insa4 ingenieure  sachverständige  architekten

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„Goldstück“ – Kindergarten in Wuppertal, Energetische Sanierung einer Kindertagesstätte

Unser Auftrag umfasste zwei voneinander unabhängige Baumaßnahmen. Einerseits sollte der Kindergarten auf Grundlage bereits bestehender Planungen für eine U3-Betreuung umgebaut werden, andererseits war eine energetische Sanierung im Rahmen der Maßnahmen des Konjunkturpakets 2 (KP2) zu planen.

Der Kindergarten Bandwirker Straße des evangelischen Kindertagesstättenvereins bestand vor der energetischen Sanierung aus einem teilunterkellerten Hauptgebäude mit Natursteinfassade, einfachverglasten Holzfenstern und einem Walmdach aus der Bauzeit der vorletzten Jahrhundertwende. Zu Beginn dieses Jahrtausends entstand der behindertengerechte Zugang über die Rampe mit dem Geländer in den Grundfarben Rot, Gelb, Grün und Blau, der erhalten bleiben sollte.

Mitte der 1970er Jahre wurde rechtwinklig dazu ein ebenfalls teilunterkellerter Flachdachbau mit einer nahezu ungedämmten Bekleidung aus asbesthaltigen Kunstschieferplatten (Eternit) und isolierverglasten Kunststofffenstern angebaut.

Die Räume des Kindergartens erstrecken sich über das komplette Erdgeschoss und das Untergeschoss des Anbaus aus den 1970er Jahren, wobei – bedingt durch die Hanglage – auch die Räume im Untergeschoss einen ebenerdigen Ausgang zum rückseitigen Gartengelände haben.

Der U3-Umbau konnte trotz äußerst kurzer Vorbereitungszeit u.a. aufgrund der Auswahl von sehr zuverlässigen ausführenden Firmen innerhalb von 3 Wochen in den Sommerferien 2010 reibungslos umgesetzt werden.

Die energetischen Sanierungsmaßnahmen wurden nach Voruntersuchungen an 12 verschiedenen Gebäuden in enger Abstimmung mit dem Auftraggeber und Gebäudeeigentümer wie folgt festgelegt:

Austausch der einfachverglasten Holzfenster im Altbau, sowie Erneuerung der Vorhangfassade und der Fenster des Anbaus.

Der Altbau steht zwar nicht unter Denkmalschutz, trotzdem waren wir uns mit dem Auftraggeber von Beginn an einig darin, dass die Natursteinfassade denkmalwerten Charakter hat und keinesfalls überdämmt werden sollte.

Die Eternitfassade des Anbaus dagegen wies keinen optischen oder architektonischen Wert auf und war zudem bauphysikalisch mangelhaft ausgeführt, da die Hinterlüftung der Vor­hangfassade nur eingeschränkt funktionierte und nahezu keine Dämmung vorhanden war.

Die gewählte und ausgeführte neue Vorhangfassade besteht aus sehr hochwertigen, langlebigen, robusten und UV-beständigen Holzwerkstoffplatten (kunstharzgebundenes Recyclingholz), die mit einer HPL-Oberfläche versehen sind. Die Unterkonstruktion besteht aus thermisch entkoppelten Aluminiumprofilen, die die stark dimensionierte neue Wärmedämmung überbrückt und gleichzeitig eine ordnungsgemäße Hinterlüftung gewährleistet.

Diese Konstruktion (hinterlüftete Vorhangfassade) stellt die bauphysikalisch bestmögliche Ausführung dar, da ein Tauwasseranfall im Bauteil ausgeschlossen ist. Außerdem handelt es sich um eine sehr nachhaltige Lösung, da keine Verbundbaustoffe ausgeführt werden und die einzelnen Bestandteile problemlos getrennt demontiert und recycelt werden können. Allerdings wird dies aufgrund der sehr langen zu erwartenden Lebensdauer der Fassade von weit über 30 Jahren so bald nicht nötig sein.

Zur Auswahl kamen Platten in drei verschiedenen Sand-/Goldtönen, die unregelmäßig im sog. „wilden Verband“ angeordnet sind und das Thema der Natursteinfassade des Altbaus so mit modernen Mitteln neu interpretieren. Der einst triste Anbau ist so zu einem Schmuckstück geworden.

Die energetische Verbesserung bzw. die Energieeinsparung durch die energetische Sanierung liegt bei diesem Objekt bei ca. 30%.

Eine Besonderheit stellt das im Altbau an der Straßenseite angeordnete, dreiteilige, sogenannte „Märchenfenster“ mit einer farbigen Bleiverglasung dar, das unter rein energetischen Gesichtspunkten zwar als katastrophal bezeichnet werden muss, jedoch trotzdem zu keinem Zeitpunkt zur Disposition stand, da es den „genius loci“ in ganz besonderer Form verkörpert. Verbindet es doch den kirchlichen Hintergrund des Gebäudes in unmittelbarer Nähe zur Lutherkirche auf besondere Weise mit der Nutzung als Lern- und Spielräume für die Kinder.

So bestand die anspruchsvolle Aufgabe in diesem Punkt darin, eine gleichsam gestalterisch möglichst nicht in Erscheinung tretende und bauphysikalisch unkritische energetische Verbesserungs-Lösung zu finden. Diese ist nun als ein riesengroßes, einflügeliges, innenliegendes Schiebefenster ausgeführt, das im geschlossenen Zustand (Winter) von innen gesehen nicht mehr als einen Rahmen für das Märchenfenster darstellt und im geöffneten Zustand (Sommer) vollständig innen vor der Außenwand neben dem Märchenfenster situiert ist und so einen überdimensionalen Bilderrahmen für die kreativen Ergebnisse des Nachwuchses darstellt.

Dabei ist das neue Schiebefenster von außen in keinster Weise wahrnehmbar.

Um Wärmebrücken mit Schimmelbildung im ca. 80 cm tiefen Laibungsbereich zu vermeiden, wurde dieser mit einer kapillaraktiven und aus geometrischen Gründen keilförmigen Dämmung versehen, so dass der Zwischenraum zwischen dem „Märchenfenster“ und dem neuen wärmeschutzverglasten Schiebefenster klimatisch nun zum Außenraum zu rechnen ist. Da der Holzrahmen des Märchenfensters nicht dicht schließt, wird der Zwischenraum zudem noch ausreichend von außen „durchlüftet“.

Die KP2-Maßnahmen, die an insgesamt vier Kindergärten gleichzeitig erfolgten, wurden mit Mitteln des Bundes und des Landes gefördert. Alle Maßnahmen konnten letztendlich fristgerecht fertiggestellt und abgerechnet werden. Im Ergebnis war schließlich auch die Überprüfung durch die Stadt Wuppertal positiv, so dass zur Freude des Auftraggebers deutlich über 99% der bewilligten Fördermittel ausgezahlt wurden.

Wir meinen, hier ein Beispiel dafür geschaffen zu haben, dass die energetische Sanierung von Gebäuden behutsam und individuell möglich ist, ohne den Charakter eines Gebäudes „kaputt zu sanieren“.

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