wellen von brandt+simon architekten | homify
Profilbild ändern
Titelbild ändern
brandt+simon architekten
brandt+simon architekten

brandt+simon architekten

brandt+simon architekten
brandt+simon architekten
Nummer ist ungültig. Bitte überprüfen Sie die Ländervorwahl, Vorwahl und Telefonnummer.
Mit Klick auf 'Absenden', bestätige ich die Datenschutzbestimmungen gelesen zu haben & bin einverstanden meine Informationen zu verarbeiten um meine Anfrage zu beantworten.
Hinweis: die Einwilligung kann per E-Mail an privacy@homify.com widerrufen werden
Gesendet!
Der Experte wird Ihnen schnellstmöglich antworten!

wellen

Für die Planung dieser kleinen, um 1923 am Rande eines Siedlungsgebietes mit mehrgeschossigem Wohnungsbau und im Heimatschutzstil errichteten, Villa zeichnete wahrscheinlich der Architekt Fritz Wilms verantwortlich, der in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts durch die Planung einer Reihe von Lichtspieltheatern und der AVUS-Tribüne in Berlin bekannt wurde.

Das voll unterkellerte Haus verfügt über ein Erdgeschoss und ein nahezu flächengleiches Obergeschoss, dass sich überwiegend im Bereich des stark gegliederten Mansardwalmdaches befindet.

Das Haus diente bauzeitlich für einen Haushalt. U.a. durch Teilung in mehrere Wohnungen und zahlreiche Einbauten wurde das Innere stark überformt und war nach jahrelangem Leerstand grundsätzlich instandsetzungs- und modernisierungsbedürftig.

Die Bauherren wollten die kleine Villa für eine Familie mit zwei Kindern und viel Besuch herrichten lassen. Das Gebäude sollte zum einen außen grundsätzlich erhalten, jedenfalls nicht durch moderne, zeitgenössische oder den Stil brechende Anbauten verändert, gleichzeitig jedoch in der Detailausbildung und im Gesamteindruck klarer und schlichter werden. Zum anderen sollte im Inneren Raum für großzügiges und zeitgenössisch modernes Wohnen entstehen.

Das Haus war bauzeitlich auf andere Bedürfnisse und Wohnvorstellungen eingerichtet, so daß eine Reihe von Eingriffen erfolgen musste, um die Wünsche der Bauherren gestalterisch angemessen zu erfüllen.

Um im Erdgeschoss große zusammenhängende Räume zu schaffen, wurden sämtlichen leichte Trennwänden entfernt. Der Eingangsbereich im Erdgeschoss wurde deutlich vergrößert und dient jetzt als vollwertiger Verteiler von dem aus Hauptwohnbereich und Küche, Gästezimmer, Gästebad, Keller, Kammer und Obergeschoss direkt erreicht werden können. Das Treppenhaus wurde durch ein großes Auge ins erste Obergeschoss geöffnet, wo sich ein offener flexibel nutzbarer Bereich anschließt, bevor es über den verkürzten Flur zu den Kinder- und Schlafräumen sowie zum Familienbad geht.Das ehemalige auf Höhe Treppenpodest befindliche, winzige GästeWC wurde durch ein Gästeduschbad auf Erdgeschossebene ersetzt.

Das Farbspektrum in den Bädern und Kinderzimmern wurde im Familienrat lange beraten und schließlich als Kontrast zu den neutral gehaltenen anderen Wohnräumen akzeptiert.

Im Obergeschoss wurden sämtliche Abseiten abgebrochen. Die Stützen der Mansardpfetten wurden aufgearbeitet und für die Ausgestaltung der Räume aktiviert.

Um eine direkte und vielfältige Verbindung zwischen Erdgeschoss und Garten herzustellen, wurde der Hauptwohnraum mittels dreier Fenstertüren und einer Treppenanlage zum Garten hin geöffnet. Über drei Stufen wird das ebenfalls deutlich angehobene Gartenniveau erreicht. Das Haus steht jetzt mehr ‚im‘ als zuvor ‚über dem‘ Garten.Küche und Essbereich sind ebenfalls über drei zweiflügelige Fenstertüren zur, im Südwesten schwellenlos auf Erdgeschossniveau liegenden, neuen Terrasse geöffnet worden.

Das Dach wurde mit Zellulose gedämmt und mit Schiefer vollkommen neu gedeckt. Um die plastische Wirkung der Fassade zu stärken, sowie um die umfangreich „durchreparierte“ Putzfassade abzudecken, wurden auf der Rücklage ein streng horizontal ausgerichteter, grafisch wirkender Putz mit wellenförmigen Rillen appliziert.

Ort
Berlin

Admin-Area