Passivhaus: Hausbau, Architektur und Bilder

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  16. Terrassenansicht :  Passivhaus von ash4project B.V.
  17. Vorderansicht Teil 2:  Passivhaus von ash4project B.V.
  18. Vorderansicht:  Passivhaus von ash4project B.V.
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  27. Ansicht:  Passivhaus von Architekturbüro zwo P
  28. Ansicht:  Passivhaus von Architekturbüro zwo P
  29. Ansicht:  Passivhaus von Architekturbüro zwo P
  30. Ansicht:  Passivhaus von Architekturbüro zwo P
  31. Südansicht:  Passivhaus von Spahlinger Architekten
  32. Produktionshalle mit Verwaltungsgebäude Ostansicht:  Passivhaus von Spahlinger Architekten
  33. Blick vom Rosengarten:  Passivhaus von ARCHITEKTEN BRÜNING REIN

Was ist ein Passivhaus?

Das Wort Passivhaus beschreibt keinen bestimmten Haustyp, sondern einen Baustandard. Das heißt, Passivhäuser können ganz unterschiedlich aussehen, haben aber alle eins gemein: einen sehr geringen Energieverbrauch bei gleichzeitig viel Komfort. Passivhäuser gelten zudem als umweltfreundlich und besonders wirtschaftlich. Zu diesen Faktoren tragen verschiedene Komponenten bei, zu denen eine gute Wärmedämmung, eine luftdichte Gebäudehülle, eine Lüftung mit Wärmerückgewinnung und eine Konstruktion ohne Wärmebrücken gehören. Im Grunde sind Passivhäuser also Niedrigenergiehäuser, die weiterentwickelt und kontinuierlich verbessert wurden. Die Heizleistung in einem Passivhaus ist so gering, dass man ein Zimmer mit einer Größe von 30 Quadratmetern hier allein mit zehn Teelichtern heizen kann. Oder es halten sich hier einfach vier Personen gleichzeitig auf. Geheizt wird im Passivhaus dennoch nicht mit Kerzen, sondern mit einem Heizsystem, das allerdings dauerhaft effizient und kostensparend ist.

Die Verbreitung des Passivhauses in Deutschland

In Deutschland entstand das erste Einfamilienhaus mit Passivhaus-Standard im Jahr 1991 in Darmstadt. Seitdem ist es kontinuierlich weiterentwickelt worden und erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Die IG Passivhaus geht davon aus, dass es mittlerweile mehr als 16.000 zertifizierte Wohneinheiten mit Passivhaus-Standard gibt. Die Nachfragen danach ist deutlich steigend und immer mehr Profis, unter ihnen Architekten und Bauingenieure, tragen zur Förderung und Verbreitung des Passivhaus-Standards bei.

Wärmebrücken vermeiden und luftdicht bauen

Im Passivhaus spielt einerseits die Haustechnik, andererseits aber auch die Konstruktion eine große Rolle. So gilt es, so viel Energie wie möglich einzusparen. Die muss schon bei der Gebäudehülle an sich erfolgen, indem dies so wenige Wärmebrücken wie möglich aufweist, das heißt so wenige Stellen wie möglich hat, an denen ein Wärmeverlust stattfindet. Die Gebäudehülle weist beim Passivhaus jedoch nicht nur so wenige Wärmebrücken wie möglich auf, sie ist auch möglichst luftdicht. Hierfür wird zum Beispiel vollflächig ein Innenputz aufgetragen, werden Dichtungsbahnen oder luftdicht verbundene Holzwerkstoffplatten installiert. Darüber hinaus wird bei allen Werkstoffen und Produkten, wie zum Beispiel bei Fenstern und Türen, auf Luftdichtheit geachtet. Dies hat nicht nur den Vorteil, dass an Heizenergie gespart werden kann, sondern auch unangenehme Effekte, wie Zugluft oder kalte Füße werden vermieden – ein Grund dafür, dass das Passivhaus als derart komfortabel gilt. Für eine gute Raumluft sorgt im Passivhaus die Lüftungsanlage. Um sicherzugehen, dass tatsächlich nur durch sie Luft in den Raum tritt, erfolgt eine Gebäudedichtheitsprüfung, die die Einhaltung der Qualitätsstandards garantiert.

Die Fenster

Die Fenster spielen beim Passivhaus, wie schon hinsichtlich der Luftdichtheit angesprochen, eine große Rolle. Problemstellen in Sachen Wärmeverlust sind bei herkömmlichen Fenstern beispielsweise die Fensterrahmen mit Rahmen-U-Wert 1,5 bis 2,0 W/(m²K). Die Wärmeverluste können bei ihnen doppelt so groß sein wie bei Fenstern mit gedämmten Rahmen und einem Rahmen-U-Wert von 0,8 W/(m²K). Wärmeverluste entstehen bei konventionellen Fenstern zudem am Rand der Fensterscheibe, wo in der Regel Abstandshalter aus Aluminium verwendet werden. Bei hochwertigen Fenstern, die der Wärmeschutzanforderung für Passivhäuser (U-Wert von weniger als 0,85 W/(m²K)) entsprechen, kommen thermisch verbesserte Abstandshalter zum Einsatz, die beispielsweise aus Kunststoff bestehen. Mittlerweile werden zudem häufig Fenster verwendet, deren Rahmen schmaler ist und die dadurch einerseits mehr Licht ins Haus lassen, andererseits aber auch weniger Wärmeverluste mit sich bringen. Beim Einbau der Fenster sollte zudem beachtet werden, dass diese in die Dämmebene der Außenwand eingebaut werden. Damit ist der Rahmen überdämmt und die Wärmeverluste können noch zusätzlich reduziert werden.

Gute Luft im Passivhaus

Entscheidend für das Erreichen des Passivhaus-Standards ist die Lüftung. Eine hochwertige Anlage sorgt dafür, dass die Raumluft hygienisch und staubfrei bleibt. Feuchtigkeit und Gerüche werden ebenso abtransportiert, ohne dass hierbei Wärme verloren geht, wie dies bei einer Fensterlüftung der Fall wäre. Aus der Abluft wird durch die Lüftungsanlage Wärme zurückgewonnen, wodurch wiederum Wärmeverluste vermieden werden. Je nachdem, wie effizient die Anlage arbeitet, kann die von außen kommende, kalte und frische Luft mehr als 90 Prozent der Wärme aus der Abluft übernehmen und so eine Temperatur erreichen, die der im Raum bereits ähnlich ist. Eine Mischung von Abluft und Frischluft erfolgt hierbei in der Lüftungsanlage nicht. Hinsichtlich der Wartung der Komfortlüftung ist zu beachten, dass die Filter je nach Anlage ein bis vier Mal pro Jahr ausgewechselt werden müssen, wofür allerdings Fachleute zur Verfügung stehen.

Der Bedarf an Heizwärme ist im Passivhaus so gering, dass für die Verteilung der Wärme die Lüftung genutzt werden kann. Das Heizen kann im Passivhaus mit Gas, Öl, Holz oder Fernwärme erfolgen, oder aber man baut ein Wärmepumpenkompaktgerät ein, das Komfortlüftung, Heizung sowie Warmwasserbereitung in einem übernimmt.

Die Beleuchtung im Passivhaus

Im Passivhaus ist hinsichtlich des möglichst niedrigen Energieverbrauchs auch die Beleuchtung und ihre Energieeffizienz von besonderer Bedeutung. So wie die Haushaltsgeräte im Passivhaus möglichst energieeffizient sein sollte, so sollten auch die Beleuchtungsmittel möglichst wenig Energie verbrauchen. Empfohlen werden diesbezüglich häufig LED-Leuchten, die sich durch eine lange Lebensdauer, durch einen äußerst geringen Energieverbrauch und durch schnelle Einschaltzeiten auszeichnen.

Die Energieversorgung des Passivhauses

Bei der Energieversorgung wird beim Passivhaus auf Nachhaltigkeit gesetzt, daher wird auf fossile Energieträger, wie Kohle, Erdöl und Erdgas möglichst verzichtet und auf Geothermie oder Biomasse gesetzt. Auch die Nutzung von Sonnenenergie durch Solaranlagen auf dem Dach, aber auch außerhalb des Gebäudes, beispielsweise im Garten, kommt für das Passivhaus in Frage. Zudem gilt die Nutzung von Windenergie für die Gewinnung grünen Stroms als akzeptabel.