Zen Garten Gestaltung, Ideen und Bilder

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Zengarten: Japanische Gartenkunst für euren Außenbereich

Der Zengarten erfreut sich hierzulande immer größerer Beliebtheit. Es handelt sich dabei um einen traditionellen japanischen Steingarten, der die Natur in idealisierter Form darstellt und Ruhe, Harmonie und Frieden ausstrahlt. Mit wellenförmig geharkten Kies- und Sandflächen, symbolhaften Steinen und ausgesuchten Pflanzen lädt ein solches Gartendesign zum Entspannen und Verweilen ein und wird zum Ort der Ruhe, aber auch zur anregenden Inspirationsquelle. Wir zeigen euch, wie ihr einen solchen Zengarten anlegen könnt, was alles in einen japanischen Garten hineingehört und worauf ihr bei der Gartengestaltung achten solltet.

Einen Zengarten anlegen

Bevor ihr euch an die Arbeit macht, euren Zengarten anzulegen, solltet ihr euch ein genaues Konzept überlegen und das neue Gartendesign richtig durchplanen. Fertigt am besten eine Skizze mit exakten Maßangaben an, in die ihr die Position größerer Steine und Pflanzen einzeichnet. Auch die Kalkulation der Kosten gehört zur Planung natürlich dazu: Habt ihr ein Auge auf die Materialien und Pflanzen sowie möglicherweise notwendige Gartengeräte und Hilfe von Experten. Gärtner und Landschaftsplaner können euch bei Bedarf beim Anlegen eines Zengartens helfen. Dann geht es los mit der Umsetzung:

Schritt 1:

Anhand eurer Skizze steckt ihr die Fläche ab, die euer Zengarten einnehmen soll. Anschließend befreit ihr das gesamte abgesteckte Areal von Gras, Wurzeln und Unkraut und hebt das Kiesbett etwa 20 Zentimeter tief aus. Damit hier auch in Zukunft nichts mehr wächst, kleidet ihr die Fläche anschließend mit einem Gartenvlies oder einer wasserdurchlässigen Folie aus.

Schritt 2:

Nun geht es darum, die vorbereitete Fläche mit Kies beziehungsweise Sand aufzufüllen. Seid dabei nicht zu sparsam, damit ihr den Garten später problemlos harken könnt, ohne dabei das Vlies oder die Folie zu beschädigen.

Schritt 3:

Als nächstes integriert ihr die Pflanzen in euren Zengarten. Welche sich dafür besonders gut eignen, erklären wir euch etwas weiter unten. Wichtig: Ein japanischer Garten darf nicht mit Gewächsen überfrachtet werden. Weniger ist hier definitiv mehr. Zum Einpflanzen einfach das Gartenvlies beziehungsweise die Folie kreuzförmig einschneiden und das jeweilige Bäumchen in den darunterliegenden Boden einsetzen. Dann wieder alles rundherum mit Kies abdecken.

Schritt 4:

Nach den Pflanzen werden nun die größeren Steine, Felsen und Findlinge in den Zengarten integriert. Auch dazu haben wir im Folgenden noch ein paar genauere Informationen für euch parat. Wichtig: Die Steine nicht in strikter Symmetrie, sondern eher wellenförmig zueinander anordnen.

Schritt 5:

Wie bei jeder anderen Art der Gartengestaltung, spielt natürlich auch im Zengarten die Dekoration mit passenden Accessoires eine wichtige Rolle. Steinlaternen, Buddhafiguren und weitere typisch japanische Details runden euren neuen Garten perfekt ab, aber auch hier solltet ihr nur auf vereinzelte Akzente setzen und es nicht übertreiben.

Schritt 6:

In einem letzten Schritt geht es darum, dem Zengarten seinen typischen Look zu verleihen: Harkt dafür wellenförmige Linien ohne erkennbaren Anfang und ein erkennbares Ende in den Kies. Diese repräsentieren die Bewegung des Wassers und sollen für Entspannung sorgen.

Materialien im Zengarten

Eine Vielzahl von Materialien braucht ihr für euren japanischen Garten nicht. Das vorherrschende Material ist Stein, der jedoch in zahlreichen unterschiedlichen Formen und Ausprägungen vorkommen sollte, von feinem Kies bis zu großen Findlingen. Die Steine symbolisieren die Natur und die Tiere und werden lediglich von vereinzelten Pflanzen unterbrochen. Erde, Wasser, Holz und andere Stoffe kommen im klassischen Zengarten nicht vor, spielen also bei den Ideen für die Gartengestaltung in diesem Fall keine Rolle. Konzentriert euch stattdessen auf hochwertigen feinen und etwas groberen Kies, auf größere Steine und Findlinge, die ihr locker im Garten verteilt. Und auch Deko-Accessoires wie Figuren und Laternen sollten aus Stein gefertigt sein, damit sie sich harmonisch in das Gesamtbild einfügen.

Pflanzen für den Zengarten

Keine Gartengestaltung ohne Pflanzen. Das gilt auch für den Zengarten. Allerdings lautet das Motto hier, wie bereits erwähnt, weniger ist mehr. Der japanische Garten sollte natürlich so authentisch wie möglich wirken, weshalb ihr euch Gewächse aussuchen solltet, die auch in Fernost vorkommen. Es eignen sich Buchs- und Bonsaibäume, Kiefern, Koniferen, Farne und Bambus, Ahorn, Kirschbäume, Rhododendren und Moos. Achtet darauf, nicht zu viele blühende Pflanzen zu integrieren, da eine zu große Farbenpracht eher untypisch für den Zengarten ist.

Pflege eines Zengartens

Aufgrund der eher sparsamen Bepflanzung und des mit Kies bedeckten Bodens ist der Zengarten extrem pflegeleicht. Durch den Folien- oder Vliesschutz unter der Kiesschicht hat Unkraut keine Chance und Rasenmähen entfällt auch. Beete halten sich in Grenzen und es gibt keine Ernten- und Aussäzeiten zu beachten. Natürlich sollte man die Pflege und die Wasserversorgung der Pflanzen im japanischen Garten stets im Blick haben und den Kies regelmäßig harken sowie nach starken Stürmen und Unwettern wieder gleichmäßig in Form bringen, aber ansonsten hat man mit dem Zengarten erfreulich wenig Arbeit.

Mini-Zengarten im Innenraum

Wer keinen Außenbereich zur Verfügung hat, der kann sich problemlos einen Mini-Zengarten im Innenraum anlegen. Als dekoratives Element, das Ruhe und Gelassenheit ausstrahlt und eine exotische Note mit sich bringt, sind winzige Zengärten in Schalen der Renner schlechthin im Interior Design. Ihr müsst also auch ohne Garten nicht auf die japanische Gartenkunst verzichten. In der Mini-Variante kommen die typischen Charakteristika eines klassischen Zengartens zum Zug: wellenförmig geharkter Kies oder Sand, größere Steine, passende dekorative Elemente und die eine oder andere Pflanze im Kleinformat.