtweg auch in Zukunft zu hoch, schließlich gibt es ebenso viele Menschen, die aufgrund ihres Studiums, ihres Arbeitsplatzes oder anderer Gründe örtlich nicht flexibel sind – oder die bewusst in der Stadt leben wollen. Besonders betroffen vom Wohnraummangel sind in Deutschland zum Beispiel:

⦁ Berlin

⦁ Düsseldorf

⦁ Frankfurt

⦁ Hamburg

⦁ Köln

⦁ München oder

⦁ Stuttgart

Aber auch einige kleinere Städte verzeichnen überdurchschnittliche Immobilienpreise, wenn sie sich aus anderen Gründen großer Beliebtheit erfreuen, beispielsweise als Studentenstadt. Demgegenüber gibt es Landstriche in Deutschland, in denen es einen regelrechten Bevölkerungsschwund gibt. Dieser liegt im demografischen Wandel begründet, sprich es gibt immer weniger junge Leute und diese ziehen – aus den genannten Gründen – vermehrt in urbane Gebiete. In einigen ländlichen Regionen stehen daher zahlreiche Wohnungen oder Häuser leer. Das bedeutet nicht nur eine große Auswahl bei der Wohnungssuche, sondern erheblich geringere Miet- sowie Kaufpreise. Wer sich in der Stadt den Traum vom Eigenheim nicht erfüllen kann, für den wird dieser also vielleicht auf dem Land realistisch. Ausgenommen von dieser Entwicklung sind jedoch beliebte Urlaubsregionen, in denen auch auf dem Land die Immobilienpreise teilweise stark gestiegen sind und sich ein ähnliches Preisniveau zu jenem der Großstädte entwickelt hat. Ebenso gibt es zwischen verschiedenen Städten mitunter große Preisunterschiede. Wenn ihr überlegt, ob ihr lieber in der Stadt oder auf dem Land wohnen möchtet, kommt es also auch auf den konkreten Ort an. 

Unterschiede in den Mietpreisen

Exakte Mietpreise könnt ihr im Detail also immer nur für eine gewisse Region beziehungsweise Stadt recherchieren. Dennoch ist es interessant, die Unterschiede zwischen Stadt und Land einmal in Zahlen zu beziffern – zumindest grob: In der teuersten Stadt Deutschlands, nämlich in München, müsst ihr durchschnittlich 20,32 Euro Miete pro Quadratmeter bezahlen. Zum Vergleich werden in Chemnitz nur durchschnittlich 5,05 Euro pro Quadratmeter fällig. Auch zwischen den Städten sowie zwischen West- und Ostdeutschland gibt es demnach erheblich Preisgefälle, wie vorab erwähnt. Was aber kostet Wohnraum auf dem Land? Tatsächlich liegen die Mieten oft schon bis zu 50 Prozent unter jenen der Großstädte, wenn ihr nur einige Kilometer von der Stadtgrenze entfernt wohnt. In Brandenburg zahlt ihr beispielsweise nur rund 6,50 bis 8,00 Euro pro Quadratmeter anstelle von 15,08 Euro im Berliner Durchschnitt. Noch günstiger wird es, je weiter ihr euch von einer größeren Stadt entfernt, eben abhängig von der Attraktivität der jeweiligen Region.

Dennoch lässt sich nicht per se sagen, dass das Landleben viel günstiger sei als jenes in der Stadt. Je nach individueller Lebenssituation können nämlich zusätzliche Kosten auf euch zukommen, die ihr in euren Vorüberlegungen einkalkulieren müsst. Dazu gehören beispielsweise Mobilitätskosten: Meist könnt ihr auf dem Land nicht, wie in der Stadt, auf ein eigenes Auto verzichten oder ihr müsst weite Pendlerwege zum Arbeitsplatz auf euch nehmen. Zudem lässt sich seit einiger Zeit auch auf dem Land ein Anstieg der Immobilienpreise beobachten. Wenn ihr aus finanziellen Gründen in eine ländliche Region ziehen wollt, solltet ihr daher schnell sein und die genaue Region mit Sorgfalt auswählen. Dann sind durchaus (noch) große Ersparnisse möglich. 

Unterschiede in der Erwartungshaltung

Falls ihr also dachtet, auf dem Land gebe es Wohnraum zu Schnäppchenpreisen, werden diese Erwartungen unter Umständen enttäuscht. Dennoch könnt ihr euch in vielen ländlichen Regionen noch für dasselbe Geld mehr Wohnraum leisten – oder vergleichbaren Wohnraum wie jenen in der Stadt zu günstigeren Preisen. Ihr bekommt also schlichtweg mehr für euer Geld. Vor allem Familien mit Kindern entscheiden sich daher häufig für den Umzug auf das Land, um mehr Platz zu und vielleicht sogar einen eigenen Garten zu haben. Einige Familien können sich in ländlichen Regionen sogar ein ganzes Haus zur Miete oder zum Kauf leisten, obwohl das Geld in der Stadt nur für eine kleine Wohnung reichte. Prinzipiell dürft ihr auf dem Land also durchaus mehr erwarten, wenn es um die Größe der neuen Wohnung geht.

Den Luxus betreffend, sind auf dem Land aber oft Abstriche notwendig. Wo die Nachfrage nach Wohnraum gering ist, gibt es schließlich auch kaum Anreize für Neubauten. Viele Objekte, die auf dem Land vermietet oder verkauft werden, sind daher mehrere Jahrzehnte, vielleicht sogar einige Jahrhunderte alt. Manche von ihnen stehen unter Denkmalschutz, andere wurden im Laufe der Zeit mehrmals renoviert. Trotzdem sind sie oft weniger modern als ein städtischer Neubau. Wenn ihr also großen Wert auf Annehmlichkeiten wie eine Fußbodenheizung oder eine Solaranlage auf dem Dach legt, müsst ihr beim Kauf von Wohnraum auf dem Land oft selbst modernisieren. Könnt oder wollt ihr hingegen nur mieten, sind eure Möglichkeiten diesbezüglich begrenzt. 

In der Stadt ist euch diesbezüglich deutlich mehr Auswahl geboten. Dort gibt es Wohnraum für jeden Geschmack und jeden Bedarf. Ständig wächst irgendwo ein Neubau in die Höhe und wer die notwendigen finanziellen Mittel hat, findet vom Reihenhaus mit Garten bis hin zum Penthouse mit Dachterrasse alles, was das Herz begehrt. Ihr habt also die freie Auswahl und an Luxus mangelt es nicht – jedoch müsst ihr die Wohnung beziehungsweise das Haus in der Masse an Bewerbungen, welche die Vermieter oder Verkäufer erhalten, erst einmal ergattern. Das kann es in der Praxis sehr schwierig machen, tatsächlich in die eigene Traumwohnung einzuziehen. Ein günstiges Objekt auf dem Land an die eigenen Vorstellungen anzupassen, kann daher durchaus eine einfachere und günstigere Alternative sein. Es ist aber wichtig, diese Optionen im Einzelfall zu kalkulieren und gegeneinander abzuwägen. 

Unterschiede im Wohnumfeld

Es gibt außerdem noch weitere Aspekte zu beachten. Denn wie ihr nun bereits wisst, unterscheidet sich das Landleben nicht nur finanziell von jenem in der (Groß-) Stadt. In städtischen Gebieten herrscht eine große Anonymität. Zudem seid ihr maximal flexibel, sprich ihr könnt quasi immer und überall öffentliche Verkehrsmittel nutzen, einkaufen, eine Apotheke aufsuchen, ins Fitnessstudio gehen – und damit ist die Liste an Beispielen noch lange nicht zu Ende. Sich zu jeder Tages- und Nachtzeit völlig frei zu bewegen, ist trotzdem nicht für jedermann möglich. Vor allem Frauen und Kinder müssen in einigen Vierteln vielleicht um ihre Sicherheit bangen. Auch ist in der Großstadt jeder auf sich alleine gestellt, denn Hilfe durch die Nachbarschaft, beispielsweise bei Krankheit oder im Alter, ist eher die Ausnahme als die Regel. Wenn ihr also keine Verwandten oder Freunde in direkter Nähe habt, die euch in Notfällen unter die Arme greifen, kann das Stadtleben auch einige Herausforderungen bergen.

In ländlichen Regionen ist der Umgang miteinander oft grundsätzlich anders. In einem Ort leben nur einige hundert, manchmal wenige tausend Personen. Viele von ihnen sind miteinander verwandt und seit Generationen ansässig. Diese Einheimischen kennen sich gut und hegen eine große Hilfsbereitschaft. Wer krank ist, für den wird eingekauft. Wer zu alt ist, für den wird Schnee geschippt. Solche kleinen Nachbarschaftsdienste sind auf dem Land meist ganz normal. Jedoch können auch hier Nachteile lauern: Die Neugierde ist manchmal groß, sodass ihr euch stets beobachtet fühlt und aufpassen müsst, was ihr macht oder was ihr sagt. Schließlich möchtet ihr in die Gemeinschaft aufgenommen werden. Als „Fremde“ kann dies in einer solchen eingeschweißten Gemeinschaft durchaus schwierig sein. Oft finden Zugezogene erst Anschluss, wenn ihre Kinder mit den Einheimischen in den Kindergarten oder in die Schule gehen. Hilfreich ist zudem, euch beispielsweise ehrenamtlich zu engagieren oder einem Verein beizutreten.

Auf dem Dorf ist der Umgang miteinander also oft weniger „locker“ und tolerant als in der Stadt, wo viele Menschen unterschiedlicher Herkunft auf engstem Raum zusammenleben. Vor allem, wenn ihr mehrere Jahre in einer weltoffenen Stadt verbracht habt, kann der Umzug zur eingeschweißten Dorfgemeinde ein regelrechter Kulturschock sein. Trotzdem ist keine der beiden Lebensarten prinzipiell besser oder schlechter. Ihr müsst einfach abwägen, was besser zu euch passt. Entscheidet ihr euch für das Landleben, ist es zudem wichtig, euch aktiv zu integrieren. Dann könnt ihr schnell ein Teil der Gemeinschaft werden und umfassend davon profitieren. Schließlich sind soziale Beziehungen ein wichtiger Glücksfaktor im Leben. Das bedeutet aber nicht, dass ihr diese nicht auch in der Großstadt finden könnt. Dort gibt es schließlich noch viel mehr Möglichkeiten, um neue Kontakte zu knüpfen und Freundschaften zu schließen – und auch diese solltet ihr kennen sowie nutzen.

Unterschiede in den örtlichen Gegebenheiten 

Ebenso wie bei den sozialen Unterschieden, solltet ihr euch die Unterschiede im alltäglichen Leben bewusst machen, die zwischen dem Land und der Stadt herrschen. Erneut gibt es dabei kein prinzipielles „Besser“ oder „Schlechter“, sondern ihr müsst euch objektiv informieren und daraufhin subjektiv entscheiden, welche für euch die richtige Wahl ist. Welche Lebensbereiche unterscheiden sich also zwischen städtischer und ländlicher Umgebung am meisten, abgesehen von den bereits genannten, sozialen sowie finanziellen Aspekten? Ein Überblick:

⦁ Mobilität: Wie bereits erwähnt, braucht ihr auf dem Land meist ein eigenes Auto. Während ihr in der Stadt auf ein gut ausgebautes öffentliches Verkehrsnetz zurückgreifen könnt, fahren auf dem Land oft nur wenige oder überhaupt keine Busse beziehungsweise Bahnen. Das bedeutet höhere Kosten, dafür aber auch mehr zeitliche und örtliche Flexibilität, denn ihr seid auf keine Fahrpläne angewiesen. Eine Parkplatzproblematik gibt es zudem auf dem Land nicht. 

⦁ Einkaufsmöglichkeiten: In der Stadt findet ihr eine große Auswahl an Läden, sowohl für den täglichen Bedarf als auch in verschiedenen Nischen. Zudem profitiert ihr oft von langen Öffnungszeiten. Auf dem Land müsst ihr hingegen oft kürzere Öffnungszeiten und weitere (Fahrt-) Wege zu den Supermärkten in Kauf nehmen. Zudem gibt es keine oder nur wenige Geschäfte, um beispielsweise Kleidung, Möbel oder andere Dinge zu kaufen. Das bedeutet, dass ihr für solche Erledigungen weiter fahren oder diese online tätigen müsst. 

⦁ Medizinische Versorgung: Die medizinische Versorgung stellt auf dem Land zunehmend ein Problem dar. Digitale Angebote könnten diesbezüglich zwar schon bald etwas Entlastung bieten, trotzdem müsst ihr zu Ärzten oft weiter fahren und Spezialisten findet ihr manchmal nur in der nächstgrößeren Stadt. 

⦁ Arbeitsplätze: Einen Arbeitsplatz zu bekommen, kann sich auf dem Land schwieriger gestalten – je nach Branche werden dort aber beispielsweise Handwerker oder Pflegekräfte manchmal auch händeringend gesucht. Zudem genießen immer mehr Menschen die Möglichkeit, zumindest teilweise im Homeoffice zu arbeiten. In der Stadt habt ihr hingegen eine größere Auswahl an Arbeitsplätzen, sodass ihr im Einzelfall abwägen müsst, welche für eure Karriere und euer Privatleben die bessere Wahl ist. 

⦁ Bildung: Die Dichte an Kindergärten, Schulen, Universitäten & Co ist in der Stadt deutlich größer. Auch diesbezüglich müsst ihr auf dem Land also weitere Wege auf euch nehmen, eventuell eure Kinder jeden Tag zur Schule fahren. Dafür profitieren sie von den anderen Vorzügen des Landlebens wie den Spielmöglichkeiten in der Natur ohne Sicherheitsbedenken durch große Straßen, Kriminalität oder andere Gefahren. 

⦁ Freizeitangebote: Obwohl die Freizeitangebote auf dem Land geringer sind, finden Kinder und auch Erwachsene dort allerhand Beschäftigungsmöglichkeiten in der Natur. Ihr könnt wandern. Die Kinder können auf Bäume klettern. Ihr könnt eine Fahrradtour machen. Ihr könnt im Freibad schwimmen. Die Kinder können im Garten spielen. Ihr könnt euch einem Verein anschließen. Die Möglichkeiten sind auf den zweiten Blick ebenfalls vielfältig, wenn auch anders als in der Stadt mit ihrem regen Nachtleben und ihren exotischen Freizeitangeboten. Auch diesbezüglich kommt es also auf euren persönlichen Geschmack an. 

Unterschiede in der Wohnungssuche

Je nachdem, für welche Variante ihr euch schlussendlich entschieden habt, stellt sich noch die Frage nach der Wohnungssuche. Wie also findet ihr passenden Wohnraum zur Miete oder zum Kauf, jeweils in der Stadt oder auf dem Land? In der Stadt spielt das Internet heutzutage eine wichtige Rolle, sprich ihr könnt in Onlineportalen nach verfügbaren Angeboten suchen und euch direkt bewerben. Dort ist jedoch die Konkurrenz groß, sodass alternative und mitunter kreative Strategien wie die Beauftragung eines Maklers oder die direkte Kontaktaufnahme zu einem Bauträger manchmal mehr Erfolg versprechen. 

Einen Makler könnt ihr auch auf dem Land beauftragen, denn dort werden viele verfügbaren Wohnungen oder Häuser überhaupt nicht öffentlich ausgeschrieben. Stattdessen laufen die meisten Immobiliengeschäfte über Kontakte – und die habt ihr als Neuankömmlinge noch nicht. Es lohnt sich also, schnellstmöglich neue Kontakte zu knüpfen und diese auch für die Wohnungssuche zu nutzen. Ein offizielles Bewerbungsverfahren gibt es dann meist nicht, sondern wenn die Sympathie stimmt, kommen die Angebote von selbst. Zudem gibt es vor allem in Regionen mit großem Leerstand schlichtweg keine Konkurrenz, gegen die ihr euch durchsetzen müsst. Das macht die Wohnungssuche deutlich entspannter und ihr genießt auch dann gute Chancen, wenn ihr vielleicht weniger finanzielle Sicherheiten bieten könnt oder mit Haustieren einziehen wollt; Kriterien also, die in Städten schnell dazu führen, dass ihr nicht in die engere Auswahl kommt. 

Wohnen im Umland als Kompromiss 

Ihr seht: Beide Wohnformen bieten individuelle Vor- sowie Nachteile. Niemand kann daher pauschal sagen, das Landleben oder das Stadtleben sei besser. Jeder Mensch ist bekanntlich individuell und daher müsst ihr selbst abwägen, was am besten zu euch passt – zu euren Hobbys, zu euren finanziellen Möglichkeiten, zu euren Karrierezielen, zu eurer Familienplanung und zu vielen weiteren Aspekten eures Lebens. Um sozusagen das Beste aus beiden Welten zu haben, entscheiden sich zudem immer mehr Menschen für das Leben im sogenannten „Speckgürtel“. Dort ist die Großstadt mit all ihren Vorteilen nicht weit entfernt, oft besteht sogar eine direkte Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz. Doch auch Ausflüge in die Natur sind problemlos möglich und die Immobilienpreise sind deutlich geringer als im Zentrum, wie am Beispiel Berlin und Brandenburg geschildert wurde.

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