Heizkosten sparen – Tipps und Tricks

Mandy Markwordt – homify Mandy Markwordt – homify
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Sobald die Tage kürzer werden und die Temperaturen sinken, sehnen wir uns umso mehr nach einem gemütlichen Zuhause. Eine angenehme Raumtemperatur trägt einen entscheidenden Teil dazu bei, ob wir uns in einem Zimmer wohlfühlen oder nicht. Wer möchte schon beim Filmgucken leicht fröstelnd auf der Couch sitzen und derart unschön daran erinnert werden, dass die warmen Tage vorbei sind? 

Experten zufolge liegt die ideale Temperatur beispielsweise für das Wohnzimmer bei 18 bis 21 Grad. Im Schlafzimmer sollen 16 bis 18 Grad ausreichen und zudem einen erholsamen Schlaf garantieren. Doch wie soll man es hinbekommen, morgens und abends behagliche 20 Grad zu haben, wenn man doch den ganzen Tag unterwegs ist und dann eben nicht unnötig heizen möchte? Wir stellen euch ein paar Tipps und Tricks vor, mit denen ihr Heizkosten sparen und euch auch noch den Alltag erleichtern könnt.

Die Heizung richtig einstellen

moderne Wohnzimmer von Mr Central Heating
Mr Central Heating

Three column white radiator

Mr Central Heating

Viele von uns neigen dazu, die Heizung voll aufzudrehen, wenn abends im Wohnzimmer plötzlich nicht mehr die Wohlfühltemperatur herrscht. Das dieses spontane und meist auch kurze Heizen nicht effizient ist, dürfte nichts Neues sein. Doch wie macht man es nun richtig? 

Allgemein wird empfohlen, die Heizung zwei Stunden vor dem Schlafengehen herunterzudrehen. Wenn der Raum dann allerdings für unser Empfinden noch zu kalt ist, ringen wir uns nur selten zu dieser vernünftigen Entscheidung durch. Die Lösung für solche Fälle sind steuerbare Heizungsreglersysteme. Dank ihnen kann beispielsweise eingestellt werden, dass der Raum bereits warm ist, wenn wir von der Arbeit nach Hause kommen und die Temperatur dann automatisch vor dem Schlafengehen gesenkt wird – so viel Komfort sollte man sich gönnen, um Heizkosten sparen zu können. 

Damit sich die Wärme bestmöglich im Raum verteilen kann, sollten sich direkt vor der Heizung keine Möbelstücke oder Textilien wie Gardinen befinden. Denn so wird die Wärmezirkulation verhindert und es kann zu einem Hitzestau kommen, inklusive Energieverschwendung. 

Ist man an kälteren Tagen mal länger nicht zu Hause, empfiehlt es sich, die Heizung auf Frostschutz – das Sternensymbol – einzustellen. Dadurch wird verhindert, dass die Heizung selbst bei geringeren Temperaturen automatisch anspringt.

Isolierung von Fenstern und Wänden

klassische Badezimmer von UK Architectural Antiques
UK Architectural Antiques

The Liberty 2 Column Cast Iron Radiator available at UKAA

UK Architectural Antiques

Eine große Menge der Heizwärme wird von der Wand aufgenommen und im schlechtesten Fall nach außen abgeleitet. Um das zu vermeiden, empfiehlt es sich, hinter der Heizung eine Isolationsschicht beziehungsweise Dämmplatten anzubringen. Dadurch wird das Heizen im Nu effektiver, da die Wärme reflektiert wird und sich besser im Raum verteilen kann. 

Die Idee der Wandisolierung mag für einige neu sein, aber über eine Isolierung der Fenster haben bestimmt schon viele nachgedacht. Doch woher weiß ich eigentlich, ab wann meine Fenster nicht mehr ausreichend dicht sind? Um das herauszufinden, gibt es einen ganz simplen Trick: Klemmt etwas Papier an verschiedene Stellen im Fenster. Ist das Fenster geschlossen und die Papierblätter lassen sich ganz leicht herausziehen, ist das ein Zeichen dafür, dass die Dichtung nicht mehr einwandfrei ist. 

Abhilfe kann man in solchen Fällen einfach selbst schaffen, indem man sich selbstklebende Dichtungs- und Isolierbänder besorgt.

Instandhaltung spart Heizkosten

  von BPM Gas & Heating
BPM Gas & Heating

Gas engineer at work.

BPM Gas & Heating

Um in Mietwohnungen Heizkosten zu sparen, kann man leider selbst nur wenige Instandhaltungen vornehmen. Beginnt der Heizkörper zu gluckern oder ähnliche Geräusche von sich zu geben, sollte dieser entlüftet werden. Mithilfe eines sogenannten Entlüftungsschlüssels, den es in jedem Baumarkt gibt, kann man diesen Schritt ganz einfach selbst zu Hause durchführen und damit eine Energieverschwendung während des Heizens vermeiden. 

Hat man ein eigenes Haus, sollte man mitunter größere Maßnahmen ergreifen, um die Heizkosten zu minimieren. Hierzu gehören zum Beispiel ein Austausch der Pumpe nach spätestens zehn Jahren. Auch Heizungen, die älter als 15 Jahre sind, sollten erneuert werden – allein damit kann man bis zu 40% Energiekosten einsparen. 

Gemäß der Energieeinsparverordnung von 2009 müssen zudem alle Warmwasser- und Heizungsrohre isoliert sein. Vorausgesetzt, sie führen durch unbeheizte Zimmer. Recht unkompliziert lässt sich dieses Problem mit selbsthaltenden Schaumstoffmänteln lösen. 

Die Verordnung besagt auch, dass Hausbesitzer verpflichtet sind, eine jährliche Wartung der Heizungsanlage durchführen zu lassen. Dementsprechend kann ein Fachmann feststellen, ob irgendwo ein Verschleiß besteht, der durch den Austausch bestimmter Teile beseitigt werden kann. 

Außerdem empfiehlt es sich, schon beim Hausbau oder Hauskauf auf eine gute Dämmung zu achten. Dort verbirgt sich enormes Potenzial, um Heizkosten zu sparen. Wie man beispielsweise mit einem Passivhaus dauerhaft Energie und Heizkosten sparen kann, erklären wir euch in unserem Artikel Heizkosten ade.

Richtig lüften

Referenzen:  Fenster von Fenster-Paul GmbH

Einer der einfacheren Schritte, um Heizkosten zu sparen, ist das richtige Lüften der Räume. Das Zauberwort hierfür lautet Stoßlüften: Fünf Minuten das Fenster komplett öffnen und bestenfalls für Durchzug sorgen. Was einem morgens besonders schwerfällt und vor allem im Büro für den ein oder anderen bösen Blick sorgt, ist tatsächlich sinnvoll und sogar notwendig. Denn so findet ein Luftaustausch statt, ohne das Wand und Boden zu sehr auskühlen und die Heizung danach wieder auf Hochtouren laufen muss. Bevor die Fenster geöffnet werden, sollte man allerdings darauf achten, dass die Heizung heruntergedreht wurde. 

Das sogenannte Stoßlüften sollte unbedingt mehrmals täglich für fünf bis zehn Minuten erfolgen. Hat man die Fenster dagegen längere Zeit in der Kipphaltung, kühlen die Wände unnötig aus und man verschwendet Energie, weil die Heizung in der Regel einfach weiterläuft. Ein ausreichender Luftaustausch findet dabei allerdings nicht statt, weshalb diese Lüftungsmethode in vielerlei Hinsicht zwecklos ist.

Unser Tipp: Stoßlüften ist vor allem ratsam, wenn man seine Wäsche in einem Wohnraum trocknet. Denn durch die feuchte Wäsche kann sich die Luftfeuchtigkeit erhöhen und dadurch wiederum die Wärmeabgabe der Heizung ansteigen.

Wer das Lüften gerne mal vergisst oder nicht für notwendig hält, sollte sich ein Thermohygrometer zulegen. Es zeigt die Temperatur und Luftfeuchtigkeit an und überprüft das Raumklima. Blinkt in dem Thermohygrometer ein rotes Licht, muss gelüftet werden.

Kamin statt Heizung

Ihr liebt mollige Wärme, aber möchtet dennoch Heizkosten sparen? Dann wäre doch ein Kamin ideal! Mit dem Knistern des Feuers und dem schönen Design des Kamins bringt ihr nicht nur eine weitere Wärmequelle, sondern auch noch ein schönes Deko-Element in euren Wohnraum. Wer sich nun sehnlichst einen Kamin wünscht, aber keinen Platz für die Holzscheite hat oder über keinen Anschluss an einen Schornstein verfügt, dem sind moderne Ethanolkamine zu empfehlen. Denn diese werden, wie der Name schon verrät, mit Ethanol betrieben und benötigen daher keinen Schornstein. Auch die Besorgung und Lagerung von Holz entfällt mit solch einem Modell. Wer dabei nun denkt, er müsse mit Einschränkungen bei der Wärmeleistung rechnen, dem sei gesagt, dass so ein Ethanolkamin eine Heizleistung von bis zu drei Kilowatt erbringen kann. 

Dank all dieser Vorteile eignet sich ein solcher Kamin vor allem für kleinere Räume und sogar für das Schlafzimmer, da die Entwicklung von Kohlenmonoxid bei hochwertigen Ethanolkaminen besonders gering ist.

Auf Textilien und warme Kleidung setzen

​Trend Ikat-Design: moderne Wohnzimmer von amirior GmbH
amirior GmbH

​Trend Ikat-Design

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Zu guter Letzt darf natürlich ein Tipp zum Heizkosten sparen nicht fehlen, den wir früher bestimmt oft gehört haben: einfach warme Kleidung anziehen. Was so pauschal klingt, ist aber tatsächlich empfehlenswert, wenn man abends nur eine kurze Zeit im Wohnzimmer verbringt. Statt dann die Heizung voll aufzudrehen und nach ein paar Minuten wieder auszustellen, kann man auch einen gemütlichen Pullover aus dem Schrank holen, Omas selbstgestrickte Wollsocken überziehen oder sich unter die flauschige Decke kuscheln. Um die Zeit in den eigenen vier Wänden zu genießen, kann man die heimelige Atmosphäre ja noch mit Kerzen abrunden, die natürlich ebenfalls etwas Wärme spenden.

Wenn es abends dunkel ist, ziehen wir in der Regel die Vorhänge zu oder lassen die Jalousien herunter. Und das ist auch hilfreich, um Heizkosten zu sparen. Denn dadurch kann die Wärme besser im Raum gespeichert werden. Die Vorhänge sollten allerdings kurz über der Heizung enden, um die Wärmezirkulation nicht zu behindern.

Welchen dieser Ratschläge befolgt ihr regelmäßig?
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