Haus E - Passivhaus des Jahres 2012 (im Auftrag Sommer Passivhaus GmbH) von Architektur Jansen | homify
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Haus E – Passivhaus des Jahres 2012 (im Auftrag Sommer Passivhaus GmbH)

Das Gebäude besticht durch klare geometrische Formen, sowohl außen als auch innen. Diesem Ergebnis geht eine intensive Entwurfsphase voran. In dieser wurden die Anforderungen des Bebauungsplans mit den Wünschen der Bauhherren in Einklang gebracht. Gestaltungsbestimmend ist die geforderte Eingeschossigkeit sowie die Mindestdachneigung von 25°. Zudem soll der Baukörper kubisch, individuell und von spannungsvollen Geometrien bestimmt sein. Energetisch wurde sich für den Passivhausstandard entschieden, wodurch sich weitere Gestaltungsanforderungen ergeben.

Lage auf dem Grundstück . Das Grundstück ist sehr entscheidend für die Gestaltung des Gebäudes. Es grenzt sowohl an der Ost- als auch an der Südseite an öffentliche Verkehrsstraßen. Gleichzeitig sollte der Garten auf der Südseite für eine ideale Belichtung liegen. Für die notwendigen solaren Gewinne war es zudem notwendig großzüge Verglasungen Richtung Süden anzuordnen. Daher wurde das Gebäude an der nördlichen Grundstücksgrenze positioniert und von Osten erschloßen. Der maximale Abstand zur südlichen Straße durch den vorgelagerten Garten garantiert die Privatsphäre. Richtung Norden wurden schmale Schlitzfenster angeordnet, die die Schlafräume belichten.

Äußere Gestaltung . Für die äußere Gestaltung ist die Verzahnung zweier Baukörper maßgebend. Dieses Verschieben bildet sich sowohl vertikal als auch horizontal ab. Der höhere Baukörper, welcher sich über das Flachdach schiebt, schließt mit einem 25° geneigten Pultdach ab. Durch die weite Auskragung im Eingangsbereich wird der Hauseingang betont und gleichzeitig überdacht. Das Flachdach kann nach Bedarf als zusätzliche Dachterrasse ausgebaut werden. Beide Dächer schließen durch eine schmale Alukante ab, wodurch die kubische Wirkung der Körper verstärkt wird. Die weiße Putzfassade steht im Kontrast zu den anthraziten Fenstern, welche sich durch die dunklen Leibungen zusätzlich abheben.

Innere Gestaltung. Die innere Raumgestaltung ist sehr offen konzipiert und bietet fließende Übergänge zwischen den verschiedenen Bereichen. Bei der Aufteilung der Räume wurde die Möglichkeit für Wohnen auf einer Ebene berücksichtigt. Die durchgängige Ost-Westachse verbindet alle Räume im Erdgeschoss und den Aufgang ins Obergeschoss miteinander. Zahlreiche großzüge Durchbrüche zu beiden Seiten bilden spannende Raumsequenzen. Wohnen, Essen, Kochen und Diele bilden eine offene Wohnlandschaft, die durch geschickt positionierte Einbauschränke in Zonen aufgeteilt wird. Die großzüge Kochinsel bildet den Übergang zum Essbereich und ermöglicht zusätzlich den Blick durch die großzüge Verglasung im Süden. Lichtdurchflutet zeigen sich besonders die nach Süden ausgerichteten Räume. Im Ess- und Wohnbe - reich wird die Öffnung zum Garten zum fließenden Übergang zwischen innen und außen. Der Luftraum im hinteren Teil des Wohnzimmers belichtet die Mitte des Erdgeschosses zusätzlich, wodurch auch in der Höhe die Begrenzung aufgehoben ist. Diese Belichtungsmöglichkeit resultiert aus den versetzt zueinander stehenden Baukörpern. Der Luftraum zieht sich um die Wände, die die Einbauschränke umgeben. Diese Form verbindet und unterstreicht die fließende Bewegung zwischen den Räumen. Die Brüstung des Luftraumes wurde im Verlauf der Treppe aus Glas hergestellt, um den direkten Blick vom Obergeschoss ins Wohnzimmer zu ermöglichen. Die restliche Brüstung ist geschlossen gestaltet und beinhalte einen zusätzlichen Arbeitsplatz mit direktem Blick ins Weite.


Passivhaus. Über eine Wärmepumpe in Verbindung mit Tiefenbohrung wird der geringe Restwärmebedarf erzeugt und über eine Fußbodentemperierung verteilt. Für gute Raumluft sorgt eine Lüftungsanlage. In Räumen wie Wohnen, Essen, Schlafen wird die frische Luft zugeführt, in Räumen wie Küche oder Bad wird sie abgeführt. Dreifach-Verglasung, starke Wärmedämmung an den Außenwänden, im Dach und unter der Bodenplatte erzeugen die Gebäudehülle, welche nach Passivhauskriterien luftdicht hergestellt wurde. Die Luftdichtheit wurde fachgerecht durch einen Blower-Door-Test nachgewiesen. Die großzüge Verglasung Richtung Süden sorgt für ausreichende solare Gewinne. Richtung Norden zeigt sich der Baukörper eher geschloßen. Trotz fortschrittlichster Haustechnik wird nur ein minimaler Platz für diese benötigt.

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