homify 360°: Traditionelles italienisches Haus

Elisabeth Liebing Elisabeth Liebing
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Das Gebäude, das wir uns heute genauer ansehen, befindet sich in der norditalienischen Stadt Treviso direkt vor der Kirche St. Ambrosius. Im Laufe der Jahrzehnte hat das Gebäude aufgrund der Veränderungen enorm gelitten. Das Architekturbüro Massimo Galeotti Architetto hat sich dem Projekt angenommen und dieses Haus mit viel Sorgsamkeit in einen zeitgemäßen Ort des Wohnen und Lebens verwandelt.   

Konzept des Gebäudes

Absolut introvertiert präsentiert sich die Seite, die zur Straße zugewandt ist und die aufgrund der unterschiedlichen Formate und Platzierungen der Fenster ein weniger geordnetes Bild aufweist. Der integrierte Anbau gliedert sich formschön in den bestehenden Bau ein. Zur rechten Seite des Bildes wird ein schmaler Weg kenntlich gemacht, der in den begrünten Hinterhof führt.

Strukturierung

Das Projekt umfasste zum einen die Renovierung des bestehenden Gebäudes sowie zum anderen die Integration einer kleinen Erweiterung. Möglich war diese Realisierung nur, weil auf einen alten Teil des Gebäudes, der an den Hinterhof grenzte, verzichtet werden konnte.

Fenster

Um dem Gebäude ein zeitgemäßes Design zu verleihen, wurde die Fassade mit einem ebenmäßigen cremefarbenen Putz versehen. Die Fensteröffnungen sind, so wie es damals üblich war, relativ klein und verteilen sich geordnet über der großen Wandfläche. Aufgewertet wird das Gesicht der Fassade durch die hölzernen Fensterläden, die der Gestaltung der Fassade Beweglichkeit verleihen. Neben dem dekorativen Element haben die Fensterläden natürlich auch einen praktischen Nutzen. So schützen sie zum einen vor der Sonne und versprechen zum anderen kühlere Räume in den Sommermonaten. 

Detail des neuen Anbaus

Zur linken Seite des Gebäudes erkennt man den hölzernen Anbau. Der Effekt, dass sich der Neubau vom Haupthaus absetzten sollte, war vom Bauherr dringend erwünscht. Die Fassade wurde mit Holzlatten, die vertikal angebracht wurden, verkleidet. Neben dem Material findet sich ein anderes Format des Fensters, das bei der ansonsten geradlinigen Platzierungen der anderen Öffnungen des Hauses ins Auge springt und sich absetzt. 

Wohnräume

Begeben wir uns ins Innere des Hauses, erstrahlt der Wohnraum vor Wärme. Die Verwendung von Holz spielt eine große Rolle und greift den traditionellen Baucharme natürlich auf. Neben dem hochwertigen Holzfußboden wird der Raum von einer Holzdecke eingerahmt. Lineares Gestaltungsmittel stellen hier neben dem funktionalen Nutzen die dunklen Holzbalken dar. 

Wirkung des Interieurs

Ein hübsches Detail markiert die freigelegte Backsteinwand, die sich aufgrund des natürlichen Materials wunderbar in die Umgebung einfügt. Das Mobiliar wurde sehr spartanisch und reduziert gestaltet. Ebenso finden sich in dem Haus keine dekorativen Mittel, so dass den Möbeln und den verwendeten Materialien viel Raum zum Wirken gegeben wird. 

Die Gestaltung der Küche

Die Wohnräume sind alle in einer Achse angeordnet und erschließen sich über einen langen Flur, der sich zur rechten Seite des Gebäudes erstreckt. Hier sehen wir die minimalistische Küche, die von dem markanten Rohstoff Holz dominiert wird. Kontrastreich gestaltet sich dazu die dunkle Arbeitsplatte, die aus einem hochwertigen Stein gefertigt wurde. Die Dunstabzugshaube ist als solche kaum zu erkennen und zeigt sich in einem puristischen Viereck. 

Das schlichte Badezimmer

Das kleine Bad wird von der modernen Farbe Grau dominiert. Eine kleine Wanne lädt zum Entspannen ein. Gut gelöst finden wir die Nutzung des Waschtisches, denn dieser erstreckt sich über die Badewanne und stellt ein geradliniges Design dar. Die schmale Nische, die entsteht kann wunderbar verwendet werden, um Handtücher aufzubewahren. 

Das Schlafzimmer

Wie ein roter Faden zieht sich die enorm schlichte Gestaltung durch das gesamte Haus. Das Schlafzimmer findet in einem wunderbar traditionellem Raum Platz. Zentrum dieses Raumes stellt das Doppelbett dar, das zu beiden Seiten von zwei Nachtischen gesäumt wird. Erneut wurde bei einer Wand von konventionellem Putz abgesehen und markiert dadurch ein Highlight des Zimmers. Das zweite Detail finden wir durch die freigelegt Decke, die die Konstruktion des alten Gemäuers deutlich macht. Trotz der kleinen Fenster wirken die Räume des ganzen Hauses nicht dunkel, sondern erhalten eine punktuelle, natürliche Ausleuchtung. 

Treppenhaus

Neben den Wohnräumen wurden auch die Verkehrsflächen, wie hier das Treppenhaus, äußerst hochwertig und behutsam gestaltet. Die sichtbare Dachkonstruktion bildet auch hier ein wertvolles dekoratives Element, das den Charakter des Hauses unterstreicht. Modernes Pendant stellt das Geländer der Treppe dar, das sich in einer weißen Verkleidung zeigt. 

Weitere Anregungen zu Geländern findet ihr in dem Ideenbuch: Moderne Brüstungen

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