Zimmertür Ideen, Design, Gestaltung und Bilder

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Zimmertüren – Verbindungsglieder im Einfamilienhaus

Spätestens, wenn wir beim Neubau oder der Sanierung eines Einfamilienhauses weiter fortgeschritten sind, stellt sich unweigerlich die Frage nach den verschiedenen Türen im Haus. Zwar finden wir heute in modernen Gebäuden eher große und sehr offene Wohnbereiche. Aber dennoch braucht jeder von uns Türen, um sich im Haus einen gewissen Rückzugsort zu schaffen. Und nicht nur das. Denn die Türen halten Geräusche draußen und speichern die Wärme in dem entsprechenden Raum. In aller Regel finden wir im Haus neben der Eingangs- und Kellertür häufig Innentüren zu Bädern, Schlafräumen sowie zu Hauswirtschaftsräumen oder in Kellergeschossen. Je nach Gestaltung des Erdgeschosses kommen auch hier zum Einsatz, zum Beispiel als Windfang zwischen Flur und Wohnraum.Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Außen- und Innentüren. DieUnterschiede ergeben sich dabei nicht nur durch verschiedene Designs, dennhier haben wir freie Auswahl. Doch Außentüren müssen bestimmtenBedingungen gegenüber Wärmedämmung, Schall- und Brandschutz sowieEinbruchschutz Stand halten. Diese Auflagen haben wir im Innenbereich nichtzu beachten – abgesehen von einer feuerfesten Sicherheitstür, die den Raumzum Heizkessel hin sichern muss.

Türarten

Im Grunde lassen sich Innentüren in zwei Hauptklassen einteilen.

Die Anschlagtür

Bei dieser Türart besteht die Innentür aus einer Zarge und einem Türblatt, dasmit Hilfe von zwei Scharnieren an einer Seite der Zarge befestigt wird. Über dieDrehung der Scharniere lässt sich die Tür meistens in einen Raum hinein öffnen und schließen. Türbänder sorgen für den jeweiligen Öffnungswinkel.

Die Schiebetür

Schiebtüren bewegen sich innerhalb eines geführten Rahmens auf einer Laufschiene und lassen sich seitlich öffnen und schließen. Diese Art von Innentür ist dann sinnvoll, wenn Räume so klein sind, dass es keinen Platz für weit öffnende Türen gibt.

Zweck der Tür

Bevor wir uns neue Türen zulegen, sollten wir uns überlegen, welchen Nutzen sie haben sollen. Schlafräume oder Kinderzimmer sind Orte, die einen gewissen Rückzugsort ermöglichen müssen. Hier eignen sich blickdichte Holztüren, die am besten schall- und wärmegeschützt sind. So können sich im Wohnbereich noch Personen aufhalten und Gespräche führen, ohne dass die Schlafenden gestört werden.

Auch im Badezimmer sollte die Privatsphäre gewahrt werden. Neben Holztüren lassen sich auch Glastüren mit satinierter Oberfläche einsetzen, die dadurch blickdicht werden. Bei Innentüren, die gleichzeitig als Wohnungstür zu einer Mietwohnung dienen, ist ein besonderer Schallschutz notwendig. In Deutschland werden die Türen nach Schallschutzklassen sortiert. Voraussetzung ist, dass alle Teile der Türe wie Zarge, Blatt oder Dichtungen optimal schließen:

Schallschutzklasse 1 – Schalldämm-Maß Rw: 25 – 29 Dezibel

Schallschutzklasse 2 – Schalldämm-Maß Rw: 30 – 34 Dezibel

Schallschutzklasse 3 – Schalldämm-Maß Rw: 35 – 39 Dezibel

Ein Fachmann kann erläutern, für welche Funktionen welche Schallschutzklassen gewählt werden sollten.

Materialien

Bei der Gestaltung von Innentüren sind kaum Grenzen gesetzt. Denn je nach Stil des Hauses lassen sich mit Hilfe des Architekten Türen finden, die zum Design passen. Dabei können wir sowohl auf Standardmaße zurückgreifen, was gerade bei Neubauten sinnvoll ist. Türblatt und Türzarge werden immer so angeboten, dass sie genau zueinander passen. Zimmertüren haben nach der DIN-Norm 18101 Standardmaße und zwar in Bezug auf die dazugehörigen Wand-Öffnungsmaße.

Schwieriger ist es zuweilen bei der Sanierung älterer Gebäude. Denn hier sind die Türmaße vorgegeben, möchte man nicht komplett neue Türen einbauen. Auch Sondermaße sind hier häufig anzutreffen. Manchmal können alte Türblätter erhalten und nur die Zargen ausgetauscht werden, manchmal benötigt man Sonderanfertigungen.

Holz Holz ist nach wie vor eines der beliebtesten Materialien für Innentüren. Dabei ist die Bandbreite an Designs schier unerschöpflich. Durch verschiedene Lacke lassen sich auch ganz unterschiedliche Farbtöne herstellen. Dazu sind sie gegenüber exotischen Holzarten vergleichsweise preiswert. Früher bestanden Türblätter in aller Regel aus Massivholz und hatten dadurch einiges an Gewicht. Doch auch wenn sie wunderschön aussehen und zu einem natürlichen Wohnklima beitragen: Sie haben auch einige Nachteile, zum Beispiel, dass sie sich wegen Feuchtigkeit, Kälte oder Wärme verziehen können und dann nicht richtig schließen. Damit das nicht passiert, sind bei den heutigen glatten Türen zwar die Rahmen aus Holz, nicht aber die Blätter der Innentüren. Sie bestehen eher aus einem Holzwerkstoff wie einer Wabenkern- Einlage oder einem Spanplattenkern. Dabei lassen sie sich gut mit Glaselementen kombinieren.

Glas

Innentüren aus Glas sind in modernen Wohnräumen sehr beliebt. Denn sie vermitteln das Gefühl einer offenen Wohnwelt, aber schützen dennoch vor Geräuschen und halten die Räume warm. Glas lässt sich entweder mit Holztüren kombinieren – eine schöne Möglichkeit, welche die praktischen Vorteile der Holztür mit schönen Designelementen kombiniert. Glastüren gibt es aber auch nur aus Glas – exklusive der Türbänder oder Drückergarnituren. Meistens lassen sie sich zusammen mit Holzzargen einbauen. Nachteil: Auf Glastüren sieht man Staub und Flecken, zum Beispiel von Händen. Sie sind dadurch recht pflegeintensiv.

Stahl

Für manche Einsatzbereiche braucht man im Einfamilienhaus Sicherheitstüren aus Stahl, zum Beispiel für den Übergang in einen Heizungsraum oder in die angrenzende Garage. Denn die Innentüren aus Stahl halten massive Temperaturunterschiede aus und bleiben so über eine lange Zeit stabil – ein wichtiges Kriterium im Rahmen von Bränden. Im Bedarfsfall sollten wir beim zuständigen Bauamt der Stadt nachfragen. In vielen Kommunen sind die Stahltüren in gewissen Bereichen bereits Pflicht.

Die Zimmertür austauschen

Zimmertüren lassen sich ebenso wie kleinere Fenster von handwerklich begabten Heimwerkern selbst einbauen. Dazu braucht es aber ein wenig Geschick, die Zarge im richtigen Lot einzusetzen und so zu verankern, dass die Tür später flüssig schließt. Im Zweifel nimmt ein Fachmann den Austausch relativ schnell vor. Dabei baut der Handwerker zunächst die entsprechenden Zargen mit Bändern in das Mauerwerk ein und befestigt sie mit einem Montageschaum. Spreizhölzer stabilisieren dabei die Zarge in der Trocknungsphase.

In welche Richtung soll die Türe später öffnen? Auch das muss zuvor mit dem Handwerker besprochen werden, damit er die Türbänder (im Fall einer Anschlagstüre) richtig einsetzen und die Tür dann einhängen kann. Idealerweise öffnet die Tür immer in Richtung einer Zimmerecke.