Fas(s)zinierende Tische aus Handarbeit

Mandy Markwordt – homify Mandy Markwordt – homify
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Weinfässer versprühen mit ihrem urigen und rustikalen Aussehen immer einen ganz besonderen Charme: Wir denken dabei direkt an herrliche Weinberge, prächtig behangene Reben und natürlich auch gemütliche Weinabende. Der Geruch der Mischung aus altbewährtem Holz und frischem Wein kriecht uns beinahe schon wie von selbst in die Nase. 

Doch Wein- und Mostfässer sind nicht nur in ihrer eigentlichen Form ein Hingucker: Der Schweizer Walter Amrhyn fertigt aus ihnen beispielsweise einzigartige Tische. Wir zeigen euch, was die Handarbeit des jungen Mannes auszeichnet.

Vom Weinfass zum Tisch

Die Geschichte, wie Walter Amrhyn dazu kam, aus alten Fässern Möbel herzustellen, zeigt wieder einmal: Es lohnt sich, mit offenen Augen durch die Welt zu gehen und seiner Kreativität freien Lauf zu lassen. Alles begann damit, dass der gelernte Zimmermann kurzerhand ein Schuhregal selber bauen wollte. Auf der Suche nach geeignetem Material stieß er auf dem landwirtschaftlichen Grundstück seiner Eltern auf ein ausgedientes Mostfass. Mühevoll bog er die Dauben (die Längshölzer) auseinander und kreierte daraus sein erstes eigenes Möbelstück – und die Geschichte der Walter's Wood Idea AG begann. Und damit erfüllte sich der Fasstischmacher den langgehegten Wunsch, aus einem alten, echten, von seiner Zeit geprägten Material ein modernes Produkt zu fertigen.

In seinen mittlerweile sieben Jahren Erfahrung mit der Weiterverarbeitung von Fässern, innovierte der Schweizer seine Techniken und Produkte. Die Dauben werden beispielsweise so gerade gebogen, wie sie auch ursprünglich gebogen wurden – nämlich mit Wasserdampf. Nur so kann sichergestellt werden, dass das betagte Holz nicht splittert.

Jeder Tisch ist ein Unikat

Die Fässer, die er für seine Produktion benötigt, kauft der Schweizer persönlich von Fassbesitzern wie Winzern oder Landwirten ab. Ein Fass kann zwischen 60 bis 130 Jahre alt sein und bringt eine eigene Geschichte mit sich: Risse, Löcher, Abdrücke von Fassreifen oder alte Dübel sind ein Teil dieser Geschichte und machen zudem jedes Möbelstück, das aus den Fässern hergestellt wird, einzigartig.

Zertifizierte Handarbeit

Ein Fass aus Morges, einer Schweizer Gemeinde, diente beispielsweise als Material für diesen Tisch. Woher man das weiß? Man erhält mit jedem Möbelstück eine Urkunde, in der die Herkunft und der Jahrgang des Fasses sowie eine Beschreibung des Produktes und das Herstelldatum festgehalten werden. Dieses Modell zeichnet sich durch die eichengoldig-helle Farbe, seine Risse und Äste aus. Zudem hat es zwei Löcher -  eines stammt vom Degustationshahn, das andere vom Abfüllhahn. Praktischerweise lassen sich diese Löcher in unseren vier Wänden auch gleich wieder als Aufbewahrung für den Wein nutzen. Damit ist dieses Möbelstück perfekt für gemütliche Abende im Esszimmer geeignet.

Außergewöhnliche Tische

Zu dem traditionellen Holz wählt der Fasstischmacher gerne kontrastreiche Materialien für die Tischbeide wie beispielsweise Eisen, Fassdauben, Beton oder Chromstahl. Aus einem mehr als 84 Jahre alten Fass wurde dieses Exemplar gefertigt. Die Oberfläche des Tisches ist leicht gewellt und die neun verwendeten Dauben sind von Rissen, Ästen und Fassreifenabdrücken geprägt. Für diese Tischbeine verwendete Amrhyn Fassreifen. 

Ihr seid nun auch fas(s)ziniert? Dann seht euch an, was man noch mit ausgedienten Weinfässern anstellen kann: Schlafen im Weinfass.

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